Sportpolitik: Keine Zuschüsse mehr für Fußballplätze?

LÜNEN Verschärft sich nach der Bäder-Diskussion in der Lüner Sportlandschaft jetzt die Debatte um die Fußballplätze? Nach der Umstrukturierung der Bäderlandschaft drohen vor dem Hintergrund sinkender Bevölkerungszahlen weitere Veränderungen.

von Von Bernd Janning

, 06.01.2008, 15:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Karl-Heinz Schulze, Kreisschiedsrichter-Obmann und Fachwart Fußball beim Stadtsportverband.

Karl-Heinz Schulze, Kreisschiedsrichter-Obmann und Fachwart Fußball beim Stadtsportverband.

Nach Mitteilung des Stadtsportverbandes (SSV) erarbeitet eine Projektgruppe der Stadtverwaltung Konzepte, so auch schwerpunktmäßig in den Bereichen "Sportplätze, Turn- und Sporthallen sowie Sportförderungsrichtlinien". An der Arbeit dieser Gruppe beteiligt sich auch der SSV als Dachorganisation aller Lüner Sportvereine.

Fachliche Beratungen und realistische Überlegungen zur Vorbereitung der politischen Entscheidungen (nicht vor dem 30. Juni 2008) haben Priorität bei den Sportfunktionären in der Projektgruppe. Nach Gesprächen mit den Schulen fließen deren Vorschläge bereits nahtlos in die vorläufigen Konstellationen ein.

Mit den Sportvereinen als Turn- und Sporthallennutzer steht noch eine Diskussionsrunde an, um auch diese Ergebnisse in die Überlegungen der Projektgruppe einbringen zu können.

Drohen jetzt Beiträge für die Hallennutzung?

Dabei sollen auch mögliche Sportstätten-Nutzungsgebühren im Vorstadium angesprochen und beraten werden. "Befürchtungen, dass in Zukunft auch sportliche Großveranstaltungen wie die Hallenfußball-Stadtmeisterschaften (Junioren und Senioren) entgeltpflichtig werden, sind ebenso verfrüht wie die Veröffentlichungen über Schließungen von Turnhallen", versucht sich der SSV als Hoffnungsträger.

Die Fußballvereine werden das bereits von der Projektgruppe vorgetragene Sportstättenkonzept am Samstag, 26. Januar (ab 10.30 Uhr in Lünen-Süd) während einer Klausurtagung der SSV-Fachschaft beraten. Ein Schwerpunkt wird die angedachte Verantwortung für den Unterhaltung ohne finanzielle Unterstützung der Stadt der Vereine für die Sportplätze ab 2012 sein.

Sicher wird es in dieser Sitzung konkrete Fragen zu diesen Gedanken geben. Die Gretchenfrage an SSV-Fachwart Karl-Heinz Schulze könnte lauten: "Bekommen die Klubs dann gar keine Zuschüsse mehr für ihre Plätze?"

Empfehlungen hier, Entscheidungen dort

"Empfehlungen zu späteren Ratsentscheidungen werden rechtzeitig im Vorstand des Stadtsportverbandes beraten und diskutiert, so dass die fachliche Kompetenz zur Realisierung notwendiger, aber auch sinnvoller Veränderungen in der Lüner Sportlandschaft gewährleistet ist", setzt der SSV auf sich als Verhandlungspartner. Entscheiden wird letztlich die politische Mehrheit im Rat der Stadt Lünen.

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