Nach schwerer Kopfverletzung: Johannes Zottl absolviert sein erstes Spiel für den Lüner SV

rnJohannes Zottl

Johannes Zottl ist wieder da: Der Fußballer, der im Sommer vom FC Iserlohn zum Lüner SV gewechselt ist, hat am Sonntag erstmals seit seiner schweren Verletzung wieder gekickt - mit Erfolg.

Lünen

, 07.07.2019 / Lesedauer: 3 min

„Ich habe doch gesagt, dass ich wieder zurückkomme“, rief Johannes Zottl uns nach Abpfiff zu. Ende April, als der Neuzugang des Lüner SV mit einer schweren Kopfverletzung im Krankenhaus lag und uns ein Interview gab, kündigte er sein Comeback schon an. Ohne Fußball geht es beim 25-Jährigen wohl nicht. Am Sonntag - rund zweieinhalb Monate später - war es dann schließlich soweit.

Zottl spielt über die vollen 90 Minuten

Das erste Testspiel des Westfalenligisten Lüner SV gegen den Landesligisten FC Borussia Dröschede bestritt Zottl dabei sogar über die vollen 90 Minuten - zunächst als Außenstürmer, später im Zentrum. Überrascht ob seines frühen Comebacks war Zottl trotz seiner damaligen schweren Verletzung (unter anderem Schädelbasisbruch, Anm. d. Red.) nicht. „Ich denke, dass ich auch viel Glück gehabt habe. Da waren sicherlich auch Wille und Ehrgeiz von mir dabei“, sagte der Offensivspieler. „Die Luft ist auf jeden Fall noch da, ich kann noch reden und gut atmen“, so Zottl weiter, der beim 2:1-Erfolg der Lüner gegen Dröschede gute Chancen hatte. Mit einem eigenen Treffer hat es aber nicht geklappt. „Das war aber auch erst das erste Spiel, bis zur Saison wird es schon klappen“, sagte Zottl grinsend.

Nach schwerer Kopfverletzung: Johannes Zottl absolviert sein erstes Spiel für den Lüner SV

War sofort ein belebendes Element im LSV-Spiel: Offensivmann Johannes Zottl (r.). © Patrick Schröer

Auch Zottls neuer Trainer Marc Woller zeigte sich mit dem Auftritt seines Offensivmannes, der im Sommer vom FC Iserlohn gekommen ist, zufrieden. „Er ist fit, hat in der Sommerpause mit den BVB-Profis Julian Weigl und Roman Bürki viel gearbeitet. Heute war es wichtig, dass er gut reinkommt, damit er die Angst verliert“, so Woller über Zottl, der im April mit dem Kopf gegen eine Betonwand im Iserlohner Stadion am Hemberg geknallt war.

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Die Tore beim 2:1-Erfolg über den Landesligisten erzielten übrigens andere. Nach dem Rückstand in der ersten Halbzeit waren es im zweiten Durchgang Sascha Ernst (75.) und Ali Bozlar (88.), die das Spiel noch drehten. Trotz des Erfolgs war Woller nicht gänzlich zufrieden. „Man hat gemerkt, dass uns die Frische fehlte und dass die Jungs schwere Beine haben. Wenn alle fit sind, dann kann man vorne aber schon ein Feuerwerk erwarten“, so Woller weiter, der am Donnerstag bereits das nächste Testspiel seines Klubs sehen wird. Die Lüner sind dann beim Landesligisten SV Hilbeck, 19.30 Uhr (Siepenstraße 1, Werl) zu Gast.

Eingesetzte Spieler Lüner SV: Josch/Dreesen - Reis, Herder, Göke, Drees, Ernst, Pfennigstorf, Ayaz, Yildiz, Sonna, Rosenkranz, Bozlar, Karsli, Ramsey, Zottl

Tore: 0:1 (35.), 1:1 Ernst (75.), 2:1 Bozlar (88.)

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