LSV-Volleyballer wollen Training mit Stützpunkt-Konzept wiederaufnehmen

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Die Volleyballer des Lüner SV drängen auf eine Rückkehr in die Halle - und haben dafür ein besonderes Hygienekonzept als Vorlage genommen.

von Dirk Buschmann

Lünen

, 30.05.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Volleyballer des LSV haben nach Vorgaben des Westdeutschen und des Deutschen Volleyballverbandes, sowie den seit vier Wochen im Training befindlichen Volleyballern des VCO Münster, ein Verhaltens- und Hygienekonzept entwickelt, um den Trainingsbetrieb ab Dienstag, 2. Juni wieder zu starten.

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Im Kern verfolgt das Konzept, dass der Mindestabstand eingehalten wird, die Trainingsgruppen stark reduziert und immer fix sind, und dazu die Desinfektion von Händen und Bällen im Vordergrund steht. „Dadurch ist zwar nicht das volle Trainings-Programm durchführbar“, weist Vorstand Rebecca Keenan darauf hin, dass etwa kein Angriffs-Block-Training mehr möglich ist - der Mindestabstand würde dann unterschritten. „Wichtig ist jedoch, dass wir fixe Trainingsgruppen von circa fünf Spielern mit immer der Gruppe exklusiv zugewiesenen Bällen organisiert haben, sodass wir uns wieder mit dem Ball bewegen können.“

LSV Volleyball nutzt Vorlage der Verbände

Die Situation bleibt auch nach Rückgang der Corona-Fallzahlen eine Herausforderung. Der LSV-Volleyball weiß um die Verantwortung, dass die Regeln diszipliniert eingehalten werden. „Dazu haben wir das bereits seit vier Wochen bewährte System des Bundesstützpunktes Münster als Blaupause genommen“, erklärt LSV-Vorstand Dirk Hartmann, dass dazu zahlreiche organisatorische Maßnahmen im Vorfeld umzusetzen waren. Natürlich sind die Kontaktdaten als Voraussetzung zum Trainingsbetrieb aktualisiert worden und jede Trainingseinheit wird dokumentiert, um im Ernstfall die Infektionskette nachverfolgen zu können.

Anzahl der Bälle sind ein Engpass für den Lüner SV Volleyball

Wenn für jede Trainingsgruppe die vom Bundesstützpunkt empfohlenen 20 Bälle zur Verfügung stehen sollen, benötigt der LSV-Volleyball insgesamt mehr als 400 Bälle. „Die haben wir nicht, ein neuer Volleyball kostet ca. 50 Euro“ weiß LSV-Vorstand Martin Lehnhoff. Also wird die aus rein sportlicher Sicht empfohlene Anzahl der Bälle pro Gruppe mindestens halbiert und neue Bälle angeschafft. „Dabei orientieren wir uns auch an anderen Sportarten, wo jedes Mitglied schon mal einen persönlichen Ball anschaffen soll.“

Volleyballer warten auf Genehmigung der Stadt Lünen

Um das Konzept umzusetzen, geht das nicht ohne die Zustimmung der Stadtverwaltung. „Wir hoffen sehr im Sinne unserer Mitglieder, dass wir die Genehmigung der Stadt erhalten“, ist sich Dirk Hartmann sicher, dass man mehr Vorkehrungen zur Risikoabwehr nicht durchführen kann. „Wir sind proaktiv an die Problemlösung gegangen und haben mit der Blaupause aus Münster natürlich auch eine perfekte Vorlage, die kommunal in NRW genehmigt wurde.“ Daher rechnet Hartmann mit der Genehmigung ab Anfang Juni.

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