Lüner Verein will Kinder und Jugendliche wieder auf den Platz bringen

Sport-Lockdown

Es ist ein heiß diskutiertes Thema: Sollte man Kinder und Jugendliche wieder trainieren lassen? Der DFB und die Landesverbände haben sich dafür ausgesprochen. Ein Lüner Verein zieht jetzt nach.

Wethmar

, 06.11.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der TuS Westfalia Wethmar hat eine klare Meinung zum Trainingsbetrieb für Kinder und Jugendliche.

Der TuS Westfalia Wethmar hat eine klare Meinung zum Trainingsbetrieb für Kinder und Jugendliche. © Jura Weitzel

Aktuell ist es langweilig für viele Kinder und Jugendliche in der Region. Zwar sind Schulen und Kindergärten trotz des zweiten Lockdowns weiterhin geöffnet. Allerdings fallen viele Freizeitaktivitäten wie beispielsweise der Sport nun einfach weg.

Das soll sich nun ändern, hoffen der DFB und die Landesverbände. Sie haben sich dafür ausgesprochen, den Trainingsbetrieb wieder zuzulassen. Der an die Politik gerichtete Appell bezieht sich in erster Linie auf die Möglichkeit des organisierten Sporttreibens für Kinder und Jugendliche unter freiem Himmel und schließt dabei ausdrücklich nicht nur den Fußball ein.

Westfalia Wethmar würde Kinder und Jugendliche gerne wieder trainieren lassen

Mit dem TuS Westfalia Wethmar begrüßt auch der erste Lüner Verein die Initiative. „Wir sehen dies als sehr positiv an“, sagt der Vorsitzende und Hygiene-Beauftragte Stephan Polplatz. „Aufgrund unseres Hygienekonzepts, der Einsichtigkeit, Rücksichtnahme und der Disziplin unserer Trainer, Kicker und auch Besucher ist bei uns noch kein aktiver Corona-Fall aufgetreten.“

Auch habe das Gesundheitsamt seit Beginn der Pandemie noch keinerlei Anwesenheitslisten angefordert, sodass der Verein bis hierher coronafrei sei. „Daher wäre es für unsere Kinder und Jugendlichen schön, wenn ein aktiver Sportbetrieb wieder ermöglicht wird“, resümiert Polplatz.

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Währenddessen sieht die Präsidentenkonferenz als vorbildliche Beispiele die aktuellen Lösungen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. So hatte das Landeskabinett in Mecklenburg-Vorpommern entschieden, das von der Bund-Länder-Konferenz ausgesprochene Pauschalverbot von Freizeit- und Amateursport, welches lediglich den Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand vorsieht, nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren im Vereinssport anzuwenden, sondern dort weiter Trainingsbetrieb zu erlauben. In Berlin gilt die Sonderregelung, dass Vereinssport für Kinder bis zwölf Jahren unter Auflagen gestattet ist.

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