Philipp Plöger: Matchwinner beim Debüt und ein möglicher X-Faktor bei der SG Gahmen

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Bei seinem Debüt für die SG Gahmen war Philipp Plöger gleich der entscheidende Mann. Dabei spielte er sogar auf ungelernter Position. Für die SGG könnte er ein ganz wichtiger Faktor werden.

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, 02.12.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit 4:1 hat die SG Gahmen den SC Husen-Kurl am Sonntag besiegt. Maßgeblich dazu beigetragen hat Neuzugang Philipp Plöger. Drei Torbeteiligungen steuerte Plöger bei - dabei ist der Debütant eigentlich gelernter Verteidiger.

Plöger hat zuvor stets höherklassig gespielt, sammelte Erfahrungen in der Ober- und Westfalenliga. Dort lief der groß gewachsene Plöger allerdings als Innenverteidiger auf. Anders nun in der Kreisliga A: Gahmens Trainer Bülent Kara stellte Plöger als Stürmer auf. „Ich bin immer ein torgefährlicher Verteidiger gewesen, da ich bei Standards per Kopf erfolgreich bin“, so Plöger.

Unüblich sei es aber trotzdem nicht, dass er im Dortmunder Eichwaldstadion in vorderster Linie agiert hat. Schon als der 29-Jährige noch bei Union Lüdinghausen in der Bezirksliga gekickt hat, lief er als Stürmer auf und traf in seinem ersten Spiel drei Mal. Damals Trainer in Lüdinghausen: Bülent Kara.

Außerdem passe er in dieser Rolle gut ins Spielsystem der SG Gahmen. „Davor musste die Mannschaft hauptsächlich mit flachen Bällen über Außen arbeiten. Nun können wir dies auch mit hohen Bällen kombinieren und sind somit noch variantenreicher. Die schnelle und technisch starke Gahmener Mannschaft erhält also eine neue, physisch stärkere Komponente. „Der ist ein Kopfballspieler“, sagte Trainer Kara am Sonntag.

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Wie wertvoll diese Komponente werden kann - schließlich will Gahmen mindestens Platz zwei und damit die Aufstiegsrelegation erreichen - zeigte sich gleich am Sonntag. Den 1:1-Ausgleichstreffer durch Halil Elitok bereitete Plöger vor, nachdem er einen Ball mit der Brust abgestoppt hatte. Die Gahemener Führung erzielte er nach einem langen Ball von Kadir Koc per Schuss aus der Drehung selbst. Und auch bei der 4:1-Entscheidung durch Elitok war ein Anspiel auf Plöger der Ausgangspunkt. Nur beim 3:1 - Ali Özkan traf nach einer Ecke - war der Personal Trainer, der das Trainerteam zudem als Athletiktrainer unterstützt, nicht beteiligt.

Philipp Plöger spielt da, wo die SG Gahmen ihn braucht

„Diese Aktionen haben in der zweiten Halbzeit sehr gut geklappt. In der ersten Halbzeit war dies noch nicht so effektiv“, sagte Plöger. Logisch, schließlich gab er sein SGG-Debüt, spielte direkt 90 Minuten durch - man muss sich eben noch aufeinander abstimmen.

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Die Stürmerrolle ist allerdings trotz des vielversprechendes Debüts nicht für Plöger reserviert. „Eventuell spiele ich auch mal auf einer anderen Position. Je nachdem, wo ich gebraucht werde“, sagt er. Überrascht sein wird er dann allerdings wieder nicht: Schließlich steht er als Teil des Trainerstabs in ständigem Austausch mit Bülent Kara und ist stets über dessen Pläne informiert.

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