Orkan Sabine sorgt für Spielabsagen in Lünen - auch Hallensport betroffen

Sturmwarnung

Eigentlich sollten am Sonntag die ersten Lüner Fußballteams wieder in den Ligabetrieb starten. Auch einige Testspiele waren angesetzt. Durch die Sturmwarnung ist das nun aber nicht möglich.

Lünen

, 09.02.2020, 14:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Orkan Sabine sorgt für Spielabsagen in Lünen - auch Hallensport betroffen

Auch im Stadion des Lüner SV rollte am Sonntag kein Ball. © Günther Goldstein

Orkantief Sabine fegt über Deutschland - und macht auch vor Lünen nicht Halt. Das Resultat: Zahlreiche Sportveranstaltungen sind am Sonntagmorgen für den Nachmittag abgesagt worden.

„Der Fußballverband hat eine generelle Absage verhängt. Da konnten wir als Verein gar nichts tun“, erklärte Christian Hampel, Trainer des Westfalenligisten Lüner SV. Eigentlich hätte seine Mannschaft an diesem Wochenende mit dem Spiel gegen den TuS Sinsen wieder in die Liga starten sollen.

„Wir hätten gerne gespielt“

„Ich finde es schade. Wir hätten gerne gespielt, waren hoch motiviert und gut drauf“, so Christian Hampel. „Aber nachdem man sich kurz geärgert hat, kam relativ schnell die Erkenntnis: Man steckt einfach nicht drin. Wir können es jetzt ohnehin nicht ändern.“

Nachgeholt werden soll das Spiel nach jetzigem Stand wohl am Karnevalswochenende (22./23. Februar). Für den LSV ist das Datum nicht unbedingt optimal, erklärt Hampel: „Wir hatten als Mannschaft da bereits etwas geplant. Aber wenn es wirklich so kommen sollte, akzeptieren wir das natürlich.“

Die dritte Absage in Folge beim Brambauer-Derby

Und auch das Brambauer-Derby, das eigentlich am Sonntag stattfinden sollte, wurde abgesagt - mittlerweile bereits zum dritten Mal in Folge. Während es bei den ersten beiden Absetzungen Ärger und Vorwürfe zwischen den beiden Mannschaften gab, sind sich die Trainer dieses Mal einig: Die Absage ist die richtige Entscheidung. „Das macht ja nur Sinn und ist absolut okay heute“, erklärte Patrick Botta, Trainer des BV Brambauer II. „Der Schutz der Spieler geht immer vor, da können wir heute einfach nichts ändern, auch wenn wir natürlich gerne gespielt hätten.“

Ähnlich sieht das auch sein gegnerischer Trainer Bashim Gavazi vom FC Brambauer. „Die Gesundheit steht an erster Stelle, das ist klar. Und wenn schon in der Bundesliga ein Spiel abgesagt wird, dann macht es nur Sinn, dass wir nicht spielen“, so Gavazi mit Bezug auf das Rheinderby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Köln, dass am Sonntag ebenfalls abgesagt wurde.

Auch der TuS Niederaden sagt zum dritten Mal ab

Aber nicht nur das Brambauer-Derby startet demnächst den vierten Anlauf, das Spiel endlich auszutragen - auch der B-Ligist TuS Niederaden musste mittlerweile zum dritten Mal das Pflichtspiel gegen den Holzwickeder SC nachholen.

„Scheinbar soll es nicht sein, dass wir gegen Holzwicke spielen“, scherzte Niederadens Coach Amel Mesic nach der Absage. „Aber wenn eine höhere Gewalt wie jetzt der Wind ins Spiel eingreift, macht es auch einfach keinen Sinn. Dann geht es nur noch um Glück und nicht mehr im Können.“

Testspiele und Hallensport ebenfalls eingeschränkt

Neben den ersten Pflichtspielen hätten einige Vereine an diesem Wochenende auch ihre Generalprobe vor dem Ligastart gehabt. Doch auch die Testspiele wurden am Sonntag alle abgesagt. Und nicht nur das: Auch im Hallensport kam es zu Absagen.

So hätten die Handballer des VfL Brambauer II eigentlich am Sonntag ihr Pflichtspiel in Beckum bestritten. Doch daraus wurde nichts. „Der Verband hat uns freigestellt als Auswärtsmannschaft, ob wir die Reise antreten wollen. Das ist wahrscheinlich auch einfach der sinnvollste Weg“, erklärte Dominik Schidlowski, Trainer der VfL-Reserve. „Wir haben dann aufgrund der Strecke und der Uhrzeit gesagt, dass uns das zu heikel ist.“ Einen Nachholtermin gibt es auch für die Handballer bisher nicht.

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