Lüner Handballer reagieren auf ihre Staffeleinteilungen

Handball

Die Staffeleinteilungen und Spielmodi für die Handballsaison 2020/2021 lösen bei den Lüner Trainern ganz ähnliche Reaktionen aus. Ein Team spielt in einem System, das man sonst aus dem Jugendbereich kennt.

Lünen, Brambauer

, 28.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marcel Mai und die Frauen des Lüner SV spielen in der kommenden Saison in einem ungewohntem System.

Marcel Mai und die Frauen des Lüner SV spielen in der kommenden Saison in einem ungewohntem System. © Günther Goldstein

Die Staffeleinteilungen für den Spielbetrieb auf Ebene des Handballverband Westfalen (HVW) erwarteten die Vereine in diesem Sommer mit deutlich mehr Spannung als üblich. Neben der Zusammensetzung der einzelnen Staffeln standen aufgrund der Corona-Pandemie auch jeweils zwei bis drei Szenarien, in welchem Modus überhaupt gespielt werden soll zur Debatte.

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Mehr Teams pro Staffel, dafür weniger Parallel-Staffeln. Oder doch lieber mehr Staffeln mit jeweils weniger Teams? Für manche Ligen bot der HVW sogar die Möglichkeit an, die Saison 2020/21 in Vorrunden mit anschließenden Play-Offs um Auf- und Abstieg auszutragen.

Seit Freitag haben die Handballer in Lünen Gewissheit, wie ihre kommende Spielzeit aussehen soll. Bei den Lüner Trainern lösen die gewählten Varianten und die entsprechenden Staffeleintelungen Zufriedenheit aus.

Marcel Mai spielt in Vorrunde und Play-Offs mit dem Lüner SV

Marcel Mai ist mit den Damen des Lüner SV in der aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochenen Saison in die Oberliga aufgestiegen. Sein Team gehört zu den Teams, wegen denen überhaupt eine vorübergehende Reformation der Ligen notwendig ist - schließlich gibt es mehr Auf-, aber keine Absteiger.

Normalerweise geht die Oberliga Westfalen als eingleisige Liga an den Start. In der kommenden Saison setzt der HVW allerdings auf zwei Neuner-Staffeln, in der Auf- und Abstiegskandidaten ausgespielt werden, die anschließend in neu zusammengesetzten Ligen an den Start gehen und die Endplatzierungen der Saison 2020/21 ausspielen.

Mai ist mit dieser Regelung zufrieden. Noch besser hätte er allerdings gefunden, wenn mit drei Sechser-Staffeln gespielt worden wäre - dieses System kennt Mai aus seinen Erfahrungen mit den überkreislichen Juniorinnen des LSV bestens.

Die nun gewählte Variante „ist aber schon eine gute Lösung“, so Mai. „Ich finde es gut, dass es so regional eingeteilt ist“, sagt er. Die weiteste Fahrt führt den LSV nach Netphen (circa 125 Kilometer). „Das geht eigentlich. Ich bin damit echt zufrieden“, sagt Mai. Mit am stärksten in der LSV-Staffel schätzt er den Lokalrivalen und langjährigen Oberligisten HC TuRa Bergkamen ein.

Sarah Bauer und dem VfL Brambauer bleiben die ganz weiten Fahrten erspart.

Sarah Bauer und dem VfL Brambauer bleiben die ganz weiten Fahrten erspart. © Timo Janisch

Auch den Verbandsliga-Frauen des VfL Brambauer bleiben weite Fahrten größtenteils erspart. Beim Verbandstag hatte der HVW noch eine Variante präsentiert, bei der der VfL in der Ostwestfalen-Staffel gespielt hätte.

Letztlich setzt der Verband auch auf diese Variante mit zwei 13-Staffeln. Doch der VfL bleibt in heimischen Gefilden und trifft vor allem auf bekannte Konkurrenz. „Ich bin natürlich sehr zufrieden“, sagt Trainer Andre Schwedler.

Er merkt lediglich an, dass Verband und Vereine bei der vorgeschlagenen Variante drei - hier hätte es drei Staffel gegeben - weniger Spiele und damit mehr Raum für mögliche Nachholspiele gehabt hätten. Die Pandemie ist schließlich noch längst nicht überstanden. „Sollten da mal ein paar Spiele ausfallen, wird es natürlich eng, den ganzen Rahmen zu halten“, so Schwedler zur nun gewählten Variante.

VfL Brambauer spielt im Ruhrgebiet statt in Münster

Vollends glücklich ist auch Björn Grüter, Coach der Brambaueraner Landesliga-Herren. Der VfL hätte in einer Staffel mit Schwerpunkt auf dem Münsteraner an den Start gehen können. Das wäre zwar auch interessant gewesen, so Grüter, der aber zu Bedenken gibt: „Wir hätten größtenteils jedes zweite Wochenende Himmelfahrten gehabt.“

Deshalb hatte sich der VfL auch für die Variante ausgesprochen, die es letztendlich geworden ist. Wieder geht es gegen viele bekannte Teams aus dem Dortmunder Raum und dem angrenzenden Ruhrgebiet. Mit dem FC Erkenschwick, dem HSC Haltern-Sythen II, Teutonia Riemke II und dem FC Schalke 04 II sind zudem gleich vier Aufsteiger neu in der Staffel.

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