Lüner SV trifft auf Team mit Oberliga- und Regionalliga-Erfahrung - Anführer hadert mit einer Sache

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Der Lüner SV ist ordentlich in die Westfalenliga gestartet. Zwei Neuzugänge haben direkt wichtige Rollen im Team übernommen. Sie sprechen über ihre ersten Wochen im Trikot des LSV.

Lünen

, 26.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Drei Spieltage liegen hinter dem Lüner SV in der Westfalenligaspielzeit. Ein Unentschieden, ein Sieg und eine Niederlage sprechen für einen ausgeglichenen Start. Kein Fehlstart, aber auch kein Traumstart für den LSV.

Zwei Stützen der Lüner Mannschaft zeigen sich dennoch im Allgemeinen zufrieden mit dem Start.

David Loheider und Marius Kröner, beide im Sommer erst in die Kampfbahn Schwansbell gewechselt und direkt wichtige Spieler in der Elf von LSV-Trainer Christian Hampel haben mit dieser Redaktion über die ersten Spiele, ihren persönlichen Start und die kommenden Aufgaben gesprochen.

Die Bewertung der Auftaktpartien fällt ähnlich aus: Mit dem 2:2 in Tengern, nach einem 0:2 Rückstand zeigen sich beide zufrieden „obwohl, da glaube ich, auch mehr drin war“, so Kröner. Am Ergebnis des folgenden Heimsieges gegen Westfalia Kinderhaus gab es wenig zu meckern.

Die Niederlage am vergangenen Wochenende beim VFL Theesen ist für Loheider ein „kleiner Dämpfer“ und soll im kommenden Spiel wieder ausgeglichen werden.

Umbruch im Sommer

Warum der Start vom Innenverteidiger und vom Stürmer trotzdem zufriedenstellend eingeschätzt wird, liegt ihrer Meinung nach auch an den personellen Wechseln beim Lüner SV im Sommer. „Wir sind relativ neu zusammen, so was wird immer mal wieder vorkommen“, sagt Loheider und Mitspieler Kröner sieht es ähnlich: „Mit einem großen Umbruch, viele neue Spieler, wo noch nicht alles stimmt im Spiel“.

Sowohl Loheider als auch Kröner sind selbst Teil des Umbruches nach der vergangenen coronabedingten abgebrochenen Saison. David Loheider wechselte vom TuS Bövinghausen nach Lünen. Marius Kröner kam aus Lippstadt zum LSV. „Ich muss sagen, von der Mannschaft und vom Verein wurde ich sehr, sehr gut und herzlich aufgenommen. In kurzer Zeit fühle ich mich schon sehr wohl und heimisch in dem Verein“, erklärt Stürmer Loheider seinen persönlichen Start bei den Löwen.

Loheider hadert mit der Chancenverwertung

Auf dem Platz kreidet er sich seine Chancenverwertung an: „Die Torausbeute, die ist auf jeden Fall mehr als ausbaufähig.“ Doch solche Phasen durchlebe jeder Stürmer mal und er versuche, weiter im Training an sich zu arbeiten und hoffe das der Knoten dann „auch mal richtig platzt“, schildert der 29-Jährige seine aktuelle Situation.

Sein erstes Ligator für den LSV erzielte er per Elfmeter im Auswärtsspiel gegen Theesen. Vielleicht war der Treffer schon der erste Schritt in Richtung des erhofften „platzenden Knotens“. Doch Loheider kennt noch einen Weg, um wieder regelmäßig ins Tor zu treffen: „Wichtig ist, dass wir als Mannschaft die Punkte holen und eine gute Leistung bringen und wenn wir als Mannschaft gut spielen, dann werde ich hinten raus auch meine Tore wieder machen“.

Für Marius Kröner hingegen geht es auf dem Spielfeld in erster Linie darum, Tore zu verhindern. Der Verteidiger scheint aber nicht nur auf dem Platz schnell seine Rolle gefunden zu haben, sondern auch neben dem Platz für Mannschaft und Verein ein wichtiger Ansprechpartner zu sein.

Darauf angesprochen zeigt er sich erfreut: „Es ist natürlich schön, so eine Wertschätzung so schnell nach kurzer Zeit zu bekommen, aber von den Gesprächen, bevor ich gekommen bin, war das auch von der Absprache her auch mein Ziel, die jungen Spieler weiterzuentwickeln, sowohl spielerisch als auch in der Persönlichkeit.“

Weiter ergänzt der Kapitän: „Es wird einem aber irgendwo auch einfach gemacht, weil vom Verein her drumherum das familiäre einfach auch einiges dazu beiträgt. Ich bin froh drum und versuche natürlich auch dann diese Wertschätzung mit Leistung zurückzugeben.“ Am kommenden Sonntag gegen den TuS Hiltrup (15 Uhr, Stadion Schwansbell) muss er rotgesperrt neben dem Platz bleiben.

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Mit im Hiltruper Aufgebot stehen für Loheider und Kröner ein paar alte Weggefährten. Beide nennen Alan Bezhaev und Nils Kisker als ehemalige Mitspieler bei ihren früheren sportlichen Stationen. Durch den Austausch hat Kapitän Kröner eine erste Einschätzung des Gegners parat: „Eine Mannschaft gespickt mit Spielern, die auch schon höher gespielt haben, Oberliga und Regionalliga, von daher sicherlich auch einer der besseren Gegner.“

Chance für junge Spieler

Stürmer Loheider legt sein Augenmerk auf die eigene Mannschaft. Durch den möglichen Ausfall einiger Stammkräfte durch Verletzungen oder Sperren kann es am Sonntag zu Veränderungen in Christian Hampels Aufstellung kommen.

„Nichtsdestotrotz die Spieler, die Sonntag auf dem Platz sind, jeder hat den Anspruch, in der Westfalenliga zu spielen und dem muss er dann auch Sonntag gerecht werden. Also, es gibt ja immer mal wieder Spieler, die hintendran sind, für die ist das eine Chance“, sagt Loheider und ergänzt: „Darauf freue ich mich dann am Sonntag, weil ich da sehr gespannt bin. Wir haben viele junge Spieler und ich hoffe, dass die jungen Spieler dann auch so heiß sind, das sie ihre Chance nutzen wollen.“

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