Lüner SV verlangt Spitzenreiter Meinerzhagen alles ab

Fußball: Westfalenliga

Beim Spitzenteam TuS Sinsen klappte es vor Wochen. Beim Fast-Meister RSV Meinerzhagen war für den Lüner SV indes nichts zu holen.

Lünen

, 12.05.2019, 22:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lüner SV verlangt Spitzenreiter Meinerzhagen alles ab

Gianluca Reis (r.) machte ein starkes Spiel, verhinderte, dass RSV-Stürmer Ron Berlinski öfter traf. © Bernd Warnecke

Fußball-Westfalenligist Lüner SV verpasste am Sonntag beim Tabellenführer RSV Meinerzhagen, bei dem Bremens Bundesliga-Profi und Ex-Borusse Nuri Sahin die Fäden zieht, den Start. Am Ende verlor der LSV mit 0:2.

Westfalenliga 2

RSV Meinerzhagen – Lüner SV

2:0 (1:0)

Gleich der erste Angriff des RSV Meinerzhagen saß. „Da waren wir noch im Bus“, so LSV-Coach Mario Plechaty nach dem Spiel. Der schnelle Raphael Gräßer setzte sich über die rechte Seite durch und flankte in die Mitte. Meinerzhagens Top-Stürmer Ron Berlinski sprang in die Hereingabe rein und spitzelte den Ball zur Blitz-Führung über die Linie (2.).

Die Lüner waren kurz geschockt. Drei Minuten später köpfte Berlinski eine Flanke von der anderen Seite, von Ewald Platt, knapp neben das Tor von Marvin Raab, der eine starke Partie zeigte. Talha Temur scheiterte auf der Gegenseite in aussichtsreicher Position an RSV-Torwart Nils Langwald (13.), der nach dem Schuss in den Unterleib behandelt werden musste.

LSV kann starke Phase nicht nutzen

Bei der Direktabnahme von Mirza Basic, nach Flanke von Temur, hatten die Lüner schon den Torjubel auf den Lippen, doch wieder parierte Langwald. Der LSV hatte danach Oberwasser, kam aber bis zur Pause nicht mehr zu zwingenden Abschlüssen. Diese hatte der Gastgeber kurz vor dem Pausenpfiff. Wieder ging es für den Gastgeber über die Außenbahn. Platt flankte zu Berlinski, dessen Kopfball strich knapp am Pfosten vorbei (42.). Auch Demir hatte kein Zielwasser, setzte den Ball aus 16 Metern knapp daneben (44.).

Nach dem Seitenwechsel übernahm der LSV die Initiative, Meinerzhagen presste früh, schaffte aber selten Ballgewinne. Ein Raunen ging durchs Stadion (350 Zuschauer), als Berlinski vom Strafraum draufknallte und den Ball an die Unterkante der Latte setzte (54.). Glück hatte der LSV, als ein Schuss von Berlinski erst von Adjany Ibeme, dann von Gianluca Reis abgefälscht wurde und knapp am Pfosten vorbeirauschte.

„1:0 war tödlich“

Beim Kopfball von Tim Treute klärte Daniel Mikuljanac später auf der Linie (61.). Der LSV brauchte lange, um vors Tor des RSV zu gelangen. Mikuljanac probierte es aus der Distanz, verzog aber aus 20 Metern knapp (70.). LSV-Keeper Marvin Raab, der den Strafraum bei Standards beherrschte, zeichnete sich danach nochmals gegen Berlinski im Eins-gegen-eins aus (73.). Kurz vor Schluss fiel die Entscheidung. Der schon in der ersten Hälfte eingewechselte Fisik Zejnullahu bugsierte den Ball nach einer Ecke von Tim Treude zum 2:0 Endstand über die Linie (90.).

„Das 1:0 war tödlich. In Halbzeit eins waren wir besser, hatten zwei tausendprozentige Chancen. Wir haben alles gegeben bis zum Schluss, waren allerdings zu hektisch, haben keine Mittel gefunden gegen die früh pressenden RSVer. Trotzdem haben wir hier einen guten Fight geliefert, haben bis zum Schluss alles probiert und gegeben“, so Mario Plechaty.

RSV Meinerzhagen: Langwald – Wurm, Kunkel (39. Zejnullahu), Kandziora, Berlinski, Demir, Treude, Platt (69. Bengsch), Gräßer (78. Özdemir), Jakobs, Bauman

Lüner SV: Raab – Reis, Malcherek (86. Karsli), Acar, Ramsey, Temur, Mikuljanac, Ibeme, N. Plechaty (62. Siljeg), Basic (83. Lahr), Bozlar

Tore: 1:0 Berlinski (2.), 2:0 Zejnullahu (90.)

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