Lüner SV verliert erneut - darf aber aus einem bestimmten Grund hoffen

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Der Lüner SV bleibt im Tabellenkeller. Mit 1:2 verloren die Schwansbeller am Sonntag bei der Spielvereinigung Erkenschwick. Die Leistung im zweiten Durchgang macht aber Mut.

Lünen

, 20.10.2019, 20:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Lüner SV hat am Sonntag bei der Spielvereinigung Erkenschwick die fünfte Saisonniederlage kassiert. Mit 1:2 hatte die Mannschaft in Erkenschwick das Nachsehen, wartet nun schon seit sieben Spielen auf einen Sieg. Die Lage in der Tabelle bleibt aber unverändert.

Westfalenliga 2

Spvg. Erkenschwick – Lüner SV 2:1 (1:0)

Die Zuschauer bekamen am Sonntag auf dem Kunstrasenplatz neben dem Erkenschwicker Stimbergstadion zwei völlig verschiedene Halbzeiten präsentiert. Mit der Leistung im zweiten Durchgang hätte sich der LSV durchaus etwas Zählbares verdient, aber zunächst zur ersten Halbzeit.

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Die Lüner, die am Sonntag auf insgesamt 14 Spieler verzichten mussten, reisten arg ersatzgeschwächt nach Erkenschwick. Dementsprechend verunsichert startete der LSV auch in das Spiel. Die Anfangsphase ging somit auch klar an Erkenschwick. Mit ihrer ersten richtig guten Chance erzielten die Hausherren den Führungstreffer. Nach neun Minuten bediente Samir Bouachria vom linken Flügel Erkenschwicks schnellen Offensivmann Skandar Soltane, der die Spielvereinigung früh in Front brachte. Auch ansonsten blieb Erkenschwick die gefährlichere Mannschaft.

LSV wirkte gehemmt

Von den Lünern kam hingegen bis auf einen gefährlichen Freistoß von Johannes Zottl (25.), den Keeper Philipp Amft gut parierte, zu wenig. Die LSV-Kicker wirkten im ersten Durchgang gehemmt, spielten zu viele Fehlpässe und trafen auch zu häufig die falsche Entscheidung bei Anspielen. „Wir bekommen relativ früh das 0:1. Das spielt Erkenschwick in die Karten. Mir haben der Wille und das Zerreißen im ersten Durchgang gefehlt. Deswegen bin ich in der Kabine auch extrem laut geworden“, sagte LSV-Coach Christian Hampel nach dem Spiel.

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Die Ansprache schien aber Wirkung gezeigt zu haben. Mit einem anderen Gesicht gingen die Schwansbeller den zweiten Durchgang an. Zwar hatte Erkenschwick zunächst zwei riesige Chancen, das Spiel zu entscheiden – Lukas Große-Puppendahl (48.) traf die Latte und LSV-Keeper Daniel Dreesen rettete doppelt in höchster Not (57.) – ab der 60. Minute übernahm der LSV aber mehr und mehr das Kommando. Marcel Ramsey (62.) und Matthias Drees (66. / 72.) hatten aber Pech mit ihren Abschlüssen.

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Erkenschwick verwertet seinen Konter

Wenig später verwertete Umut Berke dann aber einen mustergültigen Konter zum 2:0. Die Entscheidung? Noch nicht. Durch einen verwandelten Foulelfmeter von Johannes Zottl verkürzte der LSV noch einmal (83.) – schaffte aber schließlich trotz enormen Drucks nicht mehr den Ausgleich. „Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir einen Punkt verdient gehabt“, so Hampel nach dem Spiel weiter.

Lüner SV: Dreesen – Reis, Rudolf, Drees, Ramsey, Ernst, Zottl, Lahr, Bozlar (46. Sonna), Mikuljanac (88. Halim), Memic

Tore: 1:0 Soltane (9.), 2:0 Berke (79.), 2:1 Zottl (81.) Foulelfmeter

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