Schock für Niederaden in Minute 94, Wethmar II feiert Kantersieg, LSV II verliert

Fußball

Der TuS Niederaden wird in der 94. Minute geschockt, Wethmar II feiert einen Kantersieg zum Auftakt, während die Reserve des Lüner SV verliert.

Lünen, Wethmar

, 07.09.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Jonas Allefeld (l.) und Arne Neuhäuser durften beim Auftakt gegen Heeren gleich vier Mal jubeln.

Jonas Allefeld (l.) und Arne Neuhäuser durften beim Auftakt gegen Heeren gleich vier Mal jubeln. © Goldstein

Die Meisterschaft ist gestartet. Wir geben einen Überblick, was der TuS Niederaden, Wethmar II und die Reserve des Lüner SV gemacht haben.

Bezirksliga 8

Türkische SC Kamen - Lüner SV II 3:0 (0:0)

Die Reserve des Lüner SV hat sich beim Türkischen SC Kamen zum Ligastart in der Bezirksliga eine 0:3-Niederlage abgeholt.

Bis zur Halbzeit spielte die Zweitvertretung des Lüner SV gut mit und behielt seine weiße Weste. Ahmet Acar traf schließlich doch für die Gast-geber aus Kamen zum 1:0 (62.). Tafil Kralani, der den im Urlaub befindlichen Manuel Lorenz als Coach an der Seitenlinie vertrat, brachte in Durchgang zwei frische Kräfte ins Spiel.

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Am Ende mussten sich die Lüner aber dennoch gegen den TSC Kamen geschlagen geben. Ahmet Acar erhöhte auf 2:0 (87.) für den TSC, Furkan Cengiz besiegelte mit seinem Tor den 3:0-Endstand am Sonntagnachmittag.

„Wir haben sehr gut mitgespielt, aber am Ende aufgemacht, weil wir die drei Punkte unbedingt mitnehmen wollten. Das ist schiefgegangen“, sagte Kralani nach der Partie und fügt hinzu: „Wir waren überwiegend die bessere Mannschaft. Das 1:0 und das 2:0 waren meiner Meinung auch mindestens fünf Meter Abseits, aber ohne Linienrichter ist das nur menschlich.“


Kreisliga A2 Unna-Hamm

TuS Westfalia Wethmar II - BSV Heeren 4:1 (2:1)

Nach einer intensiven Vorbereitung feierte die U23 des TuS Westfalia Wethmar in der Fußball-Kreisliga A2 Unna-Hamm beim klaren 4:1 gegen den BSV Heeren einen erfolgreichen Auftakt.

Das Team setzte die Vorgaben von Trainer Dominik Ciernioch gut um, schaltete die Schlüsselspieler von Heeren aus, presste gegen die beiden Sechser von Heeren früh und spielte spritzig nach vorne. Eine große Unterstützung war zudem Bastian Quiering aus der Bezirksliga-Ersten in der Viererkette. „Er hat uns ein paar Mal hinten gerettet, hat viel mit den jungen Spielern, die ihre erste Senioren-Saison spielen, gesprochen“, so Ciernioch.

Durfte sich für seine drei Treffer feiern lassen: Jonas Allefeld.

Durfte sich für seine drei Treffer feiern lassen: Jonas Allefeld. © Goldstein

Wethmar ging früh in Führung. Arne Neuhäuser nahm einen langen Diagonalpass auf, passte ins Zentrum, wo Moritz Möller den Ball direkt halbhoch zum 1:0 versenkte. Danach kamen die Minuten des Jonas Allefeld, der diesmal die Kapitänsbinde trug und auf dem linken Flügel für ordentlichen Zug zum Tor sorgte.

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Drei Treffer erzielte Allefeld zum letztendlich klaren Sieg der Westfalia. Zudem ging Niklas Pella als Sechser weite Wege und lenkte das Spiel nach vorn.

„Damit haben wir nicht gerechnet, dass wir so gut starten. Die ganze Mannschaft hat gut gearbeitet. Dreifachtorschütze Allefeld hat sich natürlich ein Sonderlob verdient“, so Ciernioch.


Kreisliga B2 Unna-Hamm

SuS Kaiserau III - TuS Niederaden 2:2 (0:0)

Der TuS Niederaden hat in der Fußball-Kreisliga B am Sonntag beim SuS Kaiserau III nur 2:2 gespielt. In der 94. Minute erzielte der SuS durch Christoph Polaczek noch aus dem Gewühl heraus den späten Ausgleich.

Niederadens Trainer Amel Mesic haderte jedoch vor allem mit der ersten Hälfte seines Teams, sprach von einer „schlechten ersten Halbzeit und einer Menge Glück“.

In der Tat rettete einmal Torwart Pierre Goldhahn in größter Not und die Kaiserauer scheiterten vor dem Tor an ihren Nerven. Dean Williamsons Kopfball Mitte der ersten Hälfte war die einzig nennenswerte Offensivaktion der Gäste.

Die zweite Halbzeit startete noch schlechter für Niederaden, als Kaiseraus Marcel Schulze Frieling einen Freistoß im Tor versenkte und Marius Schmidt nach 51 Minuten die Ampelkarte sah. Amel Mesic war dementsprechend bedient, haderte auch mit dem Schiedsrichter.

Niederadens Trainer Amel Mesic musste sich mit einem Remis zufriedengeben.

Niederadens Trainer Amel Mesic musste sich mit einem Remis zufriedengeben. © Goldstein

Doch nach dem Platzverweis wirkte der TuS bissiger und Mesic bewies ein glückliches Händchen mit der Einwechselung von Stefan Gruhle. Der Rechtsaußen war es, der den TuS mit seinem Doppelpack (56./72.) auf die vermeintliche Siegerstraße brachte und sich somit ein Sonderlob von seinem Trainer verdiente, der von einem „überragendem Spiel“ von Gruhle sprach.

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Niederaden war dem 3:1 in der Folge näher als Kaiserau dem Ausgleich, doch das Standardgegentor in der Nachspielzeit traf den TuS mitten ins Herz. „Das fühlt sich an wie eine Niederlage, doch die Moral der Jungs hat mir gefallen. Außerdem haben wir heute auch gegen einen guten Gegner gespielt und gezeigt, dass wir die richtigen Ansprüche haben.“

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