Nach Trennung vom Lüner SV: So geht es weiter für Ex-Handball-Trainer Christian Neve

rnLüner SV

Für Christian Neve ist die Entlassung als Coach der Lüner Handball-Herren überraschend gewesen. Diese Ziele hat der Coach nach seinem Abgang als Trainer.

Lünen

, 27.11.2019, 11:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Nach dem Spiel beim ASV Hamm habe ich ein Gespräch beim Vorstand eingefordert“, sagt Christian Neve, Ex-Trainer beim Handball-Kreisligisten Lüner SV. Beim ASV Hamm-Wf 4 ging der Tabellenzwölfte vor knapp drei Wochen mit 16:34 unter. „Meine Intention wäre gewesen, dass der Vorstand bei einer Mannschaftssitzung der Mannschaft gegenüber auf den Tisch haut und im Anschluss die Mannschaft mir gegenüber eine Reaktion zeigen kann.“ Doch Neves gute Intention ging nach hinten los. Er forderte ein Handeln seitens des Vorstands ein, doch das sei laut Neve im Hintergrund längst passiert. „Bei dem angeforderten Gespräch wurde mir aber direkt berichtet, dass ein Nachfolger schon bereitsteht“, sagt Neve. „Ohne meinen Gesprächsbedarf zu erörtern.“

„Er hat die Mannschaft nicht mehr erreicht“

Der Vereinsvorsitzende Sven Weber hatte in einem Interview mit unserer Redaktion gesagt, dass Neve „die Mannschaft einfach nicht mehr erreicht, das sagt er selbst“. Trotz der überraschenden Entlassung aus Neves Sicht, scheinen die Parteien immerhin an dieser Stelle konform zu gehen.

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Neve: „In den letzten Spielen hatte ich nicht das Gefühl, dass ich die Mannschaft erreicht habe.“ Daher habe er dem Vorhaben nicht im Weg stehen wollen und „die Entscheidung akzeptiert“. Was bei Neve aber aufgestoßen ist, ist der vom Vorstand bereits vor seiner Enthebung vorbereitete Ersatz für ihn: Co-Trainer Falk Seeger. „... wenn auch ich es sehr unglücklich finde, bevor Bedarf besteht, schon einen neuen Trainer auf den Stuhl zu setzen“, sagt Neve. Trotzdem wünsche er „Bollo“ und der Mannschaft eine positive Entwicklung in den kommenden Spieltagen.

Kraft sammeln in der Lüner Reserve

Um ein wenig Abstand von der Entlassung zu gewinnen und für eventuelle neue Aufgaben in der Zukunft die nötige Motivation zu sammeln, werde Neve „ausgiebig die Vorweihnachtszeit genießen und mich bei der zweiten Mannschaft ein wenig in Bewegung bringen“. Einen neuen Job als Trainer kann und will der entlassene Mannschaftschef nicht ausschließen: „Nachdem man ein wenig Abstand gewonnen hat, wird die Motivation aber auch wieder wachsen, um eine neue Herausforderung anzugehen und wieder als Trainer auf der Bank zu sitzen“, sagt Neve. Bis dahin wird er als Spieler in der Kreisklasse wirbeln und den Tabellenfünften Lüner SV Handball II in seinem positiven Trend unterstützen.

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