Spitzenspiel für BV Brambauer-Lünen – Die Vorschau

Fußball: Bezirksliga

Der BV Brambauer-Lünen reist am 7. Spieltag der Fußball-Bezirksliga 8 als Tabellenführer zum punktgleichen Verfolger Werner SC. Den VfB Lünen plagen vor dem Heimduell gegen Holzwickede II Personalsorgen und Westfalia Wethmar muss auswärts beim FC Nordkirchen antreten. Hier ist die Übersicht.

LÜNEN

, 23.09.2016, 15:31 Uhr / Lesedauer: 3 min
Brambauers Marcel Bieber (l.) ist der torgefährlichste Stürmer der Liga. Auf ihn werden Dennis Seifert und der Werner SC im Spitzenspiel besonders achten müssen.

Brambauers Marcel Bieber (l.) ist der torgefährlichste Stürmer der Liga. Auf ihn werden Dennis Seifert und der Werner SC im Spitzenspiel besonders achten müssen.

Fußball, Bezirksliga 8 Werner SC - BV Brambauer-Lünen Sonntag, 15 Uhr, Im Lindert, Werne

„Den Jungs merkt man die Anspannung schon an. Dieses Spiel haben sie sich hart erarbeitet“, meint BVB-Spielertrainer Thorsten Nitsche, für den Werne der Topfavorit in der Liga ist. „Es ist ein Bonusspiel. Sollten wir verlieren, ist das nicht tragisch, weil wir daraus etwas lernen könnten. Doch wir wollen das Beste daraus machen.“ In Werne werde die Brambauer Elf hoch konzentriert agieren müssen, glaubt Nitsche: „Wenn wir da einmal nicht aufpassen, kann es hinten schon klingeln. Ein Wahnsinnsteam, das überall stark besetzt ist.“

Dieser Respekt vor dem Kontrahenten hat allerdings keineswegs mit mangelndem Selbstbewusstsein der Brambauer zu tun. Mit fünf Siegen in Serie hat das Team aus der Glückauf-Arena in den letzten Wochen ein Ausrufezeichen gesetzt. Das weiß auch Nitsche: „Kämpferisch haben wir uns stark präsentiert, sind defensiv und offensiv gut.“

LIVETICKER
Wir berichten am Sonntag in einem Liveticker von den heimischen Teams in der Bezirksliga 8.

Nur sechs Gegentreffer weisen auf eine stabile Defensive. Vorne hat man mit Marcel Bieber einen gefährlichen Goalgetter. „Doch so ein Stürmer muss auch erst einmal gefüttert werden“, betont Nitsche. „Das lief schon super.“ Einzig im Spielerischen sei noch Luft nach oben. Da müsse man noch abgeklärter werden.

Für Wernes Coach Kurtulus Öztürk ist die Begegnung „nicht die entscheidende“ der Saison. Aber: „Wir wollen natürlich gewinnen. Die Mannschaft ist gut drauf. Ich bekomme von Woche zu Woche beim Training positive Signale von ihr – völlig unabhängig vom Spitzenspiel“, so Öztürk. 

FC Nordkirchen - TuS Westfalia Wethmar Sonntag, 15 Uhr, Am Schlosspark, Nordkirchen

Sowohl Wethmar als auch Nordkirchen wurden vor dem Saisonstart als Favoriten auf den Titel gehandelt. Von der Spitzengruppe der Liga sind beide derzeit weit entfernt. Die Grün-Weißen kamen zuletzt nicht über zwei Remis gegen Husen-Kurl und den VfB Lünen hinaus.

Besonders der späte Ausgleich im Derby zuletzt dürfte den TWW geschmerzt haben. Nur Sekunden zuvor schien sich die Westfalia mit der Führung für eine überlegene zweite Halbzeit doch noch zu belohnen. „Das Spiel ist jetzt abgehakt“, sagt Wethmars Sportlicher Leiter Rolf Nehling, der sich weniger über den späten Ausgleich als über die vergebenen Torchancen geärgert hatte. „Das war bereits das zweite Spiel, in dem wir einige gute Möglichkeiten vergeben haben. Über kurz oder lang müssen wir das abstellen.“

In Nordkirchen will die Elf von Coach Alexander Lüggert den Anschluss an das obere Tabellendrittel finden. Leicht wird das nicht. „Fünf Mann zu ersetzen ist nicht einfach“, so Nehling zur Personalsituation. Der TWW kann jedoch auf gute Akteure aus der U23 zurückgreifen. „In Nordkichen war es immer schwer zu spielen. Der Rasen dort ist hoch. Ich hoffe, dass er vernünftig geschnitten ist.“

Beim FCN ist die Stimmung verhalten. „Das war eine sehr unvollständige Trainingswoche“, sagt Trainer Peter Wongrowitz. Nur die halbe Mannschaft konnte trainieren. Offensivspieler Bülent Gündüz fehlt am Sonntag definitiv, ebenso wie Tobias Temmann. Bei Mittelfeldmann Florian Fricke ist die Lage unklar. Krank meldeten sich Marcel Voß und Maximilian Muck ab. Neben Daniel Czysch und dem langzeitverletzten Jonas Torlop fehlten auch noch Jonas Wilde und Sascha Hoffmann beruflich. 

VfB Lünen 08 - Holzwickeder Sport Club II Sonntag, 15 Uhr, Karl-Kiehm-Weg, Lünen

Matthias Hiltawski ist gesperrt nach seinem Platzverweis gegen Wethmar. Dietrich Grass ist im Urlaub. Andre Richter (Knie) und Manuel Linz (Rückten) fehlen verletzt. Enrico Christal und Oliver Hilkenbach haben muskuläre Probleme. Ihre Einsätze sind gefährdet. Das stellt VfB-Coach Steven Koch vor allem in der Defensive vor Problemen. Wie sich der Tabellenvierte dort aufstellt, wird erst am Sonntag feststehen.

Vorne sind die Süder stark besetzt. Was der Lüner Trainer zuletzt jedoch vermisst hat, war das für den VfB bezeichnend schnelle Umschaltspiel. „Dahin müssen wir wieder zurückfinden“, so Koch, der mit einem starken Kontrahenten rechnet.

Die Ergebnisse des Aufsteigers lassen sich sehen. Zwar ist der HSC mit drei Niederlagen gestartet. Doch das war gegen Teams, die oben in der Tabelle erwartet werden. Danach spülte sich die Reserve des Westfalenligisten mit drei klaren Siegen ins Vorderfeld der Liga. Koch: „Die dürfen wir nicht unterschätzen. Man weiß nie, wer da aus der Westfalenliga dazu stößt. Aber auch so hat Holzwickede mit Spielern wie Dennis Hense starke Leute.“  

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