Sowohl die Handball-Damen als auch die Herren stehen vor schweren Begegnungen

Handball am Wochenende

Der SuS Oberaden muss beim starken Soester TV ran, Brambauer empfängt Dorstfeld. Die Damen des VfL empfangen die Dritte des BVB, während die Frauen des Lüner SV gegen Schwerte spielen.

Lünen, Brambauer

, 29.11.2018, 14:26 Uhr / Lesedauer: 4 min
Sowohl die Handball-Damen als auch die Herren stehen vor schweren Begegnungen

Bastian Stennei und der SuS Oberaden wollen sich auswärts beim Soester TV gut präsentieren. © Günther Goldstein

Die Handballer und Handballerinnen aus Lünen, Brambauer und Oberaden stehen vor keinem leichten Spieltag. Die Verbandsliga-Frauen des Lüner SV empfangen zwar den Tabellenletzten, aber auch in dieser Partie sind noch keine Punkte sicher.

Oberliga

Soester TV – SuS Oberaden
Die Aufgabe beim Tabellensiebten ist am Samstagabend um 19 Uhr (Geschwister-Scholl-Straße 1, Soest) keine einfache. Der Soester TV ist eine der eingespieltesten Mannschaften der Liga. Seit Jahren ist der Soester TV stark besetzt. „Individuell eine wirklich gute Mannschaft, die auch sehr gut ausgebildete Spieler aufweist“, bestätigt SuS-Kapitän Mats-Yannick Roth. Auch Spielertrainer Alex Katsigiannis weiß um die Stärken des Gegners: „Das ist eine sehr erfahrene und gestandene Truppe. Eine gute Mischung aus Jung und Alt. Natürlich hängen die Trauben dort sehr hoch.“

Zuletzt verlor Soest allerdings beim VfL Gladbeck hauchdünn mit 31:32 und auch gegen den Spitzenreiter ASV Hamm-Westfalen II gab es eine 23:29-Niederlage. Diese Mannschaft ist also auf Wiedergutmachung aus. Die Cobras hingegen wollen den positiven Schwung aus dem letzten wichtigen Heimsieg gegen den TuS Möllbergen (31:27) mitnehmen. Auch die letzten Wochen verliefen im Training wieder positiver.

„Wir wollen und müssen diese Eindrücke jetzt mitnehmen“, sagt Roth. Katsigiannis bestätigt: „Das Zusammenspiel in der Abwehr funktioniert immer besser. Auch im Angriff sind wieder mehr Strukturen zu erkennen. Wir sind wieder auf einem guten Weg.“ Das HVW-Pokal-Wochenende aus der letzten Woche, in dem der SuS Oberaden den letzten Platz belegte, ist längst vergessen, die Wunden wieder geleckt. „Daran sollten wir jetzt auch nicht mehr denken“, so Roth weiter.

Die Cobras hoffen auf mitreisende Fans, die den SuS in Soest nach vorne peitschen sollen. „Ohne das Duell gegen den HC TuRa Bergkamen sind die Spiele gegen die Nachbarn aus dem Handballkreis Hellweg unsere Derbys in dieser Saison. Da wollen wir natürlich alles geben“, sagt Roth und legt nach: „Unten in der Tabelle spielen die Teams direkt gegeneinander. Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein, die ersten Auswärtspunkte der Saison einzufahren.“

Unter der Woche machten die Cobras einen guten Eindruck beim Training. Spielertrainer Alex Katsigiannis hatte eine hohe Beteiligung zu verzeichnen. Personell sieht es am Samstagabend ebenfalls gut aus. Fraglich ist noch der Einsatz von Linkshänder Lauris Hajduk (beruflich). Kreisläufer Bastian Herold (krank) ist weiter angeschlagen. Ansonsten dürfte Trainer Katsigiannis alle Mann an Bord haben.

Landesliga 3

VfL Brambauer – ATV Dorstfeld

Die Landesliga-Handballer des VfL Brambauer treffen am Samstag, 1. Dezember, um 17.30 Uhr zu Hause auf den Tabellendritten ATV Dorstfeld (Diesterweg 7a, Lünen) und müssen zugleich alles investieren, um erfolgreich zu sein. „Dorstfeld ist für mich eine der Top-Mannschaften der gesamten Liga“, warnt VfL-Coach Nadim Karsifi. Der ATV steht auf Platz drei, weist 13:5-Punkte auf und steht nur drei Punkte hinter Spitzenreiter HC Westfalia Herne.

Die VfL-Herren hingegen sind aktuell Sechster mit 8:10-Zählern. „Natürlich könnte es sportlich noch besser laufen. Wir können viel mehr, haben unser Potenzial aber noch nicht abrufen können. Die Konstanz fehlt uns noch“, sagt Karsifi. Diese konnte der VfL Brambauer vor allem zu Beginn der Saison auch noch nicht finden. Denn viele Spieler fehlten verletzungsbedingt. „Das lag an vielen kleinen Faktoren. Ich bin mir aber sicher, dass wir diese Konstanz im Laufe der Saison wieder finden“, so Karsifi.

Personell sieht es wieder besser aus. Karsifi hat den kompletten Kader zur Verfügung. „Wir wollen und müssen zu unserem Spiel finden und unser Bestmögliches geben, um den ATV Dorstfeld so lange wie möglich zu ärgern“, sagt Karsifi.

Frauen-Verbandsliga 2

VfL Brambauer – BVB Dortmund III

Die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer haben in diesem Jahr noch drei Spiele zu absolvieren. Zwei davon bestreitet der VfL vor heimischem Publikum. Am Samstag, 1. Dezember, empfangen die VfL-Frauen um 19.30 Uhr den BV Borussia Dortmund III (Diesterweg 7a, Lünen). Der VfL Brambauer ist in dieser Saison zu Hause noch ungeschlagen. „Das wollen wir natürlich auch so beibehalten“, gibt Trainer Andre Schwedler die Richtung vor. Seine Mannschaft hat in den nächsten drei Wochen noch zwei Heimspiele zu bestreiten.

Zuerst gegen den BV Borussia Dortmund III, dann am 15. Dezember gegen die HSG Hohenlimburg. „Wünschenswert sind natürlich sechs Punkte aus den nächsten Spielen. Das Ziel ist aber mindestens vier zu holen“, sagt Schwedler, der sich vom jetzigen Gegner bereits selbst ein Bild machte: „Der BVB ist nicht mehr wie im letzten Jahr aufgestellt. Dieses Team hat mittlerweile ein neues Gesicht.“ Viele erfahrene Spielerinnen laufen nicht mehr auf, dafür sind viele junge Akteurinnen hinzugekommen. Mit Marina Wilkus im Tor und Julia Koopmann im Rückraum weist der BVB III aber noch zwei Spielerinnen auf, die Drittliga-Erfahrung haben und Spiele entscheiden können. „Ich bin aber zuversichtlich, dass wir den BVB schlagen können. Ich werde die Mannschaft auch richtig einstellen. Wir müssen dahin kommen, dass wir wieder zu unserem Spiel finden“, sagt Schwedler.

Personell hat der VfL-Coach allerdings ein paar Baustellen. Sonja Plotek erlitt im letzten Spiel einen Mittelhandbruch, fehlt die nächsten Wochen. Sanja Lasshof ist privat verhindert. Schwedler wird einige Spielerinnen aus der eigenen Bezirksliga-Zweiten hochziehen.

Frauen-Verbandsliga 2

Lüner SV – HSG Schwerte-Westhofen

Auch wenn das letzte Auswärtsspiel nicht erfolgreich war (29:37 bei TuRa Halden-Herbeck), wollen die Landesliga-Handballerinnen des Lüner SV am Sonntag, 2. Dezember, um 18 Uhr (Kurt-Schumacher-Straße 41-49) gegen Schlusslicht HSG Schwerte-Westhofen den sechsten Saisonsieg einfahren.

Der LSV trifft dabei auf einen unangenehm zu spielenden Gegner. „Schwerte steht zwar auf dem letzten Tabellenplatz, diese Mannschaft ist aber mit Vorsicht zu genießen. Sie hat oft nur knappe Niederlagen kassiert“, warnt Trainer Marcel Mai. Zudem gab es vor kurzem bei der HSG einen Trainerwechsel. Dirk Hille (55) hat am 21. November das erste Training bei den Frauen gehalten. „Ein neuer Trainer bringt immer neue Impulse. Das kann auch wiederum neue Kräfte freisetzen. Wir sind auf jeden Fall gewarnt“, so Mai.

Seit gut zwei Jahren haben die LSV-Frauen zu Hause kein Spiel mehr verloren. Diese starke Serie soll weiter aufrecht erhalten werden. Der Lüner SV hat am Samstag, 1. Dezember, seine traditionelle Weihnachtsfeier bei Stolzenhoff in Brambauer. Bis zum Anpfiff am Sonntag sollen die Frauen aber wieder fit sein. Coach Mai kann auf einen vollen Kader zurückgreifen. „Ein, zwei kleinere Blessuren sind dabei. Aber wir sind im Ganzen vollzählig“, freut sich Mai.

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