Motivator Björn Kadlubowski kämpft mit seinen Stimmbändern und trifft wie Axel Witsel

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Er war Lautsprecher, Motivator, Kapitän und Traumtorschütze: Björn Kadlubowski war am Sonntag das Gesicht des Alstedder Derbyerfolgs gegen den VfB Lünen. Wir haben ihn im Video interviewt.

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, 07.10.2019, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor dem Spiel hatte man beinahe den Eindruck, als würden dem Alstedder Kapitän Björn Kadlubowski jeden Moment die Stimmbänder reißen. Kurz vor dem Spielanpfiff peitschte der Rechtsverteidiger der Blau-Weißen seine Mitspieler mit einer feurigen Ansprache im Kreis an, pushte vor dem wichtigen Derby gegen den VfB Lünen noch einmal jeden seiner Teamkameraden - ein Gänsehautmoment, der sich auf das ganze Spiel auswirkte.

Unmittelbar nach dem Anpfiff ließen die elf Alstedder auf dem Platz dann Taten folgen, spielten in der ersten Halbzeit die Lünen-Süder phasenweise an die Wand. Auch Björn Kadlubowski, der dieses Mal als Kapitän auf dem Feld stand, hielt sich an seine eigenen Worte und lieferte auf der Position des Rechten Verteidigers ein überzeugendes Spiel ab.

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Seinen Sahne-Moment des Tages vollbrachte Kadlubowski allerdings nicht in der Defensivarbeit, sondern kurz vor der Halbzeit im Strafraum der Lünen-Süder. Mario Lindner, ebenfalls einer der besten Alstedder Spieler am Sonntag, legte sich den Ball bei einem Freistoß kurz vor dem Strafraum zurecht. Am langen Pfosten lauerte Kadlubowski. „Ich habe Mario gezeigt, dass ich am langen Pfosten stehe, da habe ich zuletzt auch schon zwei Tore gemacht. Er hat mich gesehen, anvisiert und den Ball lang auf mich gebracht“, beschrieb Kadlubowski die Situation, der mit dem langen Zuspiel dann richtig etwas anzufangen wusste.

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Kadlubowski nahm den Ball direkt, per Volley und knallte die Kugel in die Maschen - ein Traumtor. „Ich habe es so wie Axel Witsel gemacht, den Ball einfach volley genommen und hart mit dem Spann reingeknallt. Das ist mir mit Bravour geglückt“, so Kadlubowski. Axel Witsel, Bundesliga-Profi bei Borussia Dortmund, gelang am Wochenende gegen den SC Freiburg ein ähnliches Volley-Tor.

Nach 90 Minuten stand übrigens ein 3:1-Erfolg Alstedde und Kadlubowski auf der Habenseite. Auch nach dem Schlusspfiff richtete sich der Verteidiger und Motivator noch einmal an seine Mannschaft, lobte und feierte im hüpfenden Kreis den Derbysieg.

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„Gegen den VfB Lünen war es die letzten Jahre immer schwierig. Wir hatten immer Probleme gegen die. Jetzt haben wir endlich mal die drei Punkte in Alstedde behalten und haben auch ein Zeichen gesetzt“, so Kadlubowski abschließend.

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