Lüner SV braucht gegen den TuS Sinsen Punkte zum Auftakt: „Niederlage ist keine Option“

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In der Vorbereitung hat sich der Lüner SV neues Selbstbewusstsein geholt. Nun soll ein Erfolg in der Liga folgen. Die Hinspiel-Torschützen des LSV stehen dabei aber nicht mehr im Kader.

von Carl Brose

Lünen

, 08.02.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum Ligaauftakt der Westfalenliga in das Fußball-Jahr 2020 empfängt der Lüner SV am Sonntag den TuS Sinsen an der Kampfbahn Schwansbell (Anstoß 15 Uhr). Dabei geht es für die Lüner direkt um einiges. „Eine Niederlage ist eigentlich keine Option für uns“, sagt Kapitän Matthias Drees mit Blick auf die Tabelle. Dort steht der Lüner SV aktuell auf Platz 13, nur das Torverhältnis trennt die Mannschaft noch von den Abstiegsrängen.

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Lüner SV - TuS 05 Sinsen

„Wir müssen einfach diese drei Punkte holen am Sonntag. Wir brauchen das für unser Selbstbewusstsein“, so Drees. Denn das hat in der bisherigen Saison ordentlich gelitten. Nur eins der letzten 13 Ligaspiele entschieden die Lüner für sich, eine ernüchternde Statistik. In der Wintervorbereitung scheint sich nun aber etwas in der Mannschaft getan zu haben.

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„Wir wissen alle, dass jetzt der Abstiegskampf gilt. Das hat auch der Letzte inzwischen verstanden. Das sieht man auch im Training. Da laufen wir wie bekloppt, jeder will spielen“, erklärt Drees. Auch die guten Ergebnisse aus den Vorbereitungsspielen bestätigen einen Aufwärtstrend. Dieser gibt den Lünern wieder etwas mehr Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt.

Hampel erwartet „vogelwilde Rückrunde“

„Ich gehe mit einem guten Gefühl an Sonntag ran. Wir hatten eine gute Vorbereitung, haben gut trainiert. Ich habe die Jungs vor der Wintervorbereitung noch einmal eingeschworen, das ist relativ schnell in den Köpfen angekommen“, sagt LSV-Trainer Christian Hampel. Trotzdem ist er sich der Brisanz der Situation bewusst: „Die nächsten Wochen werden sehr wichtig. Bei einer Niederlage sind wir zwar noch nicht abgestiegen, aber trotzdem würde uns ein guter Start unfassbar gut tun.“

Doch eine Prognose für die restliche Saison traut sich der Coach nicht abzugeben. „Ich haben das Gefühl, dass die Rückrunde vogelwild wird. Da werden sich noch einige Mannschaften umschauen. Ich denke, es wird sehr chaotisch, aber auch sehr spannend“, so Hampel.

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Im Hinspiel gab es für den Lüner SV gegen Sinsen am zweiten Spieltag eine knappe 2:3-Niederlage. Zuvor war Lünen mit einem Sieg in die Saison gestartet. Damals ahnte noch niemand so richtig, was in den kommenden Monaten auf den Verein zukommen würde. „Wir haben das Spiel unglücklich verloren. Wir waren da nicht die schlechtere Mannschaft. Individuelle Fehler haben uns da das Spiel gekostet, die müssen wir abstellen“, erinnert sich Drees an die Pleite. Die beiden LSV-Torschützen Johannes Zottl und Marcel Ramsey sind inzwischen nicht mehr im Kader. Beide verließen den Verein im Winter.

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„Das waren natürlich keine leichten Abgänge. Das waren Spieler, die die Mannschaft geführt haben. Aber jetzt liegt es an anderen Spielern vorne die Tore zu machen, das wissen die auch“, sagt Drees. Auch für Hampel steht fest, dass die Mannschaft nun andere Wege gehen muss: „Wir müssen jetzt in der Offensive breiter gefächert sein. Das haben wir auch in den letzten Spielen gezeigt, in denen wir viele verschiedene Torschützen hatten.“

Wer genau am Sonntag für die Tore sorgen soll, konnte Hampel am Freitag noch nicht sagen. „Ich habe mir abgewöhnt darüber zu früh Gedanken zu machen. Zu häufig hatten wir noch kurzfristige Ausfälle“, so Hampel. Zumindest stehen ihm aber aktuell alle Spieler am Sonntag zur Verfügung.

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