Lüner Fußballclub investiert kräftig und erweitert sein Sportzentrum

rnFußball

Über 220.000 Förderung vom Land für ein Projekt, das am Ende rund 350.000 Euro kostet - das Projekt, das der Lüner Fußballverein da stemmt, ist gewaltig. Muss der Verein dafür Schulden machen?

Alstedde

, 17.09.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Lüner Sportverein investiert weiter kräftig in seine Infrastruktur. Nun bekam der Klub einen Zuschuss vom Land Nordrhein-Westfalen über mehr als 220.000 Euro, um das Vereinsheim zu sanieren. Insgesamt sind dann 1,1 Millionen Euro in den vergangenen zehn Jahren in das Sportzentrum geflossen.

2012 hat Fußball-Bezirksligist BW Alstedde den großen Kunstrasenplatz gebaut. 2018 folgte das benachbarte Kleinfeld. Schon kommende Woche soll der Umbau des Vereinsheims mit einer Erweiterung der Kabinen beginnen. Neue Flutlichtmasten sind schon da. Das Projekt, für das BW Alstedde vom Land NRW 222.212 Euro aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ erhält, hat einen Umfang von 347.000 Euro, wie Vereinschef Manfred Ungethüm erklärte.

Jetzt lesen

Bereits in dieser Woche haben die Vereinsmitarbeiter das BWA-Heim ausgeräumt. Letzte Container zur Entsorgung ausrangierter Möbel werden derzeit gefüllt. „In sechs Monaten“, sagte Ungethüm, „soll alles fertig sein.“ Dann hat BW Alstedde ein hochmodernes Vereinsheim, das Energie spart und mehr Platz bietet.

Das Gebäude am unteren Bildrand bekommt eine Vollmodernisierung.

Das Gebäude am unteren Bildrand bekommt eine Vollmodernisierung.

Von dem bestehenden Gebäude mit angrenzendem Kabinentrakt werden nur noch die Außenmauern stehen bleiben. „Wir werden das bestehende Gebäude entkernen“, sagte Ungethüm. Neues Dach, neue Fenster, eine Wärmedämmung - so sehen die Pläne aus. „Das Gebäude ist energetisch auf dem Stand der 70er-Jahre“, sagte Ungethüm, „das ist eine bessere Garage.“ Oder in den Wintermonaten eine unfreiwillige Rasenheizung.

Flutlichtmodernisierung amortisiert sich schnell

Der Hintergrund: BW Alstedde kann mit dem Umbau viel Geld sparen. Für die alte Flutlichtanlage habe es kaum mehr Ersatzteile gegeben. Die sechs neuen Masten mit LED-Technik sparen Energie und damit Geld - so viel, dass der Umbau schon nach fünf Jahren die Baukosten wieder reinholen würde, hat der Vorstand errechnet. Bei den Energiekosten am Gebäude rechnet Ungethüm mit 30 bis 40 Prozent Einsparpotenzial.

Blau-Weiß Alstedde will das Vereinsheim modernisieren. Die Skizze zeigt das Gebäude nach dem Umbau.

Blau-Weiß Alstedde will das Vereinsheim modernisieren. Die Skizze zeigt das Gebäude nach dem Umbau. © BW Alstedde

Notwendig war auch der Ausbau des Kabinentraktes. Zwei Kabinen hatte der Verein bisher. Hinter dem Vereinsheim werden zwei weitere Kabinen angebaut. „Es gab immer öfter Gedränge, wenn Spiele hintereinander lagen. Auch dem Schiedsrichter wollen wir eine Kabine zur Verfügung stellen, in der man sich wohl fühlt“, sagte Ungethüm. Mit dem Bauprojekt erhalte der Verein ein Gebäude, das dem Stand der Technik entspricht. Für das Dorf Alstedde sei das Vereinsheim am Sportplatz auch eine Begegnungsstätte.

Land NRW übernimmt 63 Prozent der Baukosten

Die Förderung des Landes liegt mit rund 222.000 Euro bei 63 Prozent der Kosten.

Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, sagte dazu in einer Pressemitteilung: „Ich freue mich, dass wir mit den nun erteilten Förderentscheidungen unseren Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen können. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten. Dies ist uns mit diesem Förderprogramm gelungen. Nun können wir den Sanierungsstau deutlich reduzieren.“

Weitere 62.000 Euro erhält BW Alstedde aus der Sportpauschale - die Restsumme von 63.000 Euro stemmt BW Alstedde aus eigener Kraft. Ungethüm: „Es ist komplett durchfinanziert, ohne dass wir Kredite aufnehmen müssen. Für einen kleinen Verein ist das eine Menge. Wir haben keine Schulden.“

Lesen Sie jetzt