Nur Remis: Lüner SV verspielt in Iserlohn 2:0-Führung

rnFußball: Westfalenliga 2

Mit einem 2:2-Unentschieden trennten sich die Westfalenligisten FC Iserlohn und Lüner SV. Nach dem Schlusspfiff waren allerdings beide Trainer mit dem Ergebnis nicht zufrieden.

Lünen

, 01.09.2019, 21:23 Uhr / Lesedauer: 2 min


Westfalenliga 2
FC Iserlohn – Lüner SV 2:2 (1:2)

Marc Woller, Coach beim Lüner SV, ärgerte sich nach dem Schlusspfiff über das Remis. Trotz einer 2:0-Führung und vieler guter Chancen gab es am Ende nur einen Zähler für die Mannschaft vom Schwansbeller Weg. Den Sieg schenkten die Lüner, die überragend begannen, dabei in der zweiten Halbzeit her, in der der FC Iserlohn stark aufkam – aber spulen wir zunächst einmal zum Anfang zurück.

Die Lüner, die in der Vorwoche trotz des Last-Minute-Erfolgs gegen YEG Hassel nicht zu überzeugen wussten, begannen dieses Mal enorm druckvoll. Den Schwansbellern war ihr unbedingter Wille anzusehen. Gepaart mit der individuellen Qualität, die die Lüner haben, entfachten die Lippestädter in den Anfangsminuten eine Menge an Offensivspektakel. Allen voran das Offensiv-Quartett um Mehmet Kara, Marcel Ramsey, Johannes Zottl und Rückkehrer Milan Sekulic sorgte für spielerische Glanzmomente.

Die Lüner Tore fielen dabei auch schon früh in der Partie – allerdings jeweils nach Standardsituationen. Nach einem Eckball erwischte Gianluca Reis den Ball, der die Kugel zu Marcel Ramsey weiterleitete. Der Kapitän hielt im Strafraum den Fuß hin – 1:0. Noch schöner war aber der Treffer zum 2:0, den Johannes Zottl beisteuerte.

Per Freistoß traf Zottl gegen seinen Ex-Klub zum vielfach umjubelten 2:0. Woller war an der Seitenlinie entzückt, peitschte seine Mannschaft immer wieder lautstark an, die eine weitere gute Möglichkeit durch Milan Sekulic per Kopfball liegen ließ (29.). „Die erste Halbzeit war überragend von uns“, resümierte Marc Woller nach dem Spiel. Wieso also sollte FCI-Trainer Mario Plechaty nach diesem Rückstand und dieser guten LSV-Phase unzufrieden mit dem Spielausgang sein? Der Reihe nach.

Eine Minute nach der Sekulic-Chance kam Iserlohn wie aus dem Nichts zum Anschlusstreffer – ebenfalls nach einer Standardsituation. Nach einem Eckball von Ralf Schneider schraubte sich Anjo Wilmanns hoch und traf zum 1:2. Bis zum Halbzeitpfiff blieb es bei dem Resultat. „Iserlohn hatte in der ersten Halbzeit nur eine Chance – durch diesen Standard“, ärgerte sich Woller.

Nach Wiederanpfiff stellte der FCI dann um, brachte Omar Jessey und Robin Menard ins Spiel. Vor allem Jessey brachte viel Schwung in das Spiel des FCI, der nun immer stärker wurde. Zwar hatte der LSV auch noch einmal eine riesige Möglichkeit durch Milan Sekulic, die der Neuzugang hätte nutzen müssen, doch Iserlohn hatte in der zweiten Halbzeit die Oberhand. Nachdem LSV- Keeper Michel Josch gegen Anjo Willmanns noch stark auf der Linie klärte und Jessey nur den Innenpfosten traf (59.) war es schließlich Luiz Felipe Idalgo Infante, der zum 2:2 traf.

Jetzt hatte Iserlohn Blut geleckt, erspielte sich eine Reihe guter Möglichkeiten – darunter scheiterte unter anderem David Antunes Gouveia Fernandes zwei Mal. Auf der Gegenseite parierte FCI-Torwart Marvin Raab stark gegen Zottl (80.). Es war ein Spiel auf Messers Schneide mit in der zweiten Halbzeit knappen Vorteilen der Iserlohner.

„Wir hatten am Ende die klareren Chancen. Es war ein verrücktes Spiel für uns. In der zweiten Halbzeit haben wir die Chancen richtig geil herausgespielt und müssen uns mit dem 3:2 belohnen. Am Ende waren es Kleinigkeiten, die gefehlt haben“, so Plechaty abschließend.

Lüner SV: Josch – Reis, Drees, Ramsey, Ernst, Sekulic (82. Pfennigstorf), Zottl, Lahr, Bozlar (77. Memic), Deppe, Kara

Tore: 0:1 Ramsey (7.), 0:2 Zottl (13.), 1:2 (36.), 2:2 (66.)

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