Tennistrainer Rädel hilft Kindern in Namibia

LÜNEN Tennistrainer Felix Rädel fliegt zum zweiten Mal Richtung Namibia. Dort will der engagierte Lüner einmal mehr Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

von Von Christoph Kellermann

, 21.05.2008, 17:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Felix Rädel sitzt erneut auf gepackten Koffern. Der Lüner fliegt zum zweiten Mal nach Namibia.

Felix Rädel sitzt erneut auf gepackten Koffern. Der Lüner fliegt zum zweiten Mal nach Namibia.

„Mein erster Aufenthalt in Katutura, hat mich beeindruckt, dass ich schon damals ankündigte, wiederzukommen, dieses Versprechen möchte ich in diesem Jahr einlösen“, so Rädel, der dieses Mal allerdings zwei Monate bleiben möchte.Am 23. Juni geht der Flieger.

Unterstützt wird er von der Fluggesellschaft AIR Namibia, die ihm keine Kosten für das Übergepäck berechnen wird. „Ich werde natürlich wieder einiges mitnehmen“, freut sich Rädel auf seine Rückkehr, „ich habe wieder reichlich Schläger, Bälle, Schuhe und vieles mehr sammeln können!“ Das Übergepäck alleine hätte schon 1300 Euro gekostet.Hilfe von Christoph Metzelder Wie schon bei seiner ersten Reise konnte der sozial sehr engagierte Tennistrainer, der zurzeit beim Lüner SV das Racket schwingt, wieder auf die Hilfe von Nationalspieler Christoph Metzelder bauen. Der Fußballprofi von Real Madrid traf sich mit Rädel vor den Toren der Königlichen um ihm gesammelte Schuhwerke zu überreichen.

Seine vorrangigste Aufgabe sieht Rädel in Katutura darin, die beiden Tennisvereine, die sozial unterschiedliche Schichten beherbergen, zusammen zu führen. „Ich kann nur Ideen und Projekte anschieben und dann hoffen, dass die Organisatoren vor Ort meine Gedanken weiterführen und am Ball bleiben“, weiß Rädel um die Schwierigkeit, innerhalb so kurzer Zeit Großes bewegen zu können.Vordenken soll Nachahmer finden Auch seine Kollegin Mary Beth Gallagher, die Rädel vor zwei Jahren zu einem solchen Trip motivierte, wird wieder vor Ort sein. „Sport dient in Katutura als Ventil, um Probleme des Alltags zu lösen. Umso wichtiger ist es, dass unser Vordenken Nachahmer findet“, betont Rädel, der von der Mission Namibia gleich Richtung Peking aufbrechen wird, um dort ein Studium für International Business Chinese Economic zu beginnen. Dann wird er im Schatten des Pekinger Olympiastadions wohnen - die Geschicke in Katutura aber nicht aus dem Auge lassen. Um weitere junge Menschen zu motivieren, gründet Rädel gerade eine Community im Internet. Dort sollen schon bald interessierte Menschen eine Anlaufstelle bekommen, um Erfahrungen auszutauschen, Tipps einzuholen und Kontakte zu knüpfen. Was Felix Rädel gar nicht kann, ist herrum sitzen und abwarten, dass was passiert. Er ist immer auf dem Sprung.

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