LSV-Frauen nehmen Aufstieg an: Volleyballer reagieren auf das Saisonende

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Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Volleyball-Saison bereits beendet. Wir haben bei den Teams nachgefragt, was die Regelung für Auf- und Abstieg für sie bedeutet.

von Dirk Buschmann

Lünen

, 03.04.2020, 15:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit der offiziellen Beendigung der Volleyball-Saison 2019/20 durch den Westdeutschen Volleyball-Verband (WVV) am Donnerstag haben nun auch die Lüner Volleyballer Planungssicherheit für die kommende Saison - auch wenn die jeweilige Ligazugehörigkeit in manchen Fällen erst noch geklärt werden muss.

Die Regelung innerhalb des WVV lautet wie folgt: Aufgestiegen sind all jene Klubs, die stand drittletzter Spieltag den Aufstieg bereits sicher hatten.

Abgestiegen sind all jene, die bei Abpfiff der Saison bereits rechnerisch abgestiegen waren. Vereine bis zum dritten Tabellenplatz, die durchaus noch die Chance zum Aufstieg gehabt hätten, können einen Antrag auf Einstufung in die höhere Liga stellen - ebenso haben Teams, die noch Chancen zum Klassenerhalt hatten, die Möglichkeit in ihren Ligen zu bleiben.

Bis zu 14 Teams pro Liga laut Satzung

Hintergrund: Obwohl die meisten WVV-Ligen und -Staffeln aus acht bis zehn (in der Regel neun) Teams bestehen, lässt die Spielordnung durchaus eine Ligastärke von bis zu 14 Mannschaften zu. Entsprechend wäre in der Folgesaison 2020/21 ein Abstieg von bis zu vier Mannschaften eingeplant, um das Gleichgewicht zwischen oberen und unteren Spielklassen wieder herzustellen. Denn die Aufstockung höherer Ligen geht zwangsläufig zu Lasten der unteren.

Größter Nutznießer sind die LSV-Frauen, sie steigen zum dritten mal nach 2014 und 2016 in die Verbandsliga auf. Mit klarem Vorsprung vor dem SuS Olfen und Jahn Dortmund standen die Löwinnen auf Platz eins und brauchten nur noch einen Sieg bei Kellerkind TV Gerthe, als der vorzeitige Abpfiff kam. „Wir werden den Aufstieg in die Verbandsliga wahrnehmen“, erklärt Trainer Jochen Schönsee. „Wir haben diesen Aufstieg verdient, weil wir, anders als Olfen oder Jahn Dortmund, trotz aller Ausfälle immer konstant auf hohem Niveau gespielt haben.“

LSV-Herren haben die Aufstiegsoption

Die LSV-Herren, als Dritter der Verbandsliga in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Oberaden und Pivitsheide, sind berechtigt, eine Aufstiegsoption auf die Oberliga zu ziehen. Frank Regenbogen: „Ein Aufstieg in die Oberliga wäre sportlich natürlich reizvoll und wir behalten uns vor, auch dafür zu optieren. Aber zunächst einmal müssen wir den Kader für kommende Saison zusammenstellen und den finanziellen und organisatorischen Aufwand - sprich Gebühren, B-Schiedsrichter und größere Fahrstrecken - durchexerzieren. Hierzu haben wir bis Mitte Mai sechs Wochen Zeit.“

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Die Zweitvertretung der LSV-Frauen kann sich ebenfalls freuen; sie hat in der Bezirksklasse den Klassenerhalt sicher. „Wir hätten jede Entscheidung genommen, wie sie kommt“, so LSV-Trainerin Gaby Hartmann, „aber die Mädels haben sich diesen Erfolg auch sportlich mehr als redlich verdient.“

Die Männer II des LSV waren in der Bezirksklasse 20, einer quasi nachträglich installierten Nachwuchsrunde, Erster geworden. „Wir könnten uns durchaus vorstellen, in einer Bezirksliga anzutreten“, sagt Trainer Heiko Gövert, „das hängt unter anderem davon ab, wer von unseren Jungs zur ersten Mannschaft aufrückt - nebst anderen Dingen.“

Nichts verändert sich unterdessen für die Frauen der DJK SuS Brambauer. Sie bleiben der Kreisliga Dortmund/Unna erhalten.

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