Südmeyer wird zum Spieler des Spiels im packenden Derby - Die Ergebnisse

Fußball: Kreisliga

SV Preußen und SG Gahmen trennen sich 2:2 im Derby. Alstedde gewinnt hoch gegen Derne. Wethmar II geht unterdessen zweistellig unter. Ähnlich schlecht lief es für die Frauen vom BV Lünen.

von Steven Roch, Niklas Dvorak

Lünen

, 15.09.2019, 22:51 Uhr / Lesedauer: 5 min
Südmeyer wird zum Spieler des Spiels im packenden Derby - Die Ergebnisse

Gahmen Aykut Isik (l.), hier im Duell gegen Preußen Kevin Gomulka, vergab die letzte große Chance im Derby der Kreisliga A. © Günther Goldstein

Kreisliga A2 Dortmund
SV Preußen – SG Gahmen 2:2 (1:1)

Es war eben jener Dedeagili, der in der letzten Spielzeit 24 Tore für die Blau-Gelben erzielt hatte und noch vor zwei Wochen von Coach Semistan Tikici aus disziplinarischen Gründen suspendiert worden war. Am Sonntag in der 69. Minute gab ihm Trainer Tikici eine zweite Chance, wechselte Dedeagili für Furkan Kiymaz ein. Knapp 25 Minuten später erlöste er mit seinem Schuss aus 18 Metern ins Netz die zurückliegenden Gahmener, die zuvor – wie so oft in dieser Saison – reihenweise Torchancen liegen gelassen hatten.

Aber der Reihe nach: Es waren erst 20 Sekunden gespielt in Horstmar, da tauchte Gahmens Furkan Kiymaz bereits frei vorm Tor der Preußen auf. Er scheiterte am SVP-Keeper Sascha Südmeyer, der auch in den folgenden fast 100 Minuten ein ums andere Mal brillant parieren sollte. Im Nachsetzen scheiterte Ahmet Karaduman ebenfalls aus guter Position. „Da fing es schon an“, ärgerte sich Coach Tikici. Das Gespenst der katastrophalen Chancenverwertung verfolgte Gahmen schon nach wenigen Sekunden.

Die SGG war zwar besser, hatte mehr Ballbesitz und versuchte, mit ihren schnellen Leuten die Preußen-Abwehr in die Bredouille zu bringen. Doch die Horstmarer Defensive – erstmals seit langem wieder mit Maurice Katlun in der Innenverteidigung – hielt. Gleichzeitig konnte auch die Mannschaft von Stefan Urban immer wieder Nadelstiche nach vorne setzen. In der sechsten Minute erzwangen Lukas Goetz und Fabian Vom Hofe beinahe ein Eigentor durch Dawid Surmiak – der Ball flog knapp drüber. In der 19. Minute schließlich erzielte Goetz die Führung der Horstmarer. Ein weiter Abschlag von Südmeyer wurde schnell weitergeleitet auf Goetz, der freistehend den Ball am aus dem Tor herauseilenden Emre Ekici zum 1:0 einnetzte.

Zwar gab Gahmen auch in der Folge den Ton an. Doch der SVP gewann im Lauf der Zeit und mit der Führung im Rücken weiter an Stabilität, auch weil die Blau-Gelben zunehmend unzufriedener mit sich selbst waren. Der Ausgleich fiel dann in einer Phase, in der die SGG mal nicht am Drücker war. Nach einem Standard reagierte Gahmen schneller als der SVP. Karaduman bediente schließlich Furkan Kiymaz, der ins Netz einschob (31.).

Munter weiter ging es auch in der zweiten Hälfte. Chancen waren auf beiden Seiten keine Mangelware. Es folgen nur wenige Beispiele: Nico Kusserow brachte einen gefährlichen Freistoß aufs Gahmener Gehäuse (47.). Auf der anderen Seite scheiterten Furkan Kiymaz und Dawid Surmiak (49.).

Eine Viertelstunde später hatte Pascal Herrmann – erst wenige Sekunden zuvor für den verletzten Kusserow gekommen – das 2:1 auf dem Fuß. Freistehend aus kurzer Distanz traf er den Ball nicht richtig. Wiederum auf der anderen Seite scheiterte der eingewechselte Berkan Vardi am abermals starken Südmeyer (69.). Beide Teams hatten Chancen für mehrere Spiele. Ein Tor fiel dann doch – wieder durch Goetz. Der Preuße machte das 2:1, nachdem Gahmen mehrmals den Ball nicht klären konnte (74.).

Kurz danach verpasste der SVP-Mann Vom Hofe mit seinem Lattenknaller das 3:1 und damit die Vorentscheidung (76.). Auf der Gegenseite rettete Südmeyer einmal mehr – diesmal gegen Dedeagili (82.). Wenig später lag der starke Preußen-Torhüter verletzt am Boden, nachdem Gahmens Kadir Koc mit beiden Beinen voraus in ihn hineingerutscht war (88.) – Glück für Koc, dass er nicht Gelb-Rot sah. Südmeyer biss auf die Zähne und spielte weiter – zum Glück für seine Mannschaft.

Denn erst jetzt begann die packende Nachspielzeit. Vor dem Ausgleich traf erst Gahmens Ali Özkan die Latte (90.). Dann ist Preußen im Glück, weil die SG Gahmen nach Schubser gegen Vardi keinen Strafstoß bekommt. Und selbst nach dem 2:2 war auf Preußen-Seite wieder auf Südmeyer Verlass. In der letzten Aktion des Spiels lenkte er den Schuss von Aykut Isik mit den Fingerspitzen über das Tor (90.+7). Es blieb damit beim 2:2-Remis, mit dem nach solch einem Spiel eigentlich niemand zufrieden sein konnte.

SV Preußen Lünen: Südmeyer – Stauch, Kusserow (50. Herrmann), Katlun, Adamsky, Gomulka, Pommerin, Broda, Goetz, Vom Hofe (86. M. Frenzel), Frenzel

SG Gahmen: Ekici – Surmiak, Ergün, Aktas, Özkan, R. Kiymaz, F. Kiymaz (69. Dedeagili), Karaduman (57. Isik), Uzun (77. Cirak), Elitok (57. Vardi), Koc

Tore: 1:0 Goetz (19.), 1:1 F. Kiymaz (31.), 2:1 Goetz (74.), 2:2 Dedeagili (90.+5)

VfB Lünen – BSV Schüren II 3:1 (2:0)

Dabei begann die Begegnung so gut. Der VfB startete stark. Leon Broda vergab nach wenigen Minuten freistehend die erste gute Gelegenheit. Nach einem Angriff über rechts kurz darauf war Philipp Scheuren zur Stelle und machte das 1:0 (6.). Tim Gehrmann erhöhte auf 2:0 (13.). Dazwischen hätten die Gastgeber allerdings noch weitere Treffer erzielen müssen. „Wir haben noch drei hochkarätige Chancen gehabt und hätten eigentlich 4:0 führen müssen“, so Co-Trainer Daniel Skubich, der sich daraufhin ärgern musste. „Nach dem 2:0 haben wir komplett aufgehört Fußball zu spielen. Wir haben nur verwaltet, waren nicht schnell genug. Wir haben uns an das Niveau des Gegners angepasst – keine Glanzleistung von uns“, so Skubich.

Das setzte sich auch in der zweiten Hälfte fort. Immerhin erzielte Marcel Salmen nach Pass von Oliver Hilkenbach noch das 3:0 (86.). Beim Schürener Gegentreffer (90.+1) hatte die VfB-Elf schon mit dem Spiel abgeschlossen. Die linke VfB-Seite war komplett offen. „Der Sieg war zwar nie gefährdet“, so Skubich. „Unterm Strich war das aber zu wenig von uns.“

VfB Lünen: Vorwick – Grass (90. Schulze Twenhöven), Broda, Gehrmann, S. Serges (82. Eichhorst), Scheuren (78. Hans), Hilkenbach, D. Serges, Garcia Rodriguez, Wagner (67. Salmen), Seifert

Tore: 1:0 Scheuren (6.), 2:0 Gehrmann (13.), 3:0 Salmen (86.), 3:1 (90.+1.)

BW Alstedde – Ay Yildiz Derne 6:0 (4:0)

Das Spiel am Heikenberg ist schnell beschrieben. Mit vier Treffern war der Spieler des Tages schnell ausgemacht. Patrick Röll traf zweimal vor und zweimal nach der Pause. Nach einem frühen Zusammenprall zwischen Nico Christiansen und Hamza Zemuri, der mit Nasenbeinbruch und Rettungswagen abtransportiert werden musste, lamentierten die Gäste häufig. Die Quittung kam prompt. Freistoß Mario Lindner, Kopfball des aufgerückten Jonas Hülsmann – 1:0 (17.). Lindner selbst (21.) und zweimal Patrick Röll bedeuteten eine klare Pausenführung.

BWA-Trainer Tim Hermes hatte aber schon nach dem 3:0 bemerkt, dass sich sein Team zurückzog und das Spiel aus der Hand gab. „Wir haben klar geführt, hätten einfach mit breiter Brust weiter spielen, Ball und Gegner weiter laufen lassen müssen“, sprach Hermes das Manko an.

Nach einem Lattenschuss durch Lindner (56.) ließ sich Alstedde aber im weiteren Spielverlauf weiter zurückdrängen, kam nur noch sporadisch nach vorne. Erst Röll setzte dem Treiben ein Ende und schraubte das Ergebnis auf 6:0 (62./72.) hoch.

„Ich bin kaputt. Ich hatte in beiden Beinen Krämpfe und habe Hermes gefragt, ob ich raus kann. Aber er hat Can Cicek runter genommen“, so der vierfache Torschütze Röll, der so noch auf dem Platz bleiben durfte und per Einzelleistung den 6:0-Endstand erzielte.

BW Alstedde: Krause - Hülsmann, Rumpf, Rothe, Cicek(75. Audehm), Lindner (81. Arslan), Häckh (65. Ekici), Nowak, Splittgerber, Christiansen (65. Katarszynski), P. Röll

Tore: 1:0 Hülsmann (17.), 2:0 Lindner (21.), 3:0, 4:0, 5:0, 6:0 alle P. Röll (22./37./62./72.)

Kreisliga A2 Unna-Hamm
TuRa Bergkamen – Westfalia Wethmar U23 10:0 (3:0)

Viel wollte Wethmars Trainer Benjamin fasse nach dem Spiel nicht sagen. Außer: „Wir waren kein Team auf dem Platz. Wir haben im kollektiv versagt und keine Einstellung gezeigt. Eigentlich müsste man sich beim Verein entschuldigen.“

Schon vor der Partie war klar, dass es kein einfaches Spiel für die Westfalia werden würde. Acht potenzielle Stammspieler standen den Wethmarern nicht zur Verfügung. Der Start in die Partie verschliefen die Grün-Weißen komplett. Das erste Tor der fiel schon in der ersten Minute. Zur Pause führten die Bergkamener nur mit 3:0, ehe in der zweiten Hälfte die Torgala weiterging. Hasan Kopar schnürte aufseiten der Gastgeber innerhalb von nur fünf Minuten einen Hattrick.

Am Ende wurde es für die Grün-Weißen dann noch zweistellig – 0:10. Wethmar steht auf dem letzten Tabellenplatz in der Kreisliga A mit einer Tordifferenz von minus 30.

Westfalia Wethmar: Ketz (46. Hartmann) – Hunschede, Schumann, Simsek, Böllhoff (60. Preuß), Orlowski, Pohl, Resch, Pella, Steinkamp (69. Dvorak), Borchardt (14. Ciernioch)

Tore: 1:0 (1.), 2:0 (12.), 3:0 (32.), 4:0 (53.), 5:0 (54.), 6:0 (57.), 7:0 (59.), 8:0 (76.), 9:0 (79.), 10:0 (87.)

Bezirksliga 4, Frauen
Union BO-Bergen – BV Lünen 11:0 (6:0)

„Von Anfang an war keine Gegenwehr zu erkennen und wir hatten nicht den Hauch einer Chance“, bilanzierte Lünens Trainer Wolfgang Rinke. Bereits nach wenigen Sekunden fiel der erste Treffer für Bochum. Torfrau Vanessa Schön bot noch mit einigen guten Paraden die beste 05-Leistung auf dem Platz.

BV Lünen: Schön – Czyganowski, Kuster (46. Gastmeister), Zimmermann (46. Möllmann), Thomann, Rinke, Piel, Droege, Bensch (23. Stock), Soest, Ricciardi (34. Reuther)

Tore: 1:0 (1.), 2:0 (4.), 3:0 (27.), 4:0 (29.), 5:0 (35.), 6:0 (38.), 7:0 (47.), 8:0 (51.), 9:0 (59.), 10:0 (65.), 11:0 (81.)

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