Nadim Karsifi über neue Aufgabe: „Ich brauchte drei, vier Spiele, um mich heranzutasten“

rnVfL Brambauer

Nadim Karsifi ist der Ex-Coach des VfL Brambauer. Mittlerweile ist der 30-Jährige bei der PSV Recklinghausen aktiv und spricht im Interview über seine ersten Eindrücke.

Brambauer

, 21.11.2019, 19:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nadim Karsifi (30) coacht seit der laufenden Spielzeit den Handball-Verbandsligisten PSV Recklinghausen. Der Brambaueraner, der bis Sommer noch den VfL Brambauer gecoacht hat, spricht im Interview über seinen neuen Klub, Anlaufschwierigkeiten und Aufgaben beim VfL.

Herr Karsifi, seit Saisonbeginn trainieren Sie den Verbandsligisten PSV Recklinghausen. Wie gut riecht die Verbandsliga-Luft schon?

Es ist natürlich noch einmal etwas anderes, als in der Landesliga. Man merkt den spielerischen und den körperlichen Unterschied. Man hat in dieser Liga Spieler, die sehr viel Erfahrung haben und es meiner jungen Truppe manchmal gut vormachen. Das ist schon eine ganz andere Luft. Ich habe aber sehr viel Spaß und erlebe sehr viele neue Sachen.

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Inwieweit hat sich Ihr Coaching denn verändert. Sind Sie nun noch akribischer am Werk?

Meine Mannschaft aber auch die Gegner haben eine ganz andere Spielveranlagung. Ich muss mich viel mehr in die Gegner hineinarbeiten. Auch wenn ich mich dem Gegner nicht anpasse, muss ich mir aber die Stärken und die Variabilität der Gegner ansehen. Das Coaching ist definitiv akribischer. Wir hätten aber schon mehr Spiele gewinnen können. Ich brauchte aber auch drei, vier Spiele, um mich in der Liga heranzutasten.

Der Saisonstart lief für Ihre Mannschaft eher durchwachsen. Mittlerweile hat sich das Team gefangen und steht im Mittelfeld auf Rang neun. Woran lag es am Anfang?

Wir haben immer nur eine Halbzeit lang gut gespielt. Wir schaffen es nicht, konstant 50 bis 55 Minuten all das umzusetzen, was wir wirklich können. Das liegt auch daran, dass die Mannschaft noch sehr jung ist und wir uns alle noch finden müssen. Wenn wir nach dem zehnten Spieltag aber Konstanz bei uns hereinarbeiten, dann sieht es ganz gut aus.

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Wie intensiv verfolgen Sie noch die Spiele des VfL Brambauer?

Durchaus schon häufig. Ich verfolge die Situation und weiß, wie der Stand der Dinge ist. Spiele gucke ich mir aber nicht an. Dafür habe ich einfach keine Zeit.

Und wie beurteilen Sie die aktuelle Lage?

Die Mannschaft hat ein paar verletzungsbedingte Probleme. Trotz der Situation finde ich aber, dass die Mannschaft vieler besser dastehen kann und auch wird. Der VfL gehört für mich in das obere Drittel der Liga.

Haben Sie beim VfL im Verein eigentlich noch die Funktion als Jugendtrainer?

Nein, leider schaffe ich das aus beruflichen Gründen gar nicht mehr. Ich bin aber im Background aktiv. Natürlich ist es sehr schade, aber es ist nicht ausgeschlossen, dort nochmal etwas zu machen.

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