Im Interview: An diesen Stellschrauben will Steven Koch bei Westfalia Wethmar drehen

rnWestfalia Wethmar

Steven Koch hat am Mittwochabend beim TuS Westfalia Wethmar das Traineramt übernommen. An welchen Stellschrauben er drehen will und welche Ideen er hat, verrät Koch im Interview.

Wethmar

, 18.10.2019, 09:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Steven Koch steht wieder auf dem Fußballplatz. Der 30-jährige B-Lizenz-Inhaber hat am Mittwochabend - gemeinsam mit Co-Trainer Christian Kinder - beim Fußball-Bezirksligisten Westfalia Wethmar übernommen. Im Interview spricht er über erste Ziele und über den Reiz, Westfalia Wethmar zu übernehmen.

Herr Koch, Glückwunsch zu Ihrer neuen Aufgabe. Wie kam der Kontakt mit Wethmar zustande?

Rolf Nehling hat sich bei meinem Bruder (Marcel Koch, Anm. d. Red.) erkundigt und sich über ihn meine Nummer besorgt. Ich weiß jetzt nicht, ob ein paar von den Jungs, die ich vorher trainiert habe, dazu im Vorfeld auch etwas gesagt haben.

Mussten Sie dann nach dem Angebot der Wethmarer lange überlegen?

Überlegen und planen musste man schon, klar. Wir haben jetzt ein Haus gekauft, dass wir renovieren müssen. Im Dezember kommt das zweite Kind. Das kam jetzt alles auf einmal. Mein Vater und mein Schwiegervater halten mir dabei aber auch den Rücken frei. Ich musste mich zwar mit meiner Frau absprechen, aber danach habe ich mich schnell entschieden, das zu machen.

Was haben Sie während der fußballfreien Zeit an den Sonntagen zuletzt eigentlich so gemacht?

Die Sonntage habe ich mit der Familie verbracht. Natürlich habe ich auch das eine oder andere Fußballspiel geguckt, war mit unserem Sohn und meiner Frau am Platz. Da hat man als Trainer natürlich Dinge gesehen. Ich habe gemerkt, dass das Feuer bei mir da ist.

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Bei Ihrer Vorstellung in Wethmar haben Sie gesagt, dass es keine leichte Situation bei der Westfalia sei. Warum haben Sie das Angebot trotzdem angenommen?

Genau darin liegt ja der Reiz. Wenn du einen Tabellenführer übernimmst, dann musst du nicht an vielen Stellschrauben drehen. In Wethmar habe ich jetzt aber die Möglichkeit, Sachen anders zu machen, Dinge zu entwickeln. In Horstmar war das am Anfang ja auch so. Da haben wir viele Gegentore bekommen. Am Ende hatten wir die zweitbeste Defensive der Liga. Das war eine Entwicklung, die wir gemacht haben, die man am Ende des Zeitraums gesehen hat.

Die erste Trainingseinheit liegt hinter Ihnen. Was haben Sie entdeckt - an welchen Stellschrauben muss unbedingt gedreht werden?

Wichtig ist es, dass die Jungs Selbstvertrauen und Spaß am Spiel kriegen. Wir wollen den Fokus darauf legen, dass die Spieler Bock und Spaß haben und Laufbereitschaft zeigen. Die Dinge im taktischen Bereich werden wir in den nächsten Wochen nach und nach angehen.

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Die Westfalia hat ein Problem in der Offensive - wie wollen Sie das lösen?

Ideen haben wir da schon, aber es wird schwer, das sofort umzusetzen. Wir haben viele Verletzte. Wir müssen gucken, was wir machen, haben mit Kai Schinck und Robin Möller ja auch zwei Rückkehrer.

Am Sonntag gastiert RW Germania in Wethmar - ein starker Aufsteiger. Keine leichte Aufgabe, oder?

Das wird eine schwierige Aufgabe. Aber auch das Spiel danach die Woche gegen Holzwickede wird schwierig. Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel. Der Vorteil, den ich habe, ist, dass Christian Kinder (Co-Trainer Westfalia Wethmar, Anm. d. Red.) viele Fußballer im Dortmunder Raum kennt. Er kennt die Vorzüge der Spieler. Wir müssen mal gucken, wie wir das angehen. Wethmar kassiert im Schnitt 2,5 Gegentore pro Spiel. Wir wollen also hinten sicherer stehen und eine gute Ordnung haben.

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