Spielbetrieb unter Coronavorschriften: Lüner Verein gibt einen Einblick

rnFußball

Die Coronaschutzverordnung ist verlängert worden. Somit bleiben die Vorschriften für Vereine bei der Durchführung von Testspielen erst mal unverändert. Der BV Lünen hat erste Erfahrungen gemacht.

Lünen

, 14.08.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit dem 25. Juli ist der Testspielbetrieb im Fußballkreis wieder möglich. Zum Spielbetrieb gehören in diesen Zeiten für den austragenden Verein einige Vorschriften und Maßnahmen.

Jetzt lesen

Florian Dellbrügge, Geschäftsführer des BV Lünen 05, gibt Einblicke in die Abläufe des Vereins. Das erste Heimspiel unter Coronamaßnahmen war für den Klub direkt ein besonders, vor zwei Wochen trat der Lüner SV zum Jubiläumsspiel in der Geist an.

Ein Spiel, welches in dieser Form selten beim BV Lünen stattfindet. Laut Dellbrügge sei eine Zuschaueranzahl von 220 Leuten, wie gegen den LSV, im regulären Ligabetrieb nicht üblich. Daher bezeichnet der Geschäftsführer des B-Ligisten das Spiel unter den coronabedingten Maßnahmen als „Maximalprobe“ für den Verein.

Florian Dellbrügge betreibt beim BV Lünen einen hohen Aufwand.

Florian Dellbrügge betreibt beim BV Lünen einen hohen Aufwand. © Günther Goldstein

„Das war anstrengend, also das Spiel war cool, die Leute waren cool drauf, wir sind, aber mit dem, wie es gelaufen ist, nicht hundertprozentig zufrieden“, sagt Dellbrügge rückblickend auf das Jubiläumsspiel und führt weiter aus: „Wir haben schon gemerkt, ab einem gewissen Level, wahrscheinlich auch ein bisschen mit Alkohol drinnen, achten die Leute nicht mehr so toll darauf, was wir gerade für Vorgaben haben.“

Florian Dellbrügge lobt das Anmeldesystem des BV Lünen

Selbstkritisch hat der Verein sich das Ziel gesetzt, bei den kommenden Spielen, auch im Hinblick auf den Ligastart in drei Wochen, noch intensiver auf die Abstands- und Maskenregeln hinzuweisen, erklärt Dellbrügge.

Gut geklappt hat dem Verein nach das Anmeldesystem für das Spiel gegen den Westfalenligisten. So konnten interessierte Zuschauer online per Mail oder Nachricht über die sozialen Kanäle des Vereins vorab ihren Besuch ankündigen.

So profitierten sowohl Gäste von einem schnelleren und einfacherem Einlassverfahren, als auch der Verein, der einen besseren Blick über die zu erwartende Zuschauerzahl erhielt. Die Methode möchte Dellbrügge bei ähnlichen Spielen wieder einsetzen.

Jetzt lesen

Auch die Situation hinter dem Einlass ist unter Corona verändert. Der Verein besorgte Hygienespender, Hygienemittel und fertigte diverse Infoschilder an. Dazu meint Dellbrügge: „Diese ganzen Anschaffungen hat man ein Mal. Das ist ein Mal anstrengend und einmal ein bisschen kompliziert, wenn man dann aber im Betrieb selber ist, dann ist es umgesetzt, dann sehen wir da nicht mehr das Problem.“

BV Lünen hat den doppelten Personalaufwand

Der personelle Mehraufwand liegt nach den Informationen des Geschäftsführers des BV Lünen bei etwa der doppelten Besetzung. So seien an einem Spieltag ohne Corona fünf bis sechs Leute für den Ablauf nötig, in Coronazeiten läge die Zahl bei mindestens zehn Leuten. Der Aufwand befinde sich aber, auch nach Austausch im Vorstand, im Rahmen.

„Also wenn man sich wirklich einmal damit befasst hat, und wir haben wirklich mit allen Helfern einmal im Vorfeld dieser Spiele drüber gesprochen, auf was wir achten müssen. Wenn sich daran nichts mehr ändert, dann finde ich schon, dann ist das klar eine neue Situation, aber das kriegen wir hin“, schätzt Florian Dellbrügge die Lage im Verein aktuell ein.

Ob sich zum Meisterschaftsstart noch etwas in den Vorschriften für Fußballvereine, in der Durchführung von Heimspielen ändert, ist erst mit Auslaufen der aktuellen Coronaschutzvorschriften zum 31. August beantwortbar.

Lesen Sie jetzt