LSV-Trainer Marcel Mai nach dem Derby gegen Brambauer: „Wir sind stolz und glücklich“

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Derby-Sieg und Tabellenführung: Für die Handball-Damen des Lüner SV läuft die Verbandsliga besser, als sie es sich vor der Saison hätten träumen lassen. Trainer Marcel Mai weiß, warum.

Lünen

, 15.01.2020, 14:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erstmalig gewannen die Handball-Damen des Lüner SV in der Verbandsliga das große Derby gegen den Nachbarn VfL Brambauer. Und das nicht nur knapp oder glücklich: Das Spiel in der Lüner Rundsporthalle dominierten die Hausdamen und entschieden das dritte Derby in ihrer noch jungen Liga-Historie mit 33:22 für sich.

„Wir sind stolz und glücklich“, sagt Marcel Mai, Trainer beim Lüner SV. „Im letzten Jahr war es ganz bitter, als wir in der letzten Sekunde verloren haben.“ Damals verwandelte Brambauers Linkshänderin Angelina Pötter einen Freiwurf in der letzten Sekunde des Spiels direkt zum 25:24-Endstand. „Im Rückspiel waren wir bestimmend, aber wir haben den Sack nicht zugemacht“, sagt Mai. Diese Partie gewann der VfL Brambauer mit 24:21.

„Wir sind ein Stück gereift“

„Wir sind in diesem Jahr auch ein Stück gereift und haben das Spiel verdient gewonnen, das muss man einfach so sagen“, sagt Mai. Ausschlaggebend seien die gute Deckung der Lüner sowie das hohe Tempo gewesen. Der Trainer sah zwar eine geschlossen gute Mannschaftsleistung, dennoch habe Sarah Dressler in der Anfangsphase ordentlich Druck auf die Brambaueraner ausgeübt. „Wenn Sarah gut drauf ist, sorgt sie mit ihrer Dynamik für große Probleme in der Deckung“, sagt Mai. Das bekam Brambauer zu spüren und lag schon früh im Spiel mit 4:12 hinten (22.).

Das Glück ist mit dem Tüchtigen

„Tierisch“ freut sich Mai über den Fakt, nach der Hinrunde auf Position eins der Tabelle zu stehen. Zielvorgabe für die aktuelle Saison sei es eigentlich nur gewesen, den stabilen sechsten Platz der Vorsaison zu bestätigen. „Geile Sache“, sagt Mai, fügt aber gleich hinzu: „Es war aber auch ein bisschen glücklich. Es gab besondere Situationen, die zu der Tabellenführung geführt haben.“ Mai bezieht sich damit unter anderem auf das Spiel gegen SG Menden Sauerland Wölfe (10.), das die Lüner eigentlich mit 30:31 verloren hatten. „Das haben wir am grünen Tisch gewonnen“, sagt Mai.

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Damals habe Menden laut Spielerliste eine Spielerin zu viel eingesetzt und bekam dafür prompt die Rechnung - und den Sieg aberkannt. Der LSV durfte sich stattdessen über die zwei Punkte freuen. „Aber so ein Glück braucht man ab und zu mal“, sagt Mai. Auch erinnert sich Mai an die „überragende Torwartleistung“ von Maike Krause beim knappen 20:19-Heimsieg gegen SC Westfalia Kinderhaus (3.). „Sie war als A-Juniorin alleine und dass das dann so gut lief mit ihr“, sagt Mai.

Noch keine neuen Zielvorgaben

Von einer Korrektur seiner Saisonziele mit dem Lüner SV möchte Mai noch nichts wissen. Genug andere Vereine seien ihm zufolge in der Bringschuld und würden ihren eigenen Zielen hinterherlaufen. „Das nächste Spiel ist richtungsweisend“, sagt Mai. „Im Hinspiel haben wir den Arsch vollgekriegt.“ Vor heimischer Kulisse kassierten die Lüner zum Saisonauftakt eine 29:37-Niederlage gegen den aktuell Tabellensechsten HSG Schwerte-Westhofen. Mai: „Die wollen zum Beispiel aufsteigen, das haben sie klar formuliert. Wir wollen im oberen Drittel landen, alles andere ist Bonus.“

„Denken von Spiel zu Spiel“

Ein Auswärtssieg am kommenden Samstag, 17.15 Uhr, in Schwerte würde die tolle Form des LSV bestätigen. „Dann können wir mal gucken, ob man da oben bleiben darf“, sagt Mai und ergänzt: „Aber wir denken von Spiel zu Spiel.“

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