Lüner SV verschläft bei starkem Wind den Start gegen Neheim

Fußball: Westfalenliga

Nach verschlafener Anfangsphase hat sich Fußball-Westfalenligist Lüner SV am Sonntag beim SC Neheim eine 2:4-Niederlage gefangen. Damit rutscht der LSV auf Rang neun.

Lünen

, 10.03.2019, 20:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lüner SV verschläft bei starkem Wind den Start gegen Neheim

Lünens Talha Temur (r.) agierte nach dem Seitenwechsel weiter vorne. Fabian Pfennigstorf verfolgt den Schuss. © Bernd Warnecke


Westfalenliga 2
SC Neheim – Lüner SV 4:2 (2:1)

Gleich nach vier Minuten traf Neheims bulliger Stürmer Gianluca Greco nach Flanke von Riad Xhaka ins LSV-Tor. Adjany Ibeme und Viktor Siljeg waren sich uneins, wer Greco stören sollte. Zehn Minuten später der zweite Streich der Gäste, die mit dem böigen Seitenwind zunächst besser zurechtkamen. Johannes Thiemann schnappte sich das Leder an der linken Außenlinie, drang ungestört in den Strafraum ein und schoss zum 2:0 (14.) für die Sauerländer ein. LSV-Coach Mario Plechaty schickte Stürmer Fabian Pfennigstorf sofort zum Warmmachen.

Jetzt wachten die Lüner auf und kamen besser in die Partie. Gleich der erste Angriff brachte den Anschlusstreffer. Nach Vorarbeit von Ömer Karsli auf der rechten Seite schob Marcel Ramsey den Ball zum 1:2 (21.) ins Gehäuse. Der LSV bestimmte jetzt das Spiel, ohne jedoch weitere zwingende Chancen herauszuspielen.

Erst nach dem Wechsel häuften sich die Szenen. Mario Plechaty stellte um, brachte Noel Lahr für Lars Rustige und beorderte Talha Temur von hinten rechts nach vorne rechts. Ein Distanzschuss von Ramsey (53.) strich zunächst drüber. Glück hatte der LSV, dass ein Tor von Mahmut Yavuzaslan wegen Abseits nicht gegeben wurde (55.). Einen Freistoß von Kapitän Matthias Drees setzte Ramsey kurz danach drüber.

In der nächsten Szene klingelte es aber. Ramsey spielte steil auf Pfennigstorf, der mit dem Kopf in die Mitte servierte. Oliver Busch sprang dazwischen und köpfte den Ball unglücklich ins eigene Netz – 2:2 (72.). Als Busch Siljeg an der Schulter zupfte und zu Fall brachte, verweigerte der Schiedsrichter den Strafstoß (76.). Davut Denizci traf nach einem Alleingang nur den Innenpfosten (77.). Neheim befreite sich aus der Umklammerung und setzte zur Entscheidung an.

Bei einem Konter in Überzahl schob Yavuzaslan aus halbrechter Position zum 3:2 ein (80.). Im Gegenzug wollte Yasin Acar frei stehend Neheim Keeper Leon Zilonka tunneln, scheiterte aber mit seinem Versuch (81.). In der Nachspielzeit fiel dann die endgültige Entscheidung. Anstatt den Ball nach vorne zu dreschen, vertändelten die Lüner hinten den Ball. Riad Xhaka spielte Siljeg und Ibeme aus und traf zum 4:2-Endstand.

„Ein verdienter Sieg für uns. Wir kommen raus wie die Feuerwehr. Kompliment an meine Mannschaft, die in der Drangphase des LSV zurückgekommen ist“, so Neheims Coach Alexander Bruchhage. „Am Anfang waren wir nicht wach. Wir haben zurück ins Spiel gefunden und hätten ein Remis verdient gehabt“, so LSV-Coach Mario Plechaty.


SC Neheim:
Zielonka – Wulf, Meyer, Thiemann (75. Yavuz), Yavuzaslan (85. J. Michler), Greco (89. M. Michler), Xhaha, Busch, Nettesheim, Albayrak, Yilmaz

Lüner SV: Raab – Denizci, Siljeg, Drees, Acar (85. Bozlar), Ramsey, Ibeme, Karsli (57. Pfennigstorf), Memic, Temur, Rustige (46. Lahr)

Tore: 1:0 Greco (4.), 2:0 Thiemann (14.), 2:1 Ramsey (21.), 2:2 Eigentor Busch (72.), 3:2 Yavuzaslan (80.), 4:2 Xhaka (90.+1)

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