Lüner SV: Rückkehr von Mario Plechaty geht „1:1 verloren“

rnFußball-Westfalenliga

Erstmals ist Mario Plechaty am Sonntag als Trainer zum Lüner SV zurückgekehrt. Das Duell zwischen dem aktuellen und ehemaligen Verein Plechatys fand keinen Sieger.

Lünen

, 01.03.2020, 18:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Rückkehr von Mario Plechaty in die Kampfbahn Schwansbell endete mit einem Unentschieden. Mit 1:1 trennten sich am Sonntag Plechatys FC Iserlohn und der Lüner SV in der Fußball-Westfalenliga.

In beiden Mannschaften spielen einige Spieler, die erst im Sommer vom einen zum anderen Verein gewechselt waren. Gleiches gilt auch für die Trainer Plechaty und Christian Hampel. In die Startelf schafften es davon aber nur Davut Denizci beim FCI und Sascha Ernst sowie Dominik Deppe beim LSV. Auch der Lüner Nikolas Friedberg hat eine Iserlohner Vergangenheit.

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Den Gästen vom Hemberg glückte der Start in die Partie deutlich besser. Die Elf von Trainer Hampel, der im Vergleich zum Vorwochen-Sieg gegen den TuS Sinsen (2:1) nur Felix Rudolf durch Dominik Deppe ersetzte, agierte zu Beginn deutlich weniger konzentriert als noch vor Wochenfrist. „Wir waren schläfrig und null präsent“, so Hampel. Die beste Chance der Anfangsviertelstunde gehörte folglich Iserlohn, als eine Ecke am kurzen Pfosten gefährlich wurde.

Doch die Lüner reagierten, stellen in der Offensive um und spielten fortan mit einem Zehner hinter zwei Stürmern. Der Lohn waren schnell erste Gelegenheiten. Zunächst vergab Talha Temur zwei Mal, anschließend verzog Daniel Mikuljanac freistehend im Strafraum.

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Auch wenn der LSV nun besser in die Partie kam, Spielfluss kam nur selten auf. Es waren viele Nickligkeiten, kleinere Fouls und Diskussionen mit dem Unparteiischen, die das oft unterbrochene Spiel prägten.

Das sollte sich bis zum Abpfiff nicht mehr ändern, die Emotionen nahmen sogar stetig zu. Doch die Begegnung sollte nun rasanter werden - ausgelöst vom Lüner Führungstreffer. Friedberg war übermotiviert von den Beinen geholt worden, Milan Sekulic versenkte - 1:0 (53.)

Christian Hampel hatte Sorge um Konter gegen den Lüner SV

Der Weckruf für die Iserlohner, deren Offensivbemühungen zuvor wenig erfolgreich verliefen. „Nach dem 0:1 haben wir wieder etwas mutiger gespielt. Hinterher war es ein offener Schlagabtausch“, sagte Plechaty. Vor allem per Konter zeigte sich der FCI nun gefährlicher, gerade gegen Spielende musste der LSV in wichtigen Momenten einige Male seine Qualität im Zweikampf zeigen. „Da hatte ich noch die Sorge, dass wir noch einen Konter fressen“, so Hampel.

Das 1:1 fiel letztlich aber nicht aus einem Umschaltmoment heraus, sondern eher aus dem „Nichts“, wie Hampel fand. Lukas Mertens bugsierte den Ball unter die Latte.

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„Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Dass wir hier einen Punkt mitnehmen, ist nicht selbstverständlich. Ich kann mit dem Punkt leben“, so Plechaty, dessen Elf im Vorfeld nie auf Naturrasen trainiert hätte. „Iserlohn hat 1:1 gewonnen und wir 1:1 verloren. Über 90 Minuten waren wir die bessere Mannschaft“, sagte Hampel. Große Trauer über die aus seiner Sicht verlorenen Punkte verspürte er aber nicht. Schließlich haben alle Mannschaften, die in der Tabelle unter dem LSV stehen, verloren: „Dementsprechend kann man auch mal mit einem Punkt zufrieden sein. Ich werde jetzt nicht nach Hause fahren und heulen.“

Westfalenliga 2

Lüner SV - FC Iserlohn 1:1 (0:0)

Lüner SV: Josch - Ernst, Rosenkranz, Reis, Lahr, Deppe - Mikuljanac, Drees - Temur, Sekulic (89. Memic), Friedberg (78. Göke)

FC Iserlohn: Schmale - Denizci, Bröckers, Wilmanns, Meckel, Lenz (76. Konar), Ekincier (63. Jessey), Schneider, Mertens, Vaitkevicius (89. Wilke) Apolinarski

Tore: 1:0 Sekulic (53.), 1:1 Mertens (73.)

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