Nur der Lüner SV kann punkten

Handball

Während die Landesliga-Sieben des Lüner SV das Spitzenspiel bei der Ahlener SG gewann, konnten die Herren im Abstiegskampf Moral beweisen. Den anderen heimischen Handball-Teams erging es am Wochenende weniger gut. Besonders knapp wurde es in Oberaden.

LÜNEN/BRAMBAUER

, 28.01.2018, 21:17 Uhr / Lesedauer: 6 min
Nombana Ravelonjaka erzielte sieben Treffer für den VfL Brambauer.

Nombana Ravelonjaka erzielte sieben Treffer für den VfL Brambauer. © Goldstein

Die Handballerinnen des Lüner SV haben das Spitzenspiel der Landesliga gewonnen. Bei der Ahlener SG siegten sie mit 30:28.

Frauen, Landesliga 3

Ahlener SG – Lüner SV 28:30 (15:16)

Topspiel in Ahlen: Der Tabellenzweite aus Lünen traf auf den Dritten Ahlen. ,,Das hat man auch gemerkt“, sagte Lünens Trainer Marcel Mai. Beide Mannschaften lieferten sich ein intensives und temporeiches Duell.

Lünen fand nach dem ersten Abtasten den besseren Zugang und ging mit 12:8 in Führung. Ahlen nahm ein Team-Time-Out, das Wirkung zeigen sollte. Mit einem 6:0-Lauf konterte man den starken Lüner Auftritt. ,,Da haben wir das Konzept verloren“, so Mai. Nach einer Auszeit seinerseits lief es aber wieder besser, Lünen eroberte bis zur Pause die Führung zurück.

Ab der 35. Minute führte der LSV zumeist mit zwei oder drei Treffern Vorsprung, ohne sich absetzen zu können. In der Endphase stand Ahlen immer wieder vor dem Ausgleich, scheiterte zunächst aber stets an der starken Lüner Deckung. Als der Ausgleich zum 28:28 dann doch noch gelang, konterte Hanna Püschel umgehend zur nächsten LSV-Führung. Ahlen hatte mit dem letzten Angriff noch die Chance zum Remis, verlor den Ball aber. Hannah Rempe traf per Gegenstoß zur Entscheidung. ,,Das war eine tolle Mannschaftsleistung, vor allem in der Deckung“, sagte Mai.

LSV: Preuss - Lieneke (3), Hülsewede (6/5), Köppen (1), Püschel (2), C. Schmidt (1), Krause (2), Marre, A. Schmidt (2), Rempe (5), Dressler (6), Rohwedel, Geisler (2)

Die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV haben am Samstag einen Sieg im Abstiegskampf gelandet und haben damit den Anschluss ans Mittelfeld wiedergefunden.

Bezirksliga Hellweg

Lüner SV – TV Werne 28:25 (11:14)

„Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft“, sagte LSV-Trainer Christian Neve und legte nach: „Wir haben Moral bewiesen und alles in die Waagschale geworfen, was in einem Lokalduell nötig ist.“

Der LSV kam in der ersten Halbzeit nicht in Fahrt. „Wir mussten uns erst an die Umstände gewöhnen und dann lief es auch besser“, so Neve. Auch Anfang der zweiten Halbzeit lief es zunächst nicht berauschend. Lünen gab das Spiel aber nicht komplett aus der Hand. Die Schlussphase gehörte dann dem LSV. „Wir haben unsere Chancen genutzt und Werne scheiterte oft an unserem Keeper Alex Bühlhoff“, resümierte Neve. Am Ende war der LSV die bessere Mannschaft. Die Gäste konnten ihre Leistung nicht über 60 Minuten abrufen. „Der Sieg geht in Ordnung, da wir am Ende konsequenter waren“, so Neve.cari

LSV: Bülhoff/Hangebrock – Hadac (7), Dornseifer, Gores, Schink, Gärtner (2), Seeger (1), Stroscher (1), Mai (8), Wildemann (4), Neve, Miehle (1), Schmidt (4)


Die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer kassierten am Samstag in Coesfeld (24:26) die dritte Niederlage in Serie und stehen weiter in der unteren Tabellenregion auf Rang neun.

Frauen, Verbandsliga
Coesfeld - VfL Brambauer 26:24 (14:11)

Dabei verlief die erste Halbzeit vielversprechend. Die VfL-Frauen kamen gut ins Spiel und gingen in Führung. Dann wurde Coesfeld immer besser und glich beim 5:5 (12.) aus. Bis zum 9:9 blieb die Partie auf Augenhöhe, ehe sich der Gastgeber auf 11:9 absetzte. Kurz vor der Pause kassierte Ann-Christin Mai eine zwei Minuten Zeitstrafe, die den VfL Brambauer nach hinten warf. Coesfeld nutzte die Überzahl und erzielte zwei weitere Treffer und ging mit einem 14:11-Polster in die Kabine.

Nach der Pause verschlief Brambauer den Start. „Irgendwie haben wir irgendwas in der Kabine vergessen. Wir haben uns einfach eine Auszeit genommen“, sagte VfL-Trainer Andre Schwedler. Seine Mannschaft stand nicht mehr kompakt in der Defensive und verwarf im Angriff zu viel. Somit setzte Coesfeld sich zwischenzeitlich auf sieben Tore ab. „Wir wollten aber nicht mit einer Niederlage nach Hause fahren. Die Mannschaft hat sich dann noch einmal zusammengerissen“, sagte Schwedler. Sein Team kämpfte sich noch einmal heran und schaffte es, kurz vor Spielende, auf zwei Tore zu verkürzen. „Wir haben es aber leider nicht mehr geschafft, das Spiel zu drehen“, so Schwedler und legte nach: „Wir müssen dahin kommen, dass wir 60 Minuten lang konzentriert spielen. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Wir sind noch nicht in der Lage, zwischenzeitliche Aussetzer zu kompensieren.“ Am nächsten Spieltag wartet der SV Teutonia Riemke auf Brambauer. Dabei kommt es zum Duell zweier Tabellennachbarn. „Für uns ein sehr wichtiges Spiel“, so Schwedler mit Blick auf die Tabelle. Der VfL will nicht noch weiter abrutschen.

VfL: Wulf/Sindermann – Mai (1), L. Karau, Holz (1), Ravelonjaka (7/2), Sahage, Pötter (5/1), Duve, Leismann (2), Bauer (1), Lasshof (5), Umbescheidt (2)


Die Verbandsliga-Handballer des SuS Oberaden mussten am Sonntag die zweite Pleite in Serie hinnehmen. Gegen CVJM Rödinghausen unterlag der SuS knapp mit 32:33.

Verbandsliga 1

SuS Oberaden – CVJM Rödinghausen 32:33 (14:19)

Schon zu Anfang der Partie schlichen sich kleine Fehler in das SuS-Spiel ein, sodass die Führung beim 8:7 (14.) die Letzte bleiben sollte. Von nun an prägten leichte technische Fehler das Spiel der Oberadener. Rödinghausen wurde zu einigen Tempogegenstößen eingeladen und konnte sich so bis zur Pause auf fünf Treffer absetzen.

Zum Start der zweiten Halbzeit fing sich der SuS, Bastian Herold erzielte den Anschlusstreffer zum 19:20. Drei Tore durch Rödinghausens Alexander Deuker später war Oberaden dann wieder deutlicher im Hintertreffen. Doch der SuS kämpfte, probierte auch taktisch etwas aus. ,,Wir haben in der zweiten Halbzeit überwiegend mit dem siebten Feldspieler gespielt, was gut geklappt hat“, berichtete Trainer Alex Katsigiannis. Fabian Lauber gelang zwei Minuten vor Schluss schließlich der Ausgleich zum 31:31.

Dann stellte sich der Gastgeber jedoch ungeschickt an, agierte in einer Überzahlsituation zu hektisch. Im Gegenzug zog der Tabellensechste entscheidend auf 33:31 davon. ,,Wir haben im Deckungszentrum nicht konsequent genug gedeckt“, sagte Katsigiannis.

SuS: Klepping/Makus - Lauber (9), Hajduk (2), Noe, Herold (1), Fehring (5/2), P. Stennei (5), Roth (7), Braach, B. Stennei, Schichler, Holtmann (1), Rossfeldt (2)

Die Bezirksliga-Handballer des SuS Oberaden II trennten sich am Samstag vom Soester TV II 26:26 (12:16) remis. Dabei kam der SuS Oberaden II gut ins Spiel und setzte sich zur Pause ab. Nach der Halbzeit baute das Team weiter seine Führung aus. Soest II nahm dann eine Auszeit und kam besser ins Spiel. Der SuS II wurde immer nervöser. „Soest ist eine Spitzenmannschaft. Die letzten Minuten waren sehr eng. Kurz vor Schluss machte Soest II dann aber noch den Ausgleich“, so Trainer Björn Grüter. cari

SuS: Knop/Klepping – Stratmann, P. Schuchtmann (4), Rodefeld (4), Matthies, Wegelin (1), Mork (4), Titz (2)), H. Schuchtmann (5), Gerwien, Wagner (6), Braach, Merten

Die Landesliga-Handballer vom VfL Brambauer haben das nächste Ausrufezeichen verpasst. Beim ASC Dortmund verlor man am Sonntag am Ende deutlich.

Landesliga 3

ASC Dortmund – Brambauer 38:29 (16:14)

Brambauer war sofort in der Partie. Der ASC, Mitfavorit auf den Aufstieg, konnte sich bis zum 9:9 (19.) nicht absetzen. Auch nach dem zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand beim 9:12 blieb der VfL im Spiel, kämpfte sich wieder heran. Dabei zeigte der nun Tabellenelfte an beiden Enden des Parketts eine gute Leistung. ,,Bis dahin war alles gut“, sagte Brambauers Trainer Nadim Karsifi.

Diesen Eindruck bestätigten seine Spieler zunächst auch in der zweiten Halbzeit. Trotz Kaltstarts in Unterzahl und 15:19-Rückstandes kam man zurück. Der starke Vitus Forsmann verkürzte zum 20:21.

Doch plötzlich erlitt das Spiel des VfL einen Bruch. Der ASC hatte nun leichtes Spiel im Angriff, setzte sich entscheidend auf 27:21 ab.

Brambauer probierte es mit einer offenen Manndeckung, doch der Gastgeber nutzte dies routiniert aus, um das Ergebnis in die Höhe zu treiben. ,,Die letzten 20 Minuten waren unterirdisch“, sagte Karsifi, für den das Ergebnis zu hoch ausgefallen sei.

VfL: Welski/Greinert - Richter (3), Lüke (1), L. Langmann (1), Varhotov (1), Kurt (1), Gärtner, P. Langmann (1), Forsmann (10), Pape (2), K. Maurer, P. Maurer (5/1), Pohl (4)

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