Lüner Bezirksligisten schießen gemeinsam nur ein Tor

Fußball-Bezirksliga

Zwei Mal spielten die Lüner Bezirksligisten gegen Abstiegskandidaten. Punkte gab es weder für den TuS Westfalia Wethmar, noch für den BV Brambauer.

von Niklas Dvorak, Bernd Warnecke

Brambauer, Wethmar

, 01.03.2020, 21:45 Uhr / Lesedauer: 3 min
Ibrahim Hyseni (r.) und der BV Brambauer unterlagen dem FC Roj. goldstein

Ibrahim Hyseni (r.) und der BV Brambauer unterlagen dem FC Roj. goldstein © Günther Goldstein

Dennis Köse, Abwehrroutinier beim Fußball-Bezirksligisten BV Brambauer, raufte sich in der Nachspielzeit die Haare, als er die große Chance zum 2:2 aus vier Metern, nach Ecke von Kevin Coerdt, vergab.

Aber der Reihe nach. In Halbzeit eins neutralisierten sich der BV Brambauer und der FC Roj. Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Einer der wenigen Zuschauer meinte sogar: „Not gegen Elend“. Trainer Jascha Keller sagte nach dem Spiel zur ersten Halbzeit: „Immerhin haben wir es geschafft, gut zu verteidigen.“

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Eine gefährliche Situation gab es im gegnerischen Strafraum. Köse stieg nach Ecke von Kapitän Joel Razanica zum Kopfball hoch, behinderte aber den Torwart. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die BVB-Abwehr bei der ersten Aktion nicht im Bilde. Nach einem Einwurf landete ein Steilpass bei Mücahit Deniz, der zum 0:1 verwandelte (48.).

Jascha Keller: „Da haben wir gepennt“

„Da haben wir gepennt und schwach verteidigt“, sah Jascha Keller sein Team nach dem Gegentreffer aber aufgeweckt. Brambauer war jetzt mehr bemüht, Lösungen zu finden und gefährlicher vor das Roj-Tor zu gelangen. Kevin Coerdt sollte für mehr Gefahr sorgen. Christoph Krziwanek köpfte eine Verlängerung von Bastian Ehrentraut an den Pfosten (53.). Nur zwei Minuten schoss Kevin Coerdt einen Steilpass aus 17 Metern knapp drüber (57.). Noch mehr Offensivgeist entwickelte Brambauer, als auch Robin Coerdt eingewechselt wurde (67.).

Knapp zehn Minuten nach der Einwechselung glückte der Ausgleich. Eigentlich hatte Brambauer den Ball im Mittelfeld verloren, setzte aber nach. Ehrentraut schickte Kevin Coerdt steil. Mit der Picke brachte Coerdt den Ball aus gut 13 Metern zum 1:1 (73.) unter. Die Freude über den Ausgleich währte nicht lange. Roj schlug nur vier Minuten später zurück. Luc Mbogne, Rojs schneller Stürmer, setzte aus gut 24 Metern zum Schuss an und überraschte BVB-Keeper Jörg Lemke mit einem „Sonntags-Schuss“ in den Winkel – 1:2 (77.). „Den macht er nur einmal in seiner Karriere, aber ausgerechnet gegen uns“, so Keller.

Keller setzte jetzt alles auf eine Karte und brachte auch noch Stürmer Marcel Bieber. Timo Kollakowski kassierte in der Nachspielzeit die Ampelkarte und mit der letzten Aktion hatte Köse Pech mit der zuvor beschriebenen Aktion. „Insgesamt haben wir zu viel mit langen Bällen agiert und zwei große Chancen ausgelassen“, so Keller.

Bezirksliga 8

BV Brambauer – FC Roj 1:2 (0:0)

BV Brambauer: Lemke – Kollakowski, Köse, Daunhauer (67. R. Coerdt), Hyseni, Ehrentraut, Diekmann, Rimkus, Klemt (85. Bieber), Krziwanek (54. K. Coerdt), Razanica

Tore: 0:1 Deniz (48.), 1:1 K. Coerdt (73.), 1:2 Mbonge (77.)

Gelb-Rote Karte: Kollakowski (90.+2)

Ein Tor machte am Sonntagnachmittag den Unterschied. Im Duell der beiden Bezirksligamannschaften BV Viktoria Kirchderne und TuS Westfalia Wethmar gewann, wie im Hinspiel, die Heimmannschaft mit 1:0. Es gab also keine Punkte für die Westfalia, die weiterhin auf dem vorletzten Platz der Tabelle steht.

„Wir starten richtig gut in das Spiel. Aber wir haben die Chancen zu leicht vergeben. Wir sind zu dumm vor dem Tor gewesen“, sagte TuS-Coach Steven Koch. Somit blieben die Wethmarer torlos. Auch ein Freistoß landete nur am Pfosten. „Das ist halt das, wenn du unten drin stehst. Stehst du oben, fliegt der Ball wahrscheinlich ins Tor“, so Koch. Zur Pause blieb es also beim 0:0.

Nach dem Seitenwechsel stellte Koch sein Team um, brachte mit Dennis Wagner eine neue Offensivkraft. Doch Tore für die Wethmarer fielen nicht. Auch, weil die Grün-Weißen nicht wirklich wussten, was sie mit dem Ball im letzten Drittel anfangen sollten. „Wir haben oft den Ball im vorderen Drittel gehabt, aber anstatt aus 16 oder 17 Metern mal zu schießen, legen wir den Ball noch dreimal quer. Da fehlt dann halt auch einfach die Cleverness. Da war zu viel Kleinklein“, so Koch.

Nach gut einer Stunde fingen sich die Jungs vom Cappenberger See dann den Gegentreffer. Kirchderne war über die Außenbahnen gefährlich und von da flog der Ball in den Strafraum. „Wir haben irgendwie keinen richtigen Zugriff außen bekommen. Dann gab es ein wenig Ping-Pong. Von dem einen Oberschenkel flog der Ball dem Spieler vor die Füße, der spitzelt den dann mit der Fußspitze ins Tor“, ärgerte sich Koch. Erkan Yigit war derjenige, der am Ende den Ball über die Torlinie drückte. In der Schlussphase warf die Westfalia alles nach vorne. Kirchderne fuhr einige Konter, die TuS-Keeper Florian Fischer allerdings entschärfte. Wethmar belohnte sich am Ende nicht für die offensive Ausrichtung, sondern fuhr am Ende ohne Punktgewinn nach Hause.

Ismail Simsek (r.) verlor mit seinen Wethmarern in Kirchderne mit 0:1.

Ismail Simsek (r.) verlor mit seinen Wethmarern in Kirchderne mit 0:1. © Patrick Schröer

„Kirchderne hat nur mit langen Bällen agiert. Aufgrund der Chancen, die wir hatten, ist das Ergebnis sehr ärgerlich. Wir werden aber in den nächsten Spielen offensiver agieren. Momentan haben wir aus einer gesicherten Defensive gespielt. Aber wir haben ja nichts mehr zu verlieren“, so Koch abschließend. Neun Punkte beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer, da der FC Roj gegen den BV Brambauer gewann und somit den Abstand zu den Abstiegsrängen vergrößerte.

Bezirksliga 8

Viktoria Kirchderne – Westf.Wethmar 1:0 (0:0)

Wethmar: Fischer – Pöhlker, Simsek (46. Wagner), Nagel, Neuhäuser, Markowski, Pinnekämper (69. Jankort), Wilberg (56. Langenkämper), Fasse (54. Sonnen)

Tor: 1:0 Yigit (60.)

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