SVL ist mit Köln eine Halbzeit auf Augenhöhe

Wasserball: 2. Liga

16 Minuten lang schien am Samstagabend die Sensation möglich zu sein. Mit einem 3:3-Remis ging Wasserball-Zweitligist SV Lünen beim Tabellenzweiten SGW Köln in die Pause. Nach 32 Minuten stand ein 12:4 auf der Anzeigetafel. Die Lüner bewegten sich nur eine Halbzeit auf Augenhöhe mit dem Favoriten.

LÜNEN

, 21.03.2016, 13:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tobias Grochla (l.) glich nach der Pause zum 4:4 aus. Danach ging nichts mehr für den SV Lünen am Samstag in Köln.

Tobias Grochla (l.) glich nach der Pause zum 4:4 aus. Danach ging nichts mehr für den SV Lünen am Samstag in Köln.

2. Liga SGW Köln - SV Lünen 12:4 (1:1, 2:2, 4:1, 5:0)

"Das Spiel ist schwer zu verarbeiten für mich", sagte Lünens Trainer Olaf Bispinghoff nach dem Duell im Leistungszentrum Müngersdorf. "Eine Halbzeit lang hat mich die Mannschaft wirklich stolz gemacht. Ich habe gesehen, dass meine Arbeit Früchte trägt. Dann hat aber nichts mehr davon funktioniert." Die Lüner starteten richtig stark im ungewohnt großen Becken der Gastgeber. Die Kölner, Mitfavorit auf die Meisterschaft in der 2. Liga West, kamen nur durch einen Fünfmeter zu einem Treffer im ersten Abschnitt. Die Gäste konterten durch Kapitän Max Harder. Nicht nur das: Julian Feldmann und Jannik Grochla sorgten im zweiten Abschnitt für eine komplett überraschende 3:1-Führung.

"Vielleicht haben einige angefangen nachzudenken. Sie haben gespürt, dass wirklich etwas möglich sein könnte in Köln", so Bispinghoff. Die Folge: Nur 17 Sekunden nach dem 3:1 kam Köln zum Anschluss, anschließend lud Lünen die SGW zu einem weiteren leichten Treffer ein.

"Ich habe den Jungs gesagt, dass wir im dritten Viertel dran bleiben sollten, um dann zum Ende noch einmal anzugreifen", sagte Bispinghoff. Der Plan ging zunächst auf. Tobias Grochla sorgte für das zwischenzeitliche 4:4, ehe die Kölner aber auf 7:4 davonzogen. Gleich zweimal hätten die Gäste in Überzahl auf 5:7 rankommen können. "Anschließend ist es uns nicht mehr gelungen, richtigen Druck aufzubauen", so der Lüner Trainer.

Mit der Brechstange

Seine Spieler versuchten es mit der Brechstange, vernachlässigten dabei die Absicherung. "Das haben die Kölner grandios genutzt", sagte Bispinghoff. Das Umschaltspiel der Lüner ließ jetzt zu wünschen übrig. "Vielleicht waren wir auch kaputt", so der SVL-Coach, der das Spiel mit seinem Team am Mittwoch aufarbeiten möchte. "Ich hatte nach dem Spielverlauf zunächst die Hoffnung, dass es ganz eng werden würde."

Künftig gehe es für den Tabellensiebten darum, konstanter aufzutreten. "Nur dann werden wir mit den Teams von oben mithalten können", sagte Bispinghoff. In der Osterpause wird er sich mit seiner Mannschaft auf das Viertelfinale im NRW-Pokal vorbereiten. Am Dienstag, 5. April, ist der SVL beim starken Oberligisten SGW Iserlohn zu Gast.Benedikt Ophaus

TEAM UND TORE SVL: Möllmann - A. Borgschulze, Hunke, T. Grochla 1, Bardmann, M. Harder 1, Muhlberg, J. Grochla 1, Feldmann 1, Götze, J. Harder, J. Borgschulze, Stähler

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