Rückschläge für die heimischen Männerteams

Handball

Mit einem Remis kehrten die Verbandsliga-Handballer des SuS Oberaden am Sonntagabend aus Hattingen zum Römerberg zurück. Dabei hätte es eigentlich mehr sein können oder sogar müssen. Die Bezirksliga-Handballer des VfL Brambauer mussten ebenfalls einen unnötigen Punktverlust hinnehmen. Im Kampf um Platz eins gab es für den Lüner SV einen Rückschlag.

LÜNEN

, 13.04.2015, 16:34 Uhr / Lesedauer: 3 min
Benny Neureiter (2.v.r.) erzielte vier Treffer beim 33:33-Unentschieden des Verbandsligisten SuS Oberaden.

Benny Neureiter (2.v.r.) erzielte vier Treffer beim 33:33-Unentschieden des Verbandsligisten SuS Oberaden.

Verbandsliga 2 TuS Hattingen - SuS Oberaden 33:33 (15:14)

70 Sekunden vor dem Abpfiff führte der SuS mit zwei Toren, schoss aber zwei Fahrkarten. Hattingen dagegen traf und bekam in der hektischen Schlussphase fünf Sekunden vor dem Ende einen Siebenmeter zugesprochen und verwandelte. Das Spiel begann ausgeglichen. Über 3:4 und 7:7 konnte sich zunächst kein Team Vorteile verschaffen und sich entscheidend absetzen. Beim 10:11 hatte der SuS kurz die Nase vorn, zur Pause nahm aber der Gastgeber einen leichten Vorsprung mit in die Kabine. Oberaden kam nach dem Pausentee besser zurück aufs Feld, stand in der Deckung sicher.

Vier Tore vorne

Hattingen drehte den Spieß aber wieder und hatte in der 37. Minute die Nase beim 20:16 mit vier Toren vorne. Zehn Minuten ging es so weiter. Jeder Versuch ein Treffer. Beim 24:19 war Hattingen auf fünf Tore weg. SuS-Trainer Ralf Weinberger versuchte Impulse zu setzen, beorderte den jungen Fabian Caspari zwischen die Pfosten. Oberaden fand jedoch durch schnelles Kombinationsspiel und schnelle Gegenstöße zurück in die Partie und war beim 27:26 (52.) wieder dran. Jetzt wurde die Partie hektischer. Viele Zeitstrafen wurden ausgesprochen und es gab zahlreiche Unterbrechungen. Fünf Minuten vor Spielende stand es 31:31. Zwei Treffer des SuS zum 31:33 bedeuteten eigentlich gute Karte in der Schlussphase. Doch es kam anders. Die „Cobras“ ließen zwei Chancen liegen. „Die Würfe mussten wir nehmen und die Chance nutzen. Vom Spielverlauf her ist es ein gerechtes Unentschieden. Eigentlich hätten wir das Spiel aber gewinnen müssen“, trauert SuS-Trainer Ralf Weinberger den vergebenen Möglichkeiten zum Schluss etwas nach. TEAM UND TORE SuS: Menge (1.- 40.)/Caspari (40. - 60.) - Neese, Nothoff, Neureiter 4, Schichler 3, Pohl 3, Stennei 4, Fehring 9/8, Herold 8/2, Schumacher, Hajduk 2

Bezirksliga 5 VfL Brambauer – Altenbögge 29:29

Am Ende konnte der VfL Brambauer noch froh sein, überhaupt einen Zähler geholt zu haben. Denn vier Minuten vor Abpfiff lag Brambauer noch mit drei Toren zurück. Nagel musste reagieren, ließ offensiver decken. So stibitzte der VfL sich die Bälle und schaffte es tatsächlich auszugleichen. 20 Sekunden vor Spielende hatte Brambauer sogar noch die Chance auf einen Sieg, als das Team in Ballbesitz war. Doch der Angriff wurde nicht mit einem Tor abgeschlossen. „Insgesamt standen wir viel zu passiv in der Deckung. Wir haben es Altenbögge zu einfach gemacht“, ärgerte sich Nagel.

Der Coach fand aber auch für den Angriff Kritik: „Da haben wir unsere Chancen nicht konsequent genutzt.“ Diese mangelnde Torausbeute zog sich fast durch das gesamte Spiel. Schon zu Beginn ließ der VfL Brambauer sechs Chancen liegen, sodass Altenbögge sich absetzen konnte. Nach der Pause gelang Brambauer zwar der zwischenzeitliche Ausgleich (22:22). Doch danach verfiel das Team wieder in alte Muster. Eine erneute Führung der Gäste kurz vor Abpfiff war die Konsequenz einer zu löchrigen VfL-Deckung. „Am Ende können wir noch froh sein, den Punkt geholt zu haben. Aber es war diesmal definitiv ein unnötiger Punktverlust“, lautete Nagels Fazit.

TEAM UND TORE VfL: Welski/Karanski – Ruch 6, Benden 4, Sporbeck 2, L. Langmann 2, Bangemann, Wolke, Nowak, Eder 6, Schmiedel, P. Langmann, Karsifi 8/5, Neve

 

Bezirksliga 5 TV Neheim – Lüner SV 36:31 (14:12)

In der harzfreien Halle kamen die Lüner über die gesamte Spielzeit nicht zurecht. Bis zum 10:10 konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Neheim blieb durch zahlreiche technische Fehler der Lüner im Rennen. „Wir haben die Tore einfach nicht gemacht“, so Mats Gärtner, der Trainer Jürgen Weber an der Seitenlinie vertrat und coachte. Neheim ging mit einem knappen Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause. Die Fehlerquote bei den Lünern blieb auch nach der Pause hoch, sodass die Rot-Weißen mehr und mehr einem höheren Rückstand hinterherlaufen mussten. Drei Minuten vor Spielende, als die Lüner mit sechs Toren hinten lagen, ging nochmal ein Ruck durch das Team. Der LSV verkürzte den Abstand auf drei Treffer. Am Ende sollte es aber nicht mehr reichen. Eine starke Partie zeigte Torwart Daniel Hangebrock, der zahlreiche Bälle parierte und eine höhere Niederlage verhinderte. Auch Philipp Hadac versuchte die Moral der Mannschaft bis zum Schluss hoch zu halten.TEAM UND TORE LSV: Hangebrock/Büllhoff - P. Maurer, Hadac, Baggemann, Lamek, K. Maurer, Kirchner, Lühring, Lasdowski, Miehle, Grammon

Keine Spiele bei den Frauen 
Die heischen Frauenhandball-Mannschaften greifen erst wieder am 18. und 19. April ins Liga-Geschehen ein. Unter anderem empfängt dann Verbandsligist VfL Brambauer die SG TuRa Halden-Herbeck und Landesligist Lüner SV muss im Kellerduell beim SV Teutonia Riemke II antreten. 

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