Marcel Mai ärgert sich über fehlende Parkplätze - „Von der Stadt Lünen kam nichts mehr“

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Die Handballer des Lüner SV müssen seit einigen Tagen kostenpflichtig parken, um ihren Sport ausüben zu können - oder mehrere hundert Meter weit laufen. Der Verein hat dafür kein Verständnis.

Lünen

, 15.10.2019, 12:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Handballer des Lüner SV sind sauer. Gewöhnlich parkten die Handballer ihre Autos direkt an der heimischen Rundsporthalle am Stadtpark (Kurt-Schumacher-Straße). Seit Freitag ist das nicht mehr möglich. Um etwa 22.15 Uhr hat die Stadt die Zufahrt über die Vorplätze des Hilpert-Theaters und des Ringhotels in Richtung Rundsporthalle durch eine Schranke geschlossen.

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Diese Flächen seien nicht für den Autoverkehr vorgesehen und würden nur ein geringes Verkehrsaufkommen aushalten, heißt es von der Stadt auf Anfrage. Wichtiger sei allerdings, dass das Parken vor dem Sportlereingang der Rundsporthalle Rettungswege blockiere. „Das Parken auf diesen Flächen ist verkehrswidrig, gefährdet die Sicherheit der Nutzer*innen der Rundsporthalle und kann auf keinen Fall durch die Stadt genehmigt oder geduldet werden“, so die Stadt. Das habe auch die Feuerwehr bei einem Gespräch am 9. Oktober noch einmal bestätigt.

Was den Lüner SV verärgert, sind die Alternativen, die die Stadt dem Verein anbietet. Vor gut einem Jahr sei das Thema der Schranken-Schließung aufgekommen, berichtet der Sportliche Leiter der Lüner, Marcel Mai. Von der Stadt hätte der LSV die Zusage erhalten, dass Lösungen gefunden werden. Seitdem hätten verschiedene Lösungen im Raum gestanden „die nicht umsetzbar waren“, so Mai. „Das alles wurde über den Haufen geworfen. Von der Stadt kam nichts mehr.“

Marcel Mai ärgert sich über fehlende Parkplätze - „Von der Stadt Lünen kam nichts mehr“

Um zur Rundsporthalle zu gelangen, müssen Spieler, Trainer und Gäste des Lüner SV ungewöhnlich lange oder teure Wege auf sich nehmen. © Hirsch

Die am nächsten zur Rundsporthalle gelegene Parkfläche ist der Theaterparkplatz. Der ist allerdings montags bis samstags kostenpflichtig. So müssten etwa Spieler, Eltern und Trainer, die vor 19 Uhr Training haben und dort parken, Parkgebühren zahlen. „Die sollen dann auch kostenpflichtig parken, wo an jeder normalen Sporthalle dieser Welt die Parkplätze zur Verfügung stehen? Das ist eine Situation, die wir so nicht stehen lassen können“, sagt Mai.

Außerdem finden dort Veranstaltungen wie das Brunnenfest oder die Lünsche Mess statt. Dann ist der Parkplatz blockiert - auch für Aktive und Zuschauer von Gastmannschaften am Spieltag. Und wenn man keine Parkplätze hat, müssen man alle Spiele an den entsprechenden Tagen verlegen - kostenpflichtig für den LSV natürlich „Das kann ja nicht Sinn und Zweck sein“, sagt Mai.

Marcel Mai: „Ich finde, dass am falschen Ende Geld eingenommen wird“

Die Möglichkeit einer Kostenübernahme durch die Stadt besteht laut Mai nicht. „Keine Chance“, sagt er. „Geld ist natürlich wichtig. Aber ich finde, dass da am falschen Ende Geld eingenommen wird.“

Als weitere Alternative nennt die Stadt den Lindenplatz. Der ist allerdings rund zehn Minuten Fußweg von der Halle entfernt - und sei damit zu weit weg von der Halle für Trainer, die Materialien transportieren müssen. An fast jeder anderen Sporthalle der Region stehen Parkplätze direkt an der Halle zur Verfügung.

„Das ganze Konzept ist nicht durchdacht“, sagt Marcel Mai

Mai, der beim LSV die Verbandsliga-Frauen und in der Jugend Mannschaften trainiert, weist zudem darauf hin, dass auch bei anderen Veranstaltungen Rettungsflächen rund um die Halle blockiert werden würden. Bei der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft gäbe es ja auch Aufbauten rund um die Halle.

„Das sind ja alles Veranstaltungen, die können im Prinzip nicht stattfinden. Du darfst um die Halle nichts aufbauen, die Rettungswege müssen frei sein. Das ganze Konzept ist nicht wirklich durchdacht“, sagt Mai.

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