SVL stolpert über drittes Viertel / SGW verpasst Überraschung

Wasserball: 2. Liga

Zwar gab es gegen den Tabellendritten aus Bochum eine Niederlage – doch die hielt sich für Wasserball-Zweitligist SV Lünen, der eine gute Leistung zeigte, beim 8:12 im Lippe Bad in Grenzen. Ein Überraschung haben indes die Wasserballer aus Brambauer gegen Düsseldorf verpasst.

LÜNEN

von Christian Bohnenkamp, Bernd Warnecke

, 14.03.2016, 15:04 Uhr / Lesedauer: 3 min
Jannik Grochla (l.) zieht ab: Der Lüner musste gestern Abend gegen Bochum eine 8:12-Niederlage hinnehmen.

Jannik Grochla (l.) zieht ab: Der Lüner musste gestern Abend gegen Bochum eine 8:12-Niederlage hinnehmen.

2. Liga

SV Lünen - SV BW Bochum 8:12 (1:4, 4:2, 1:3, 2:3)

In der Anfangsphase dominierten die Bochumer, deren Spiel auf drei ehemalige Bundesliga-Spieler ausgerichtet war. Nach der schnellen 2:0-Führung besorgte Arne Borgschulze den ersten Treffer für den Tabellensiebten. Das war es aber auch im ersten Viertel, das Bochum klar mit 4:1 für sich entschied.

Nach dem verlorenen Anschwimmen im zweiten Abschnitt traf Julian Feldmann zum Anschluss und besorgte auch das 3:5. Als Pascal Muhlberg sogar das 4:5 erzielte, hatten die Gastgeber in Überzahl die Chance zum Ausgleich, vergaben aber. Auch Bochum zeigte jetzt Nachlässigkeiten, gab den Ball oft verloren. Nach dem 5:6 durch Arne Borgschulze hatten die 08er wieder die Chance zum Ausgleich in Überzahl, nutzten die Chance aber wieder nicht.

Berüchtigte dritte Viertel

"Danach kam unser berüchtigtes dritte Viertel", so SVL-Trainer Olaf Bispinghoff, der im Training andere Varianten übte, um den Leistungsabfall nach der Halbzeit zu kompensieren. Bochum legte einen kurzen Zwischenspurt ein und war mit drei Treffern in Serie auf und davon. Wenigstens gaben die 08er das Viertel nicht zu null ab. Kevin Götze erzielte per Distanzwurf das 6:9.

Auch das vierte und letzte Anschwimmen sicherte sich Bochums Sprinter, doch die Lüner fingen den Ball ab. Max Harder zog aus spitzem Winkel ab und war selbst überrascht, dass der Ball den Weg ins Tor fand - 7:9. Bochum deckte jetzt offensiver, stand im Halbkreis weit vor dem eigenen Tor. Das zeigte Wirkung. Der SVL war nicht in der Lage, sich frei zu schwimmen. Bochum setzte zwei Treffer in Serie und war beim 7:11 enteilt. Das schönste Tor erzielte erneut Harder, der den Ball von Linksaußen über den gegnerischen Torwart ins lange Eck hob - 8:11. Die Bochumer setzten den letzten Angriff zum 8:12.

TEAM UND TORE SVL: Möllmann - A. Borgschulze 2, Hunke, T. Grochla, Bardmann, M. Harder 2, Muhlberg 1, J. Grochla, Feldmann 2, Götze 1, Schmälzger, J. Borgschulze, Stähler

Düsseldorfer SC - SGW Rote Erde/SVB 12:7 (3:0, 3:2, 2:3, 4:2)

 Zur zweiten großen Überraschung in Folge reichte es nicht. Gut verkauft haben sich die Zweitliga-Wasserballer der SGW Rote Erde/SV Brambauer dennoch am Samstag beim Tabellenfünften Düsseldorfer SC. "Das war eine starke und mannschaftlich geschlossene Leistung", lobte Kapitän Kristian Berg, der den beruflich verhinderten Coach Björn Blank in der Funktion als Spielertrainer vertrat. Ärgerlich war nur, dass die SGW einen schlechten Start erwischte. Die Düsseldorfer entschieden das Auftaktviertel klar für sich und legten auch im zweiten Abschnitt nach, indem sie zunächst auf 4:0 und später sogar auf 6:1 erhöhten.

Schocken ließen sich die Gäste davon allerdings nicht. Wie schon bei der Sensation gegen Solingen/Wuppertal zeigte die SGW Moral, kämpfte sich zurück in die Partie. "Nach dem schwachen Start standen wir defensiv gut, und es ist uns auch besser gelungen, das Düsseldorfer Schwimmspiel zu unterbinden", so die Einschätzung von Berg, dessen Team nicht nur ohne den Trainer, sondern auch ohne Torjäger Vuk Vuksanovic auskommen musste.

Starke Phase

Es war Berg selbst, der zunächst zu Beginn des dritten Viertels auf 3:6 verkürzte. Zwar traf Düsseldorf kurz darauf erneut, doch dank zweier weiterer SGW-Treffer - diesmal durch Darren Grobelny und Sören Kohle - waren die Gäste nur noch zwei Tore im Hintertreffen. "Das war wirklich klasse, was wir in dieser Phase gezeigt haben", sagte Berg.

Selbst im Schlussabschnitt blieb Rote Erde/Brambauer lange in Schlagdistanz. Grobelny verkürzte auf 6:9 aus Sicht der SGW. Erst zwei weitere Treffer der Hausherren in der Mitte des Schlussabschnitts zerstörten endgültig die Hoffnungen von Rote Erde/Brambauer auf einen Punktgewinn. "Schade, dass wir den Start verschlafen haben. Aber das war eine Leistung, auf der wir weiter aufbauen können", erklärte Kapitän Berg. Der Tabellenneunte tritt vor der Osterpause am kommenden Samstag noch einmal beim SV Blau-Weiß Bochum an. 

TEAM UND TORE SGW: Bartels, Kosmalla - Theismann (1), Scherzer, H. Kohle, Grobelny (2), Berg (1), Milojkovic, Schröder (1), Müller, S. Kohle (2), Lilic

Lesen Sie jetzt