Lüner SV: Pokaltraum endet im Viertelfinale

Fußball-Westfalenpokal

Der Lüner SV muss den Traum vom Westfalenpokaltitel begraben. Der Westfalenligist unterlag am Samstag dem SV Rödinghausen mit 0:4. Die Gegentreffer fielen allerdings unglücklich.

Lünen

, 24.11.2018, 17:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mirza Basic (l.) und der Lüner SV belohnten sich am Samstag nicht.

Mirza Basic (l.) und der Lüner SV belohnten sich am Samstag nicht. © Foto: Janisch

Endstation Viertelfinale: Der Fußball-Westfalenligist Lüner SV hat am Samstagnachmittag im Westfalenpokal mit 0:4 gegen den Regionalligisten SV Rödinghausen verloren. Von einem Zwei-Klassen-Unterschied war allerdings lange Zeit nichts zu sehen.

Westfalenpokal, Viertelfinale

Lüner SV – SV Rödinghausen 0:4 (0:1)

Die Partie gegen den SV Rödinghausen war bisher der Saisonhöhepunkt für die Mannschaft von Trainer Mario Plechaty. So trat der Westfalenligist auch auf. Die Lüner spielten von Beginn an munter mit, versteckten sich vor dem Favoriten nicht. In Führung ging trotzdem der Gast. Nach einem missglückten Abschlag von LSV-Keeper Florian Fischer landete der Ball bei einem Rödinghausener, der zu Simon Engelmann weiterleitete. Der fackelte nicht lange und überwand Fischer – 1:0 für den Favoriten (11.). „Fischer ist momentan leider ein bisschen unglücklich. Das ist schade. In so einem Spiel braucht man auch einen Torwart, der einen sensationellen Tag hat. Das fehlt momentan leider“, fand Plechaty nach dem Spiel deutliche Worte. Ansonsten imponierte ihm der Auftritt seiner Mannschaft aber. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass ich sehr stolz bin. Wir haben 75, 80 Minuten voll dagegengehalten“, so der Coach weiter.

Basic vergibt

Und in der Tat: Der LSV hatte die Chance, dem Spiel eine ganz andere Note zu verleihen als dieses standesgemäße 0:4. Mirza Basic vergab nach 30 Minuten nämlich die große Möglichkeit zum Ausgleich. Nach einem feinen Zuspiel landete der Ball im Strafraum beim Offensivmann, der allerdings freistehend vergab. Die folgende Ecke brachte für den LSV nichts ein. „Aus dem Spiel heraus hatte Rödinghausen im ersten Durchgang keine Chance mehr“, sagte Plechaty. Dann war Pause. Ging da im zweiten Durchgang noch was?

Der LSV stellte um, wechselte Ersan Kusakci für den angeschlagenen Hikmet Konar ein. Drei Minuten waren in Hälfte zwei gerade mal verstrichen, als der mit nach vorne geeilte Matthias Göke die nächste große Chance für den LSV liegen ließ. Der Defensivmann schoss nur Gästekeeper Jan Schönwälder an – die beste Phase im LSV-Spiel, der sich allerdings nicht belohnte.

Dacaj entscheidet das Spiel

Anders die Gäste, die Mitte der zweiten Halbzeit immer besser wurden. Nachdem Engelmann verzog (54.) und Florian Fischer eine Chance von Azur Vegalic (63.) parierte, musste der LSV-Schlussmann nach 72 Minuten hinter sich greifen. Eros Dacaj sorgte mit einem Schuss kurz vor dem Sechzehner für die Entscheidung. „Der Treffer war tödlich für uns“, so Plechaty.

Nun trat der zuvor insgesamt enttäuschende Regionalligist dominanter auf und fand zu seiner Sicherheit. Dass die Rödinghausener am Ende gar mit 4:0 triumphierten, war jedoch ob des Spielgeschehens zuviel des Guten. Nikola Serra (81.) und Azur Velagic (83.) per Foulelfmeter setzten mit ihren Treffern den Deckel auf den Topf einer Partie, die rund 250 Zuschauer in Schwansbell verfolgten. „Es war ein typisches Pokalspiel. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass Lünen auf Konter spielt“, so SVR-Trainer Enrico Maaßen nach Abpfiff der Partie. In der kommenden Woche, 2. Dezember, tritt der Lüner SV in der Westfalenliga auswärts beim FC Lennestadt, aktuell Tabellen-13. der Liga, an.

Lüner SV: Fischer – Reis, Siljeg, Drees (83. Yildiz), Ramsey, Konar (46. Ersan Kusakci), Ibeme, Basic, Bozlar, Ersin Kusakci (70. Plechaty), Göke

SV Rödinghausen: Schönwälder – Flottmann, Velagic, Dacaj, Engelmann (83. Traore), Meyer, Lunga (64. Mickels), Schlottke (76. Serra), Knystock, Wolff, Pfanne

Tore: 0:1 Engelmann (11.), 0:2 Dacaj (72.), 0:3 Serra (81.), 0:4 Velagic (83./Foulelfmeter)

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