So haben die Lüner Kreisliga-Fußballer gespielt

Fußball: Kreisliga

Lüner SV II gewinnt mit 7:0 – und freut sich über das Resultat des direkten Konkurrenten VfB Lünen. Gahmen ist der klare Sieger im Lüner B-Liga-Derby.

von Patrick Schröer, Niklas Dvorak, Bernd Warnecke

31.03.2019, 22:23 Uhr / Lesedauer: 6 min
So haben die Lüner Kreisliga-Fußballer gespielt

LSV-Spieler Murat Büyükdere (l.) traf am Sonntag doppelt.Schröer © Patrick Schröer

Nach dem Ausrutscher in der Vorwoche beim SV BW Alstedde hat sich der Fußball-A-Ligist Lüner SV II am Sonntag im Meisterschaftskampf zurückmeldet. Trainer Kadir Kaya freute sich allerdings nicht nur über den eigenen 7:0-Erfolg gegen den VfL Kemminghausen II.

Kreisliga A2 Dortmund

Lüner SV II – Kemmingh. II 7:0 (2:0)

Mit einem 7:0-Erfolg erledigte der Lüner SV II seine Pflichtaufgabe gegen Kemminghausen. Gegen das Kellerkind aus der Kreisliga A brannte die gesamten 90 Minuten über nichts an. „Wir wollten ein Ausrufezeichen setzen. Natürlich hätte das Spiel auch zweistellig enden können, aber wir wollen auf dem Boden bleiben“, sagte Kadir Kaya nach dem Spiel.

„Gefühlt 95 Prozent Ballbesitz“

Die Tore für die Lüner erzielten Emre Yildiz (30.), Furkan Kiymaz (37.), Ömer Karsli (66.) zwei Mal Ahmet Karaduman (57./74.) und zwei Mal Murat Büyükdere (71./90.+1). „Wir waren das ganze Spiel über dominant und hatten gefühlt 95 Prozent Ballbesitz“, so Kaya weiter.

Noch viel größer war die Freude auf LSV-Seite allerdings, als sie vom Ergebnis des VfB Lünen mitbekam. Die Süder unterlagen mit 1:3 beim Kellerkind NK Zagreb und liegt nun wieder nur einen Punkt vor dem LSV auf Rang eins, wobei der LSV noch ein Spiel mehr zu absolvieren hat.

Lüner SV II: Raab – F. Gülec, Ünal, R. Kiymaz (74. Koschnik), Siljeg (75. M. Gülec), Özkan, Karaduman, F. Kiymaz, Büyükdere, Yildiz, Koc (58. Karsli)

Tore:1:0 Yildiz (30.), 2:0 F. Kiymaz (37.), 3:0 Karaduman (57.), 4:0 Karsli (66.), 5:0 Büyükdere (71.), 6:0 Karaduman (74.), 7:0 Büyükdere (90.+1) Foulelfmeter

Das kam überraschend. Der VfB Lünen hat einen Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga A hinnehmen müssen. Bei Kellerkind NK Zagreb mussten sich die Süder am Sonntag mit 1:3 geschlagen geben.

Kreisliga A2 Dortmund

NK Zagreb – VfB Lünen

3:1 (1:0)

„Wir haben zurecht verloren“, suchte VfB-Trainer Mark Bördeling gar nicht erst nach einer Ausrede für die überraschende Pleite in Dortmund. Während Zagreb aggressiv auftrat, kamen die Lüner überhaupt nicht in die Partie.

Schon nach zehn Minuten geriet der VfB in Rückstand. Die Süder verloren im Mittelfeld einen Zweikampf, konnten dadurch den Pass in die Tiefe nicht mehr verhindern. Zagrebs Albian Kamaj bedankte sich und erzielte das 1:0.

VfB bleibt Erster

Nach der Pause war Maik Küchler es, der für seine Farben per Abstauber zum 1:1 traf. Doch statt nun die Oberhand zu gewinnen, verspielte der VfB sogar noch den einen Punkt. Miroslav Spasojevic brachte Zagreb drei Minuten nach seiner Einwechslung wieder in Führung. „Da waren wir in die Tiefe aufgerückt“, so Bördeling. Genug Raum also für Spasojevic, der anschließend noch zwei Süder ausspielte. Sein Mannschaftskollege Milos Bratic war es, der nach 80 Minuten den Sack zu machte. Der VfB musste schon mehr Risiko gehen, Zagreb besiegelte die Lüner Niederlage.

Trotz der dritten Pleite in der laufenden Saison behält der VfB Lünen die Tabellenführung in der Kreisliga A2 Dortmund. Der Lüner SV II verkürzte den Vorsprung durch seinen 7:0-Sieg am Sonntag allerdings auf einen Zähler. Dazu hat der LSV eine Partie weniger absolviert.

VfB Lünen: Vorwick – Bartsch, Küchler, Scheuren, Hans (39. Heinrich), Garcia Rodriguez, Schulze Weiling (68. Gehrmann), Salmen, Kowalski, Wagner, Grass (32. Schulze Twenhöven)

Tore: 1:0 (10.), 1:1 Küchler (60.), 2:1 (67.), 3:1 (80.)

Wieder gewonnen. Wieder 2:1. Und wieder die gleichen Torschützen wie in der Vorwoche. Der SV BW Alstedde hat seinen 2:1-Erfolg im Derby gegen den Lüner SV II beim BSV Schüren II kopiert. Dieses Mal lag Alstedde aber zunächst in Rückstand.

Kreisliga A2 Dortmund

BSV Schüren II – BW Alstedde 1:2 (0:0)

„Insgesamt, denke ich, war es ein verdienter Sieg für uns. Hinten standen wir in bis auf zwei, drei Aktionen sehr sicher. Spielerisch waren wir insgesamt besser“, sagte BWA-Trainer Tim Hermes nach dem Schlusspfiff der Partie. Die erste Halbzeit verlief gegen den Tabellenzwölften aus dem Dortmunder Südosten allerdings noch torlos. Beide Mannschaften fanden nicht die passenden Mittel, um in Führung zu gehen.

Tore fielen dafür im zweiten Durchgang. Zunächst im Kasten der Alstedder. Gerade einmal sechs Minuten waren verstrichen, als Marcel Sebastian Menzel den Gastgeber in Front brachte – 1:0. Das Gegentor der Alstedder fiel dabei nach einer Ecke, bei der die Zuteilung der Alstedder nicht gepasst hatte. Die Blau-Weißen fanden aber recht schnell eine Antwort darauf. Nur zehn Minuten später glich Erdem Altuntas zum 1:1 aus. Ebenjener Altuntas, der eine Woche zuvor gegen den Lüner SV II die Führung besorgte.

Röll setzt den Deckel drauf

Jetzt fehlte nur noch ein Spieler, der dem Spiel den Stempel aufdrücken musste – der Derbyheld aus der Vorwoche. Wieder wurde Kevin Röll eingewechselt und belohnte das Vertrauen des Trainers mit dem Siegtreffer zum 2:1. Er erzielte nach 79 Minuten das entscheidende Tor der Partie. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel heute nicht gewinnen. Insgesamt war es ein guter Auftritt“, so Tim Hermes weiter.

BW Alstedde: Krause – Altuntas, Ekici, Kadlubowski, Markwald, Juric, Stojak (57. K. Röll/83. Westrup), P. Röll, Nowak, Christiansen, Arslan (69. Kayabasi)

Tore: 1:0 (51.), 1:1 Altuntas (61.), 1:2 K. Röll (79.)

Die A-Liga-Fußballer des TuS Westfalia Wethmar haben ihr Spiel am Sonntag in Mühlhausen gewonnen. Gegen den SSV Mühlhausen II holten die Grün-Weißen einen 3:1-Erfolg.

Kreisliga A2 Unna-Hamm

Mühlhauen II – Wethmar U23 1:3 (1:1)

„Das war ein echt geiles Spiel“, sagte TuS-Co-Trainer Moritz Albrecht. Denn beide Teams spielten einen guten Fußball und boten den Zuschauern einiges. In der ersten Hälfte war es ein offenes Spiel, beide Teams hatten ihre Möglichkeiten. Maik Pohl sorgte für die Führung der Westfalia, die jedoch Senad Berisa mit dem Pausenpfiff ausglich. Nach dem Seitenwechsel spielte bis zur 60. Minuten nur der Gastgeber, doch TuS-Keeper Tim Koprek hielt seine Farben im Spiel.

Durch eine Einzelaktion von Niklas Rogge klingelte es dann auf der anderen Seite. Die 2:1-Führung wackelte jedoch, aber Wethmar hatte das Glück auf seiner Seite. Bastian Pöhlker rettete auf der Linie und Koprek hielt stark im Eins-gegen-eins. Mit dem Schlusspfiff sorgte Rogge für das 3:1. „Es war ein verdienter Sieg trotz eines starken Gegners“, so Albrecht.

Westfalia Wethmar: Koprek – Rath, Pöhlker, Neutzner, Rogge, K. Coerdt (69. Dvorak), N. Pella, Orlowski (76. Dobler), Pohl, Resch (52. Kress), R. Coerdt

Tore: 0:1 Pohl (41.), 1:1 (44.), 1:2 Rogge (78.), 1:3 Rogge (90.)

Die Fußballer des SV Preußen Lünen aus der Kreisliga A2 Dortmund haben ihr Spiel am Sonntag gegen den Kirchhörder SC II mit 1:2 verloren.

Kreisliga A2 Dortmund

Preußen Lünen – Kirchhörde II 1:2 (0:2)

„Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen und waren nicht wirklich auf dem Platz“, ärgerte sich SVP-Coach Steven Koch nach Abpfiff des Spiels. Schon nach zwei gespielten Minuten klingelte es im Gehäuse der Horstmarer. KSC-Stürmer Soundiata Askia Fernandes Gomes traf zur Führung für die Gäste. „Wir haben ihn heute leider nicht richtig ihn den Griff bekommen. Ich dachte, nach dem frühen Gegentreffer würde meine Mannschaft aufwachen, aber dem war nicht so“, so Koch.Stattdessen folgte der zweite Treffer durch Gomes. SVP-Keeper Marcel Möller zögerte beim Herauslaufen. Gomes holte sich das Spielgerät und erhöhte auf 2:0.

Starke zweite Halbzeit reicht Preußen nicht

Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Blatt. Preußen kam immer besser ins Spiel. Der eingewechselte Dominik Nietsche traf bei seinem ersten Spiel sechs Minuten nach seiner Einwechslung für die Koch-Elf zum 1:2-Anschluss. Doch zu mehr reichte es nicht. „Wir waren in der zweiten Hälfte viel besser und haben mehr Laufbereitschaft gezeigt. Wir haben uns einfach nur nicht belohnt“, sagte Koch.

„Unsere Serie ist gerissen, aber vielleicht kam das auch zum richtigen Zeitpunkt. Wir wollen den Platz unter den ersten vier in der Tabelle nicht verlieren, daran werden wir die nächsten Wochen arbeiten“, so Koch abschließend.

SV Preußen: Möller – Beck, Schulz, Kleine-Bernink, Mark, Goetz, Hagenmeyer (46. Nitsche), Goebel (46. Fluder), S. Serges, Siegerink (57. Meier), Hans

Tore: 0:1 (2.), 0:2 (22.), 1:2 Nitsche (52.)

Die Kreisliga-A-Fußballer des TuS Niederaden haben ihr Spiel am Sonntag beim BSV Heeren 09/24 mit 1:4 verloren.

Kreisliga A2 Unna-Hamm

BSV Heeren – TuS Niederaden 4:1 (2:0)

Die erste Chance hatten die Gastgeber, doch direkt im Gegenzug traf Daniel Marona für die Niederadener nur den Pfosten. Danach blieben die Chancen für die Gäste aus, Heeren machte das Spiel und ging folgerichtig nach knapp zehn Minuten mit 1:0 in Führung.

Niederaden bekam keinen wirklichen Zugriff im Mittelfeld, sodass der Tabellenvierte sich weiterhin Chancen kreierte und mit 2:0 in Front ging. In der Halbzeitpause fand Mesic die richtigen Worte. Daniel Marona überlupfte nach einer starken Kombination im Mittelfeld den Torwart – der Anschluss.

Anschlußtreffer ist einziger Höhepunkt für Niederaden

„Nach einigen verletzungsbedingten Wechseln haben wir dann leider die Ordnung verloren“, so Mesic, der sich über zwei weitere Gegentreffer ärgern musste. Beim 4:1 stellte TuS-Keeper Benjamin Gillner noch die Mauer, ehe der Schiedsrichter den Ball freigab und Heerens Spieler den Freistoß im Tor versenkte. Das Spiel war entschieden. Zehn Minuten vor dem Abpfiff hielt Gillner noch einen Strafstoß.

„Leider haben wir Heeren zu viele Räume gelassen und nach den Wechseln die Ordnung verloren. Beim Anschlusstreffer haben wir gezeigt, dass wir Fußball spielen können. Das zeigen wir jedoch nur phasenweise“, so Mesic abschließend.

TuS Niederaden: Gillner – Müller, Arman (50. Eser), Orfanidis, Hilgert, Kese, Gastmeister, Marona (90. Jeyaratnam), Adam (70. Timmers), Williamson, Wiggers

Tore: 1:0 (10.), 2:0 (25.), 2:1 Marona (47.), 3:1 (60.), 4:1 (75.)

Noch-Fußball-B-Ligist SG Gahmen zieht weiter einsam seine Kreise. Die Reserve des SV Preußen war im Lokalderby am Alten Postweg beim 5:0-Sieg kein ernsthafter Gegner.

Kreisliga B3 Dortmund

SV Preußen II – SG Gahmen 0:5 (0:2)

„Ich hatte mir von den Preußen etwas mehr erwartet“, sah Gahmens Trainer Semistan Tikici seine Mannen nicht wirklich gefordert. Gahmen, das auf sechs Stammspieler verzichten musste, trat mit zahlreichen Ergänzungsspielern an.

Muhamed Mulalic legte nach 17 Minuten den Führungstreffer vor. Gahmen diktierte die Begegnung im weiteren Verlauf, ohne jedoch zu weiteren Toren zu kommen. Fünf Minuten vor der Pause legte Tolga Dedeagili Tor Nummer zwei nach.

Klare Sache für Gahmen auch nach der Pause

Acht Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte erneut Dedeagili auf 3:0. Der eingewechselte Sinan Buran traf mit seinem ersten Ballkontakt zum 4:0 (71.). Den Schlusspunkt setzte erneut Dedeagili, der seinen dritten Treffer zehn Minuten vor dem Ende erzielte. Am nächsten Wochenende kommt es zum Duell mit dem Zweiten, BV Lünen. „Wir wollen alle Spiele gewinnen“, so Tikici.

SG Gahmen: Y. Cakir – Bayraktar, Tetik, Y. Arslan, Aktas, Ergün, A. Cakir, Dedeagili, Adali (70. Bolat), Sener (50. Elitok), Mulalic (70. Buran)

Tore: 0:1 Mulalic (17.), 0:2 Dedeagili (40.), 0:3 Dedeagili (53.), 0:4 Buran (71.), 0:5 Dedeagili (80.)

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