Mario Plechaty verliert sein letztes Heimspiel mit dem Lüner SV

Fußball: Westfalenliga 2

Sechs Jahre stand Mario Plechaty beim Lüner SV an der Seitenlinie, feierte Aufstiege und andere große Erfolge. Sein letztes Heimspiel gegen den FC Lennestadt ging allerdings verloren.

Lünen

, 19.05.2019, 21:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Yasin Acar (weißes Trikot) verhinderten die Niederlage gegen Lennestadt nicht.

Yasin Acar (weißes Trikot) verhinderten die Niederlage gegen Lennestadt nicht. © Günther Goldstein

Lüner SV – FC Lennestadt 0:2 (0:1)

Ein letztes Mal stand Mario Plechaty am Sonntag beim Lüner SV im Fokus. Kurz vor dem Anpfiff verabschiedete der LSV-Vorsitzende Imdat Acar den langjährigen Erfolgscoach. Nach sechs Jahren sagt Plechaty seiner Heimspielstätte – der Kampfbahn Schwansbell – nun also Adé. Ein Erfolg zum Abschluss war ihm allerdings nicht vergönnt. Mit 0:2 verloren die Rot-Weißen gegen den FC Lennestadt, für den es noch um den Klassenerhalt in der Westfalenliga geht. Verärgert war Plechaty trotz der Niederlage allerdings nicht.

Nach dem Abpfiff versammelte er hingegen seine Spieler noch einmal um sich herum, bedankte sich mit einer langen Ansprache für die erfolgreiche Zusammenarbeit. „Ich bin schon gerührt. Ich hatte hier beim LSV sechs schöne Jahre. Wir haben viel erreicht. Die Rückrunde war richtig gut. Heute hat man gemerkt, dass die Luft raus war, zudem haben uns mit Matthias Drees und Marcel Ramsey zwei wichtige Spieler gefehlt“, so Plechaty.

Vor dem Anpfiff verabschiedete der LSV-Vorsitzende Imdat Acar seinen langjährigen Trainer Mario Plechaty.

Vor dem Anpfiff verabschiedete der LSV-Vorsitzende Imdat Acar seinen langjährigen Trainer Mario Plechaty. © Patrick Schröer

Das Spiel begann denkbar ungünstig für die Schwansbeller. Nach gerade einmal drei Minuten geriet der Gastgeber gegen den Abstiegskandidaten schon ins Hintertreffen. Nachdem Viktor Siljeg gepatzt hatte, war es Lennestadts Florian Friedrichs, der zur frühen Führung der Gäste traf. „Das 0:1 war natürlich tödlich für uns und darf so auch gar nicht erst fallen“, sagte Plechaty nach dem Spiel.

Auch danach tat sich der LSV, der es überwiegend mit spielerischen Mitteln probierte, schwer gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste. Große Chancen hatten die Lüner die gesamte Spielzeit über kaum. Lediglich Talha Temur scheiterte nach 27 Minuten am FCL-Torwart Kevin Schulte, der stark parierte.

Ansonsten leistete sich der LSV insgesamt zu viele Abspielfehler. Das lag mit Sicherheit auch an der spürbar abgenommenen Konzentration der Lüner.

Auch im zweiten Durchgang wurde das Spiel kaum besser. Lennestadt hatte die besseren Chancen in der Partie und machte in der 73. Minute mit einem Treffer durch Steffen Hebbeker alles klar für die Gäste. Durch diesen Erfolg machen die Gäste einen wichtigen Schritt nach vorne in der Tabelle. Lennestadt springt auf den 13. Rang – den ersten Nichtabstiegsplatz und liegt einen Zähler vor dem Relegationsrang (SV Horst-Emscher) und dem ersten Abstiegsplatz (BSV Schüren).

Lüner SV: Fischer – Reis, Malcherek, Siljeg (75. Büyükdere), Plechaty (55. Basic), Acar, Lahr, Temur, Mikuljanac, Ibeme, Bozlar

FC Lennestadt: Schulte – Gouranis, Schmidt, Bivolaku, Holterhoff, Hochstein, Thöne, C. Hebbeker, Friedrichs, Völmicke, S. Hebbeker

Tore:0:1 Friedrichs (3.), 0:2 S. Hebbeker (73.)

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