LSV-Frauen verpassen Vorentscheidung im Titelkampf

Volleyball: Landesliga

Die Landesliga-Volleyballerinnen des Lüner SV haben es am Sonntag verpasst, für eine Vorentscheidung im Titelkampf zu sorgen. Der Spitzenreiter unterlag in Gladbeck dem Tabellenzweiten Recklinghausen mit 1:3. Der Vorsprung des Lüner SV beträgt jetzt nur noch einen Punkt.

LÜNEN

24.01.2016, 20:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Theresa Bauhus (l.) hatte mit den LSV-Volleyballerinnen gegen Recklinghausen das Nachsehen.

Theresa Bauhus (l.) hatte mit den LSV-Volleyballerinnen gegen Recklinghausen das Nachsehen.

Volleyball, Frauen-Landesliga 6 VC Recklinghausen – Lüner SV 3:1 (26:24, 18:25, 29:27, 25:23)

Eine ärgerliche, weil unnötige Niederlage kassierte der LSV in einem Spitzenspiel, das vom ersten Ballwechsel an geprägt war von der hochgradigen Nervosität beider Mannschaften. Das immer wieder aufblitzende Können der Titelanwärter wurde abgelöst von unerklärlichen Patzern in Angabe, Annahme und Abschluss.

In allen vier Sätzen war der LSV die meiste Zeit technisch und spielerisch überlegen und kämpfte sich oft einen komfortablen Vorsprung heraus – doch in drei von vier Sätzen riss kurz vor Toreschluss der Faden.

Im ersten Satz führte der LSV mit 24:21, doch dann gelang keine einzige Ballannahme mehr. Im dritten Satz vergab Lünen drei und der Gegner sogar vier Satzbälle. Im letzten Satz schließlich lag man mit 20:23 zurück, kämpfte sich noch einmal auf 23:23 heran und vergab einen möglichen Satz- und Punktgewinn durch zwei verunglückte Aktionen. „An manchen Tagen klappt es einfach nicht“, resümierte LSV-Coach Andreas Josch.

TEAM LSV: Anna Banaschak, Theresa Bauhus, Bonnie Breker, Corinna Eckmann, Jenny Golombek, Alina Gubkow, Anna-Lena Hageneier, Stefanie Herkelmann, Alexandra Iskakova, Corinna Itzenga, Hannah Lözzer, Helen Meyer, Jana Schmälzger, Julia Schulenberg

Frauen-Landesliga 5 SuS Oberaden – TV Brechten 2:3 (25:18, 25:21, 18:25, 25:27, 9:15)

Zwei Sätze lang hatte die Seelig-Sechs mit platzierten Aufschlägen brilliert, jede Chance am Netz eiskalt ausgenutzt, den Gegner mit einer superben Feldabwehr entnervt – speziell Yeliz Kurt aus der eigenen Reserve bot eine Libera-Partie vom Feinsten – und sich den einen Punkt mehr als verdient.

Dann jedoch klappte dies alles nicht mehr, da die Kräfte rapide nachließen. Im vierten Satz, Stand 15:22, schien der Akku restlos leer zu sein – zehn Minuten Aufholjagd später ärgerte sich der SuS über zwei vergebene Matchbälle. Im Tiebreak hatte Brechten alles im Griff. „Dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen“, befand SuS-Trainer Robert Seelig.

TEAM SuS: Corinna König, Svenja Enkelmann, Laura de West, Martha Walloche, Lena Fehrmann, Marina Langhans, Yeliz Kurt, Sarah Wetter

Landesliga 5 SG Oerlinghausen/Augustdorf – SuS Oberaden 3:2 (25:21, 20:25, 25:22, 23:25, 15:11)

Das war das vierte Spiel in Folge für den SuS, das im Tiebreak verloren ging. Vier Sätze lang standen sich beide Klubs in nichts nach, zweimal schaffte der SuS den Satzausgleich – nur um im fünften Durchgang abgehängt zu werden. Mit vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Pivitsheide bei noch fünf ausstehenden Spielen ist der Aufstieg aber immer noch durchaus möglich.

Landesliga 6 TB Werden II – Lüner SV 0:3 (25:21, 25:17, 25:12)

Kurzen Prozess machte die Keenan-Crew mit dem Kellerkind aus Essen. Konnte Werden im ersten Satz noch gut mithalten und gar einen Sechs-Punkte-Vorsprung herausholen, übernahm der LSV mit fortschreitender Spieldauer immer mehr das Kommando.

Da Konkurrent Dortmund spielfrei hatte, dürfen sich die Rot-Weißen jetzt sogar alleiniger Tabellenführer nennen. „Wir haben etwas tranig angefangen und hatten erst Probleme mit unseren Angaben – aber sobald das behoben war, hat Werden keine Chance mehr gehabt“, so LSV-Coach Rebecca Keenan. 

LSV: Philipp Espeter, Max Espeter, Daniel Holterbork, Jonathan Kühlmann, Martin Lehnhoff, Marco Minorowicz, Jens Mumm, Dennis Röckmann, Marc Scheffler, Marc Schmidt, Philipp Zurwieden

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