Lüner SV verlängert völlig überraschend mit einem Urgestein

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Der Torjäger wollte eigentlich in diesem Jahr kürzer treten, hat aber nun nochmal um ein Jahr beim Lüner SV verlängert. Er ist der 15. Spieler, der mit dem LSV in die neue Serie geht.

von Bernd Janning

Lünen

, 17.05.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Planungen beim Fußball-Westfalenligisten Lüner SV schreiten weiter voran. Nun hat auch ein echtes LSV-Urgestein um ein weiteres Jahr verlängert. Und das - obwohl er eigentlich in diesem Jahr kürzer treten wollte.

Mit 31 Jahren Pfennigstorf der Senior im immer jünger werdenden Team, wird aber dennoch mindestens eine Saison beim LSV hinten dran hängen. Der Stürmer hatte noch im Februar verkündet, dass er aus beruflichen Gründen nicht mehr oft für den Westfalenligisten auflaufen wird. Dennoch hat er sein Arbeitspapier nochmal um ein Jahr bis zum Sommer 2021 verlängert.

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Ab 2010 lief der gebürtige Marler in der Westfalenliga auf, zuerst für den FC 96 Recklinghausen, ab 2014 für Mengede 08/20. Zum Lüner SV kam er durch den damaligen Trainer Mario Plechaty und den LSV-Spieler Bekir Kilabaz, beides Bekannte aus gemeinsamen Zeiten in Mengede.

Fabian Pfennigstorf verlängert um ein Jahr beim Lüner SV

Sechs Jahre stürmt Fabian Pfennigstorf mittlerweile für die Rot-Weißen, feierte 2016 dessen Aufstieg in die Westfalenliga mit. Seit dem Wiederaufstieg des LSV 2012 in die Landesliga hat niemand mehr Tore (39) geschossen als er. Und nur Kapitän Matthias Drees hat mit 198 mehr Einsätze als der Stürmer (101).

Zu den Höhepunkten seiner Laufbahn als Fußballer gehörte das Erreichen des Halbfinales im Westfalenpokal mit dem FC 96 Recklinghausen und mit dem Lüner SV der Aufstieg in die Westfalia und der Gewinn der 33. Dortmunder Hallenmeisterschaft.

„Ich freue mich auf jeden Fall, dass Fabian bei uns weitermacht. Er ist LSVer durch und durch und gehört einfach zu uns“, freut sich Trainer Christian Hampel über die Vertragsverlängerung. „Fabian hat meine Wertschätzung, menschlich wie auch sportlich. Wegen eines neuen Jobs kann er allerdings nicht mehr ganz so intensiv trainieren.“ Doch das scheint auch etwas Gutes mit sich zu bringen. „Je weniger er trainiert, um so mehr Tore schießt er“, scherzt Hampel.

Wahrscheinlich kann der Torjäger aufgrund seiner Schichtarbeit nur einmal wöchentlich am LSV-Training teilnehmen, ob er dann tatsächlich häufig in der ersten Mannschaft spielt oder eher auf die Zweite ausweicht, weiß der Trainer noch nicht. „Auf jeden Fall ist er Stürmer der ersten Mannschaft des Lüner SV. Klar ist aber, dass ich vielleicht eher andere Spieler vorziehe, die dann immer beim Training sind. Wenn wir allerdings wieder so viele Verletzten haben, sind wir sicher froh, ihn zu haben“, sagt Hampel.

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