So haben die Lüner Handballer gespielt

Handball

Die Landesliga-Handballer des VfL Brambauer haben sich im Derby gegen Brechten durchgesetzt. Auch die Damenmannschaft des VfL Brambauer hat in der Verbandsliga einen deutlichen Sieg eingefahren. Wie die anderen Handball-Teams aus Lünen gespielt haben, lesen Sie in der Übersicht.

LÜNEN

, 04.02.2018, 20:45 Uhr / Lesedauer: 5 min
Voller Körpereinsatz: Jan Richter (l.) und Mats Gärtner haben sich durchgesetzt.

Voller Körpereinsatz: Jan Richter (l.) und Mats Gärtner haben sich durchgesetzt. © Günther Goldstein

Die Landesliga-Handballer des VfL Brambauer haben am Samstagabend das Lokalduell gegen den TV Brechten für sich entschieden. Dank einer starken zweiten Halbzeit sicherte sich die Mannschaft von Trainer Nadim Karsifi einen 25:19-Sieg und steht mit 12:18-Punkten auf Platz zehn.

Die ersten Minuten des Lokalduells verliefen ausgeglichen. Die Gäste legten vor, der VfL nach. Beim 3:2 ging Brambauer erstmals in Führung. Bereits zu diesem Zeitpunkt war viel Brisanz im Spiel. Keine der beiden Mannschaften schenkte sich etwas. Die vielen Zuschauer in der Sporthalle machten ordentlich Stimmung. Beim 5:3 in der 13. Spielminute gelang es Brambauer, auf zwei Tore davonzuziehen. Doch Brechten blieb dran, verkürzte beim 5:6 auf ein Tor.

Hartes Spiel wird zur Abwehrschlacht

Die Partie verlief hart. Bereits in der 23. Minute wurden in Sebastian Pohl und Vitus Forsmann gleich zwei VfL-Spieler mit Nasenbluten behandelt. In der 26. Minute schaffte Brechten den Ausgleich. Auf beiden Seiten herrschte eine reine Abwehrschlacht. Kim Freitag brachte den VfL kurz vor der Pause wieder in Führung. Doch Brechten glich aus.

Sebastian Pohl sorgte für die knappe Pausenführung (8:7). Im zweiten Spielabschnitt verlief die Partie weiter brisant. Es wurden Foulspiele begangen, die an der Grenze zu Rot waren. Brambauer kam gut aus der Kabine, Kim Freitag zeigte sich im Angriff wurfgewaltig. Der VfL führte schnell 12:9 (36.). Wieder legte Freitag nach (13:9) und zwang die Gäste zur Auszeit. Diese brachte nicht viel. Brambauer steigerte sich.

VfL-Torwart Welski bildet sicheren Rückhalt

Pohl und Forsmann legten nach: Brambauer zog beim 15:10 auf fünf Tore davon. Brechten deckte offensiver, versuchte so, an Ballgewinne zu kommen. Das Team erwischte auch den einen oder anderen Ball. Doch dann war da noch VfL-Keeper Manuel Welski, der viele starke Paraden zeigte und dem VfL so den sicheren Rückhalt gab, in Halbzeit zwei auch der Garant zum Sieg war.

„Ich bin sehr zufrieden. Wir haben stark gekämpft, haben nach der Pause auch richtig gut gespielt. Das war mehr als verdient“, lobte VfL-Trainer Karsifi.

VfL: Welski/Greinert – Richter (1), Lüke (5), L. Langmann, Varhotov, Gärtner, P. Langmann, Forstmann (5), T. Greinert, Freitag (8), P. Maurer (2/2), Pohl (4)


Das war ein echter Befreiungsschlag! Die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer sicherten sich am Samstag dank des 33:23-Erfolges beim SV Teutonia Riemke den ersten Saisonsieg des Jahres.

Frauen-Verbandsliga 2

SV Teutonia Riemke – VfL Brambauer 23:33 (13:16)

Der Sieg half den VfL-Frauen auch mit Blick auf die Tabelle: Brambauer kletterte auf Platz sieben, nutzte die Niederlagen von BV Borussia Dortmund II und HSG Hohenlimburg. „Es war ein fast rundum gelungener Auftritt“, sagte Trainer Andre Schwedler. Ein Sieg, der auch in der Höhe verdient war.

Die VfL-Frauen leisteten sich keine längeren Auszeiten, zogen ihr Spiel durch. „Wir haben eine gute und aggressive Deckung gezeigt. Das war die Basis des Gesamtsieges“, so Schwedler. Dadurch setzte Brambauer sich nach zehn Minuten bereits auf 7:3 ab. Doch dann kam Riemke wieder kurz heran und glich zum 7:7 aus.

Drei-Tore-Fphrung zur Halbzeit

Der VfL gab aber Gas und erspielte sich eine 16:13-Führung zur Pause. „Eigentlich hätte da das Ergebnis schon deutlicher sein müssen. Wir haben zwei, drei Abpraller nicht erhalten, die wir hätten herausspielen können“, so Schwedler.

Im zweiten Spielabschnitt legte Brambauer stark los. Riemke erzielte erst nach zehn Toren den ersten Treffer der zweiten Halbzeit. „Das haben wir gut gemacht. Die Abwehr stand und vorne haben wir ruhig und konzentriert gespielt“, lobte Schwedler.

So führte Brambauer mit neun Toren. Dann schlichen sich aber ein paar Fehler ein, die Riemke auf fünf Treffer herankommen ließen. „Da wurden wir ganz kurz hektisch. Aber wir haben den Schalter wieder umgelegt“, resümierte Schwedler, der mit seiner Mannschaft zufrieden war.

VfL: Wulf/Sindermann – Mai, Karau (2), Holz (2), Ravelonjaka (3), Sahage (1), Plotek (4), Pötter (8/2), Duve, Leismann (2), Bauer (4/1), Lasshof (3/1), Umbescheidt (4)

Die Bezirksliga-Handballer des SuS Oberaden II haben am Samstag gegen Kellerkind TuS Jahn Dellwig nicht ihr bestes Spiel abgeliefert. Dennoch reichte es zum deutlichen Sieg.

Bezirksliga Hellweg

SuS Oberaden II – TuS Jahn Dellwig 31:24 (15:12)

Da Nico Wagner, Simon Rodefeldt und Tim Gerwien ausfielen und Paul Schuchtmann sowie Fabian Grosser angeschlagen waren, halfen Dennis Gonschewski aus der Dritten und Tim Braach aus der Ersten aus. Der SuS II stand in der Defensive im Verbund gut, machte sich das Leben aber selbst schwer.

„Wir haben viele individuelle Fehler gehabt, die Dellwig zu einfachen Tore einluden“, sagte Trainer Björn Grüter. Nach der Pause lief es bedeutend besser. Calvin Knop parierte zwischen den Pfosten stark. Im Angriff machte Oberaden II viel Tempo. Allerdings ließ das Team 15 hundertprozentige Torchancen liegen. „Die Torausbeute war eine Katastrophe“, so Grüter.

SuS: Knop – Stratmann (1), Matthies (1), Wegelin (2), Mork (6), de West (4/2), H. Schuchtmann (2), Gonschewski (5/2), Braach (2), Grosser (1), Merten (7/1)


Eine böse Niederlage mussten die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV am Samstag beim TV Ennigerloh einstecken.

Bezirksliga Hellweg

TV Ennigerloh – Lüner SV 35:19 (17:8)

Auswärts geriet der LSV mit 19:35 unter die Räder. „Es gibt Tage, an denen nichts funktioniert. Und in Ennigerloh war genau solch ein Tag“, bilanzierte Trainer Christian Neve. Seine Mannschaft zeigte beim heimstarken TV Ennigerloh sowohl spielerisch als auch von der Einstellung her ein katastrophales Spiel. „Das war ein Totalausfall“, so Neve und legte nach: „Das war mit Abstand das schwächste Spiel, seitdem ich Trainer bin.“

Bereits zur Pause lag Lünen weit hinten, hatte einen Rückstand von neun Treffern. Immer wieder nutzte der Gastgeber die Lücken in der Defensive. Immer wieder kam er über einfache Treffer zum Torerfolg. „Wir müssen das Spiel jetzt schnell abhaken und uns auf die kommenden Aufgaben konzentrieren“, sagt Neve. Der LSV empfängt am 17. Februar den VfL Kamen. Über Karneval hat die Mannschaft frei. cari

LSV: Bühlhoff/Hangebrock – Hadac (5), Dornseifer (3), Gores, Schink, Seeger (3), Höfler (3), Gärtner, Stroscher (2/1), Neve (3), Schmidt



Die Handballerinnen des Lüner SV haben ihr Auswärtsspiel beim VfL Sassenberg verloren. Der Landesligist unterlag am Sonntag mit 24:28.

Frauen- Landesliga

VfL Sassenberg – Lüner SV 28:24 (11:11)

Der Lüner SV startete schlecht ins Spiel, lag nach sechs Minuten mit 1:6 zurück. „Danach hatten wir sie eigentlich ganz gut im Griff“, sagte Trainer Marcel Mai. Sein Team verkürzte immer weiter, Mona Geisler glich schließlich zum 8:8 aus. Bis zur Pause blieb es eng.

Nach dem Seitenwechsel geriet der LSV wieder in Rückstand. Wie schon zu Beginn prägten einfache Fehler das Spiel der Weiß-Roten, Sassenberg führte nun zumeist mit vier Toren. Wieder aber kämpfte sich Lünen zurück, konnte aber nur noch auf einen Treffer verkürzen. Nach dem 24:25 durch Anna Schmidt fünf Minuten vor dem Ende hatte man dem Gastgeber in der stimmungsvollen Halle nichts mehr entgegenzusetzen. „Am Ende waren wir nicht clever genug. Wir haben unnötig verloren“, sagte Trainer Mai. Den zweiten Tabellenplatz musste Lünen Sassenberg überlassen. „Wir wollen aber noch den zweiten Platz holen, dann sind wir zufrieden“, so Mai. Den Meistertitel hat die HSG Rietberg-Mastholte für ihn schon sicher.

LSV: Preuss/Klostermeier - Hülsewede (6/2), Schröder (5/4), Geisler (4), C. Schmidt (3), A. Schmidt (3), Püschel (2), Lieneke (1), Rohwedel, Köppen, Krause, Rempe, Dressler


Das Handball-Verbandsliga-Spiel zwischen der TSG Harsewinkel und dem SuS Oberaden ist ausgefallen. Ursprünglich hätten die beiden Teams am Samstag gegeneinander spielen sollen. Die Partie wurde abgesetzt, weil das Schiedsrichtergespann aufgrund des Schneetreibens in Ostwestfalen den Anpfiff verpasst hatte.

Ein Ersatzgespann wäre um 20 Uhr zwar einsatzbereit gewesen, doch TSG-Coach Manuel Mühlbrandt legte sein Veto gegen den Anpfiff ein. „Das ist blöd, weil wir nun noch einmal herfahren müssen“, so SuS-Coach Alexandros Katsigiannis. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

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