Lüner SV steht vor einem Duell mit Torhunger

Handball in Lünen, Brambauer und Oberaden

Allmählich lichten sich die Tabellen der heimischen Handballer. Die LSV-Herren und der SuS Oberaden sind akut vom Abstieg bedroht, ähnlich ergeht es den Landesliga-Herren des VfL Brambauer.

Lünen, Brambauer

, 21.02.2019, 18:07 Uhr / Lesedauer: 4 min
Lüner SV steht vor einem Duell mit Torhunger

LSV-Trainer Marcel Mai hofft auf einen Sieg beim starken SC Westfalia Kinderhaus. © Günther Goldstein

Frauen-Verbandsliga 2

SC Westfalia Kinderhaus – Lüner SV

Und wieder steht für Frauenhandball-Verbandsligist Lüner SV ein schwieriges Auswärtsspiel bevor. Diesmal muss er am Samstag, 23. Februar, 19 Uhr (von-Humboldt-Straße 2, Münster) beim Tabellenzweiten antreten, der seit vier Spielen ungeschlagen ist.

Beide Mannschaften zeigten sich im Saisonverlauf torhungrig, weisen mit über 400 Treffern eine der besten Offensiven der Liga auf. Auch das Hinspiel verlief torreich. Damals sicherte sich der Lüner SV einen 35:33-Sieg. An das Hinspiel kann Trainer Marcel Mai sich noch gut erinnern. Denn damals lieferte seine Mannschaft eine starke Leistung gegen einen guten Gegner ab. Dass jetzt auswärts im Münsterland die Karten neu gemischt sind, weiß Mai auch: „Kinderhaus kann noch um den Aufstieg spielen, wird mit allen Mitteln versuchen gegen uns die Punkte einzufahren. Wir müssen unbedingt von Beginn an dagegen halten, um überhaupt eine Chance zu haben.“ Westfalia Kinderhaus liegt nur einen einzigen Punkt hinter Spitzenreiter SG TuRa Halden-Herbeck.

Um das Aufstiegsrennen spannend zu machen, benötigen die Münsterländerinnen gegen den Lüner SV einen Sieg. Es ist also wichtig, jetzt ein Spiel abzuliefern, in dem Lünen sich bestens präsentiert. Dass es das Zeug dazu hat, bewies es in vielen anderen Spielen. Zuletzt bemängelte Mai immer wieder die unzureichende Torausbeute und die oft lückenhafte Defensive.

„Wir müssen uns im Abschluss noch besser konzentrieren und hinten mehr verschieben, einfach wacher sein“, fordert Mai. Personell wird Celina Schmidt längerfristig ausfallen. Luca Köppen ist krank, fehlt ebenfalls. Dafür soll aber die A-Jugendliche Vanessa Marre wieder hinzugezogen werden.

Frauen-Verbandsliga 2

TuS Bommern – VfL Brambauer

Handballerinnen des VfL Brambauer wollen nach zwei Niederlagen in Serie wieder zurück auf die Siegesstraße. Doch auch, wenn die VfL-Frauen bei Schlusslicht TuS Bommern am Samstag, 23. Februar, um 17.30 Uhr in Witten (Bommerfelder Ring, Witten) ran müssen, warnt Trainer Andre Schwedler vor dem Gegner.

„Ja, wir spielen als Vierter gegen den Tabellenletzten und ja, das Hinspiel haben wir klar gewonnen. Dennoch habe ich weiter einen Minikader und unter der Voraussetzung wird es in Bommern alles Andere als leicht“, sagt Schwedler. Zwar stoßen in Sarah Bauer und Karen Jaschewski zwei wichtige Leistungsträgerinnen zurück in den Kader. Doch dafür fallen jetzt Esra Ceylan (Gesichtsverletzung) und Laura Holtse (Ellbogenverletzung) aus. Hinzu kommen die Langzeitverletzten Ameline Neumann und Sonja Plotek, die aufgrund ihres komplizierten Handbruchs in dieser Saison wahrscheinlich gar nicht mehr zum Einsatz kommen wird.

Der Gastgeber wird den VfL-Frauen die Sache alles Andere als einfach machen. Denn Bommern benötigt jeden Punkt gegen den Abstieg. Der VfL Brambauer hingegen sammelte genügend Zähler, wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr absteigen. Sieben Spiele stehen noch aus, 14 Punkte sind demnach noch zu holen. Auf den ersten Abstiegsrang, der von der HSG Schwerte-Westhofen eingenommen wird, hat der VfL Brambauer zwölf Zähler Vorsprung.

Mit einem Sieg in Bommern könnte das Team von Trainer Andre Schwedler den Klassenerhalt frühzeitig perfekt machen. Seit sieben Spieltagen ist der Gastgeber bereits ohne Punkterfolg. Das Team brennt auf das nächste Erfolgserlebnis. Die VfL-Frauen sollten sich in Acht geben.

Mit einem deutlichen 32:16-Sieg aus dem Hinspiel zeigte der VfL schnell, dass er den Gegner dominieren kann. Coach Schwedler wünscht sich jetzt im Rückspiel eine ähnlich gute Leistung: „Wir wollen gewinnen. Das ist klar. Wir werden den Gegner aber garantiert nicht unterschätzen, nur weil er Letzter ist. Wir wollen zu unserem Spiel finden, wieder eine gute Abwehr stellen. Das ist uns in den letzten beiden Spielen nicht so gelungen. Wir wissen, dass es ein ganz schwieriges Spiel wird und sind vor dem Gegner gewarnt.“

Oberliga

Ferndorf II – SuS Oberaden

Für Handball-Oberligist SuS Oberaden gilt es, den Auswärtsfluch zu besiegen. Bisher sind die Cobras auf fremden Parkett noch ohne Punktgewinn. Jetzt wartet am Sonntag, 24. Februar (17 Uhr, Am Park, Kreuztal) mit dem TuS Ferndorf II ein Gegner aus dem Mittelfeld, der jenseits von Gut und Böse ist.

„Letztendlich ist uns egal, wie wir die Punkte holen, Hauptsache wir holen die. Wir müssen in erster Linie auf uns schauen. Alles andere ist komplett egal“, fordert Kapitän Mats-Yannick Roth. Dass sein Team gegen gestandene Oberliga-Mannschaften mithalten kann, bewies es fast in jedem Spiel.

Bis zu 45 Minuten ist Oberaden ein ebenbürtiger Gegner gewesen. „Wir bekommen nach dem Spiel von gegnerischer Seite immer viel Lob. Aber das bringt uns einfach nichts. Wir müssen dahin kommen, dass wir 60 Minuten lang unsere Leistung bringen und wir dürfen uns keine Auszeiten erlauben“, so Roth.

Im Hinspiel bot der TuS Ferndorf II ein starkes Spiel, war vor allem im Abschluss stark. Die Cobras wollen alles daran setzen, diesmal in der Defensive noch besser zu verschieben. Fehlen werden den Oberadenern wieder Linkshänder Fabian Lauber (Urlaub) und Rückraum-Spieler Pascal Stennei (Oberschenkel). Beide werden schmerzlich vermisst, fehlen vor allem für einfache Tore aus dem Rückraum. Alexandros Katsigiannis wird wahrscheinlich auch nicht auflaufen (Wade). Geschont werden soll Nico Wagner (Hand), der angeschlagen ist.

Der SuS fährt mit einem Bus nach Ferndorf. Wer mitfahren will, kann dies für zehn Euro. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Museumsplatz.

Landesliga 3

VfL Brambauer – Westfalia Herne

An das Hinspiel beim HC Westfalia Herne kann Handball-Landesligist VfL Brambauer sich noch gut erinnern. Damals unterlag das Team von Trainer Nadim Karsifi zwei Sekunden vor Abpfiff noch sehr knapp mit 28:29. Am Samstag, 23. Februar (17.30 Uhr, Diesterweg 7a, Lünen), hat Brambauer aber die Chance auf Wiedergutmachung.

Die hat sich der VfL auch fest vorgenommen. Nach zwei Niederlagen in Serie will die Karsifi-Sieben auch wieder zurück in die Erfolgsspur. Um gegen das Top-Team aus Herne erfolgreich zu sein, muss sich Brambauer extrem steigern. Von Beginn an muss eine konzentrierte Leistung her, die in der Deckung mit der nötigen Einstellung, Bereitschaft und der nötigen Aggressivität anfängt und sich bis in den Angriff durch einfache Tore, einen ruhigen Spielaufbau und der nötigen Trefferquote erstreckt.

Die Gäste werden dem VfL das Leben aber sehr schwer machen, schließlich spielen sie aktuell noch um den Aufstieg in die Verbandsliga mit. Bei einem Spiel weniger liegt der HC Westfalia Herne (27:5-P.) nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter ATV Dorstfeld. (29:5-P.). In Acht nehmen sollte Brambauer sich vor allem vor Felix Eigenbrodt, der stets als torgefährlich gilt. Er markierte in den letzten beiden Partien gleich 17 Tore.

Starke Defensive des HC

Zudem stellt der HC Westfalia Herne eine starke Defensive, kassierte erst 377 Gegentreffer in 16 Spielen, was einen Schnitt von 23,5 Toren pro Spiel macht. Dass Herne ein starker Gegner ist, das ist auch Coach Karsifi bewusst. Dennoch sieht er sein Team nicht chancenlos: „Wir müssen einfach dahin kommen, wieder unser Spiel durchzuziehen und uns so so lange wie möglich im Spiel zu halten“, sagt Karsifi. Wichtig wäre ein Punkteerfolg auch mit Blick auf die Tabelle. Brambauer hat nur vier Punkte Vorsprung auf den Vorletzten ETG Recklinghausen. Weiter angeschlagen ist Kreisläufer Rafael Pape (Bänderriss).

Bezirksliga Hellweg

Lüner SV – HC TuRa Bergkamen II

Die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV mussten am vergangenen Spieltag einen heftigen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt einstecken. Gegen den HC Heeren-Werve setzte es eine 17:35-Klatsche. „Für diesen desolaten Auftritt gibt es keine Entschuldigung“, sagte Co-Trainer Falk Wildemann. Nach der Niederlage hingen die Köpfe unten, die Enttäuschung war durchaus sichtbar. Der LSV muss wieder zu seinem Selbstbewusstsein finden. Am Samstag, 23. Februar, folgt das wichtige Heimspiel um 19 Uhr gegen den HC TuRa Bergkamen II (Kurt-Schumacher-Straße 41-49, Lünen). Dann wollen die Rot-Weißen die letzte bittere Niederlage wieder wettmachen und durch eine gute Leistung überzeugen.

Lesen Sie jetzt