So hat es der BV Lünen geschafft, Patrick Osmolski wieder auf den Fußballplatz zu locken

rnPatrick Osmolski

Patrick Osmolski ist wieder da: Der ehemalige Trainer von GS Cappenberg hat beim BV Lünen ein neues Amt übernommen. Dazu musste er vorher aber das Einverständnis seiner Frau einholen.

Lünen

, 15.10.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Patrick Osmolski (37) ist ab sofort Sportlicher Leiter beim Fußball-B-Ligisten BV Lünen (wir berichteten) - eigentlich wollte Osmolski allerdings noch eine Pause machen. Im Interview spricht der ehemalige Trainer von GS Cappenberg über seine Beweggründe, wieder auf den Fußballplatz zurückzukehren und über gebrauchte Sonntage aus der Vergangenheit.

Herr Osmolski, wie hat der BV Lünen es geschafft, Sie zurück ins Fußballgeschäft zu locken?

Der Verein hat mich proaktiv angesprochen. Ich hatte viele Gespräche mit Marc Stommer (bisheriger Sportlicher Leiter des BV Lünen, Anm. d. Red.), den ich schon jahrelang kenne, weil wir eine gemeinsame Zeit bei Cappenberg hatten. Er hat mir davon erzählt, dass sich der Verein auf der Position verändern möchte und sich mich in der Rolle sehr gut vorstellen kann. Ich musste das dann erst einmal sacken lassen und habe dann mit meiner Frau darüber gesprochen.

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Und was hat sie dann gesagt?

(lacht) Sie hat gut reagiert. Sie kennt mich ja auch als Fußballer. Ich habe vorher ja sieben Jahre lang in Cappenberg gearbeitet. Das war eine unfassbar lange Zeit. Die Entscheidung aufzuhören hatte ich dann ja getroffen, bevor wir eine Familie gegründet haben. Mit dem Haus, der Hochzeit und der Geburt unserer Tochter standen zuletzt andere Dinge im Fokus. Zum BV Lünen hat sie dann aber gesagt, dass sie das spannend findet und ich das machen woll. Sie hat kein Veto eingelegt und steht zu 100 Prozent hinter mir.

Haben Sie den Fußball vermisst?

Ja und nein. Den Sport an sich und meine Freunde zu sehen, habe ich natürlich vermisst. Fußball hat mich ja mein Leben lang begleitet. Zuletzt hatte ich das so kompensiert, dass ich bei den Alten Herren des PSV Bork gekickt habe. Es war aber schon schön, die Sonntage mal frei zu haben. Ich war damals immer mit 100 Prozent bei der Sache. Wenn wir verloren haben, dann waren der Sonntag und manchmal auch die nächsten Tage kaputt.

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Sie arbeiten ab sofort als Sportlicher Leiter – warum nicht mehr als Trainer?

Es ist schon so, dass ich mehrere Anfragen hatte. Die haben mich am Ende aber nicht genug gereizt und nicht komplett überzeugt. Ich habe aber auch nie daran gedacht, Sportlicher Leiter zu werden. Die Anfrage vom BV Lünen - meinem Heimatverein - und die guten Gespräche waren dann aber reizvoll.

Wie interpretieren Sie Ihre neue Rolle beim BV Lünen eigentlich?

Ich werde nun erst einmal eine Strategie für die nächsten Jahre entwickeln. Der BV Lünen möchte ja kurzfristig in die Kreisliga A zurück. Das ist der Grund, warum mich die Verantwortlichen geholt haben. Bis Weihnachten möchte ich jetzt erst einmal den Verein und die Charaktere richtig kennenlernen, mich mit dem Vorstand und den Trainern austauschen. Ich werde als Bindeglied zwischen Mannschaft, Trainer und Vorstand arbeiten.

Wird man Sie denn noch an der Linie sehen?

Ich habe mich am Wochenende während des Spiels mit den Co-Trainern der ersten Mannschaft ausgetauscht. Danach habe ich sie aber in Ruhe gelassen. Ich werde nicht proaktiv nach vorne gehen, dafür sind ja die Trainer da.

Das Ziel ist der Aufstieg in die Kreisliga A – wie realistisch sehen Sie das?

Das ist eine schwierige Frage. Ich kenne die Liga nicht und auch die Mannschaft noch nicht gut genug. Tabellarisch sieht es aber gut aus.

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