Das erste Top-Spiel in Dortmund steht an - einige Fans werden draußen bleiben müssen

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In der Kreisliga A steht das erste Top-Spiel der Saison an. Dafür ließ sich die SG Gahmen sogar etwas Besonderes einfallen. Besonders sind auch die Zuschauerbeschränkungen beim Dortmunder Gegner.

Gahmen

, 19.09.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit zwei Siegen und ohne ein Gegentor ist die SG Gahmen in die Saison in der Fußball-Kreisliga A2 Dortmund gestartet. Am Sonntag müssen die Gahmener ihre Favoritenrolle erstmals richtig untermauern. Dafür holte sich die SGG sogar Hilfe von einem ehemaligen Rivalen.

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Wenn es am Sonntag (16 Uhr, Lichtendorfer Straße 143a, Dortmund) zum Duell gegen die Sportfreunde Sölderholz kommt, will die SG Gahmen bestmöglich vorbereitet sein.

SF Sölderholz empfangen SG Gahmen

Das Spitzenspiel - nur die beiden Kontrahenten gewannen ihre ersten beiden Spiele und stehen damit an der Tabellenspitze - in Sölderholz findet nämlich auf Kunstrasen statt.

Da Gahmen seine erste beiden Ligaspiele aber auf dem rar gewordenen heimischen Ascheplatz absolviert und entsprechend länger nicht mehr auf Kunstrasen unterwegs war, ließ sich die SGG etwas einfallen.

SG Gahmen trainiert bei BW Alstedde

Zunächst erhielten die Blau-Gelben die Gelegenheit, beim befreundeten ASK Ahlen auf Kunstrasen zu trainieren. Am Donnerstag hielt die SGG sogar eine weitere Einheit auf dem Kunstrasenplatz von BW Alstedde am Heikenberg ab.

„Das macht nicht jeder Verein“, sagt Gahmens Trainer Bülent Kara. In der vergangenen Saison kämpften beide Vereine noch gegeneinander um den Aufstieg in die Bezirksliga, Alstedde setzte sich durch.

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Nach einer Anfrage des SGG-Vorstands habe sich Alstedde laut Kara bemüht, eine freie Kapazität zur Verfügung zu stellen. „Man sieht sich im Leben immer zwei Mal. Vielleicht brauchen die ja mal unsere Hilfe“, sagt Kara. Der Zusammenhalt in der Lüner Fußballszene sei also durchaus gegeben.

Es wird deutlich: Die SG Gahmen versucht gar nicht erst, das Duell mit Sölderholz kleinzureden. Bislang flogen die Sportfreunde stets etwas unter dem Radar, haben nach dem Wechsel in die Staffel A2 durch eine starke Vorbereitung und dem perfekten Start aber nun doch auf sich aufmerksam gemacht.

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„Es ist wirklich ein Spitzenspiel“, sagt Kara. Schon vor zwei Wochen habe er angefangen, sich mit Sölderholz auseinanderzusetzen. „Sie haben eine überragende Offensive. Marvin König könnte auch ein paar Ligen höher spielen“, so der Gahmener Coach.

Marvin König zeigte sich früh in der Saison treffsicher.

Marvin König zeigte sich früh in der Saison treffsicher. © Döring

Jener König, der in den ersten beiden Spielen schon insgesamt fünf Mal getroffen hat, verpasste in der Woche allerdings angeschlagen das Training. Am Sonntag wird König aber wohl auflaufen.

Das bestätigte SFS-Trainer Maik Kortzak, der zeigt, was akribische Trainerarbeit in der Kreisliga bedeutet. Für Donnerstag stand das Studium des Testspiels der SG Gahmen beim BSV Schüren an.

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Es war das einzige Spiel der Gahmener in den vergangenen Wochen, wo eine Kamera mitlief und was zum Studium genutzt werden konnte. „Einfach wird es nicht da irgendwas rauszuziehen. Das Spiel war ja am Anfang der Vorbereitung“, sagt Kortzak.

Über den famosen Start seines Team freut er sich, gibt die Rolle für den Primus der Liga an die SG ab: „Ich schätze Gahmen als absoluten Favoriten in der Liga ein.“ Für Sonntag wünsche sich Kortzak vor allem „ein cooles Spiel“. Er sagt: „Wir haben mega Bock auf das Spiel, für uns ist das ein Highlight. Wir nehmen nehmen das gerne mit, das ist eine geile Nummer.“

SF Sölderholz beschränken Zuschauerkontingent

Alles andere als eine „geile Nummer“ ist aus Sicht der SG Gahmen, dass Sölderholz entschieden hat, bei sämtlichen Heimspielen nur 150 Zuschauer auf den Sportplatz zur Bergeshöh zu lassen. Zudem beschränkt sich das Gäste-Kontingent auf 20 Zuschauer.

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„Ich finde das eigentlich traurig“, sagt Bülent Kara. Er betonte aber auch, dass das jeder Verein angesichts der jeweiligen baulichen Voraussetzungen selbst wissen müssen. „Ich finde nur, langsam sollte man den Sport in den Vordergrund bringen. Für unsere Zuschauer, die darauf brennen, ist es eine traurige Geschichte.“

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