LSV-Trainer Plechaty spricht über die Spielzeit

Fußball: Westfalenliga

Im vergangenen Winter schien die Erfolgsgeschichte des Lüner SV kein Ende zu nehmen. Der Fußball-Westfalenligist hatte als Tabellenzweiter alle Chancen auf den Durchmarsch in die Oberliga, setzte sich bei den Hallenfußball-Stadtmeisterschaften in Dortmund und Lünen die Kronen auf.

LÜNEN

, 05.06.2017, 13:46 Uhr / Lesedauer: 3 min
LSV-Trainer Plechaty spricht über die Spielzeit

Beim 3:0 in Hordel wechselte Mario Plechaty (l.) Adem Cabuk ein. Die Partie war das wohl beste Lüner Saisonspiel.

In der Rückrunde funktionierte aber nur noch wenig beim Team aus der Kampfbahn Schwansbell. Der LSV verlor die Spitze aus den Augen. Die Saison beendete der Aufsteiger auf Rang sechs. Eine Platzierung, mit der Lünens Trainer Mario Plechaty (46) zufrieden ist, wie er im Interview verraten hat.

In wenigen Worten: Wie fällt Ihr persönliches Fazit der Saison 2016/2017 aus? Vor der Saison hat niemand damit gerechnet, auf Platz sechs landen zu können. Nach der Hinrunde war man dann euphorischer. Ich habe aber immer gesagt: Es muss alles passen! In der Rückrunde ist dann zu viel passiert. Insgesamt können wir sehr zufrieden sein.

Was genau ist passiert in der Rückrunde? Es gab viele Verletzungen. Ein, zwei Leistungsträger, das hätten wir verkraften können. Aber uns sind vier Spieler weggebrochen. Andere wie Volkan Ekici und Fabian Pfennigstorf konnten beruflich bedingt einfach nicht mehr so trainieren. Da kann niemand etwas für. Und sicherlich haben die Triumphe in der Halle auch die Vorbereitung beeinflusst. Das war einfach lange in den Köpfen.

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Eindrücke vom Spiel des Lüner SV (rote Trikots) gegen den FC Iserlohn.© Foto: Günther Goldstein
Eindrücke vom Spiel des Lüner SV (rote Trikots) gegen den FC Iserlohn.© Foto: Günther Goldstein
Eindrücke vom Spiel des Lüner SV (rote Trikots) gegen den FC Iserlohn.© Foto: Günther Goldstein
Eindrücke vom Spiel des Lüner SV (rote Trikots) gegen den FC Iserlohn.© Foto: Günther Goldstein
Eindrücke vom Spiel des Lüner SV (rote Trikots) gegen den FC Iserlohn.© Foto: Günther Goldstein
Eindrücke vom Spiel des Lüner SV (rote Trikots) gegen den FC Iserlohn.© Foto: Günther Goldstein
Eindrücke vom Spiel des Lüner SV (rote Trikots) gegen den FC Iserlohn.© Foto: Günther Goldstein
Eindrücke vom Spiel des Lüner SV (rote Trikots) gegen den FC Iserlohn.© Foto: Günther Goldstein
Eindrücke vom Spiel des Lüner SV (rote Trikots) gegen den FC Iserlohn.© Foto: Günther Goldstein
Eindrücke vom Spiel des Lüner SV (rote Trikots) gegen den FC Iserlohn.© Foto: Günther Goldstein
Eindrücke vom Spiel des Lüner SV (rote Trikots) gegen den FC Iserlohn.© Foto: Günther Goldstein
Eindrücke vom Spiel des Lüner SV (rote Trikots) gegen den FC Iserlohn.© Foto: Günther Goldstein
Eindrücke vom Spiel des Lüner SV (rote Trikots) gegen den FC Iserlohn.© Foto: Günther Goldstein
Eindrücke vom Spiel des Lüner SV (rote Trikots) gegen den FC Iserlohn.© Foto: Günther Goldstein
Eindrücke vom Spiel des Lüner SV (rote Trikots) gegen den FC Iserlohn.© Foto: Günther Goldstein
Eindrücke vom Spiel des Lüner SV (rote Trikots) gegen den FC Iserlohn.© Foto: Günther Goldstein
Eindrücke vom Spiel des Lüner SV (rote Trikots) gegen den FC Iserlohn.© Foto: Günther Goldstein
Schlagworte Lünen

Gab es Momente, in denen Sie an den Durchmarsch geglaubt haben? Nach der Hinrunde habe ich gedacht, dass wir es schaffen können. Und nach der Stadtmeisterschaft war ich sicher: Verletzt sich niemand, spielen wir bis zum Ende ganz oben mit. Am Ende hatten wir dafür aber nicht die nötige Breite im Kader.

Was waren Ihre Höhepunkte in der vergangenen Saison? Gegen die Teams von oben haben wir fast ausnahmslos gute Spiele gemacht. Die Spiele gegen Herne waren richtig stark, auch beide Partien gegen Hordel. Die Stadtmeisterschaft in Dortmund war natürlich ein richtiges Highlight. Ich weiß, wie schwierig es ist, dort zu gewinnen.

Was waren die Negativerlebnisse? Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein Trainer bin, der seine Mannschaft eigentlich immer in Schutz nimmt. Es gab in der Rückrunde aber zu viele Spiele gegen Mannschaften von unten, die wir verloren haben. Mit Sicherheit gab es da auch zwei, drei Spiele, in denen es an der Einstellung gelegen hat. Das ist ein Lernprozess für die neue Saison. Für mich und die Spieler.

Wünsche Sie sich nicht manchmal etwas leichtere Charakter im Kader? Ich bin jetzt 14 Jahre Trainer. Es hat sich viel verändert. Die Kinder wachsen anders auf. Ich sehe das als Herausforderung. Ich möchte den Spielern nicht nur fußballerisch, sondern auch privat helfen, soweit es möglich ist. Wir haben schwierige Typen. Aber wir haben uns immer alle respektiert und akzeptiert. Wir konnten uns immer in die Augen schauen. Die Arbeit macht mir Spaß. Und ich rege mich nicht mehr über alles auf.

Gab es Spieler, die Sie positiv überrascht haben? Ali Bozlar hatte ich so sicher nicht auf dem Schirm. Er hat die Lücke als Linksverteidiger geschlossen. Bedenkt man, wie wenig Fabian Pfennigstorf zuletzt trainiert hat, war seine Saison auch überraschend. Hätte er normal trainieren können, hätte er sicher über 20 Tore gemacht. Trotzdem war es seine bisher wohl stärkste Saison. Auch Matthias Drees muss ich loben. Er ist reifer geworden und gehört in fast jedem Spiel zu den Besten. Auch Spieler, die am Saisonende gehen, haben alles gegeben. Andreas Uphues hatte eine Beteiligung von 100 Prozent.

Schmerzen die Abgänge etablierter Spieler wie Andreas Uphues, Ricardo Ribeiro und Volkan Ekici besonders? Ich hätte mich sehr gefreut, wäre Uphues geblieben. Er ist ein Spieler, der alles gibt und sich auch viel um das Drumherum kümmert. Wir haben ihm aber gesagt, dass sein Vertrag leistungsbezogener aussehen würde. Er hat sich entschieden, zwei Ligen runterzugehen und etwas kürzer zu treten. Ribeiro und Ekici sind Spieler, die man nicht ganz ausschalten kann, wenn sie einen guten Tag haben. Ich hoffe, wir können diese Löcher stopfen.

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Wie soll das klappen? Zum einen mit den Neuzugängen. Ich erhoffe mir zum Beispiel viel von Alihan Kurgan. Aber auch mit Spielern des aktuellen Kaders. Ich hoffe, dass Adem Cabuk endlich mal eine Saison ohne Verletzung spielen kann. Wenn Milan Sekulic die ganze Vorbereitung mit uns absolviert, wird er uns richtig helfen. Auch Parnell Hegngi muss richtig ankommen und seine Chancen nutzen. Florian Juka hat seine Qualitäten immer wieder gezeigt. Wir suchen aber auch noch ein, zwei Spieler. Wir benötigen ganz sicher noch Stürmer.

Nach Platz sechs in dieser Saison: Kann Ihr Team kommende Saison noch weiter oben angreifen? Das zweite Jahr wird immer schwieriger. Die Westfalenliga wird ganz sicher stärker. Wickede, Wanne-Eickel und Iserlohn werden sich richtig verstärken. Spielen wir die nächste Saison wie die vergangene, bin ich super zufrieden. Wir wollen wieder so schnell wie möglich die Klasse halten.

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