TG Gahmen feiert historische Saison in Hamburg

Bei Deutschen Meisterschaften

Über 300 Kilometer eine Strecke und dann sind ja auch die Teilnehmer selbst nicht mehr die Jüngsten: Das hinderte bei der TG Gahmen aber rund 60 Fans nicht daran, beim größten Trip des Vereins zu den Deutschen Meisterschaften in Hamburg dabei zu sein. Der Lohn: Die Gahmener waren sportlich gut dabei und beim Feiern unschlagbar.

GAHMEN

, 08.09.2015, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
TG Gahmen feiert historische Saison in Hamburg

Die Gahmener hatten ordentlich Unterstützung mit nach Hamburg gebracht.

"Wir wünschen der Tennis-Gemeinschaft Gahmen eine angenehme Anreise zum Heimspiel am Hamburger Rothenbaum." So schrieb es der gastgebende Club an der Alster Hamburg in einem Fax schon vor deren Abreise an die Gahmener. Die TG Gahmen hatte sich als Westdeutscher Meister für die Deutsche Tennis-Mannschaftsmeisterschaft 2015 der Herren 60. qualifiziert.

Die Gastgeber im hohen Norden waren vorgewarnt, denn keiner der vier Endrundenteilnehmer kann auf eine solche Fangemeinschaft setzen. "Da ist mächtig was zusammengewachsen", sagt Wilfried Kiwall, Teammitglied und Mäzen in Personalunion. Die Identifikation der Gahmener Vereinsmitglieder ist derart hoch, dass das Team von 60 Fans in die Hansestadt begleitet wurde. So waren die Lüner Tennis-Senioren aktiver Teil des Mega-Events "Oldies but Goldies" am Hamburger Rothenbaum.

Qualifiziert waren neben der TG Gahmen und dem Club an der Alster auch der TC Aschheim sowie die Titelverteidiger von Tennis Eschborn. Gahmen wurde im Semifinale dem Gastgeber zugelost. Die Gegner aus Hamburg präsentierten sich erwartet stark. Am Ende stand eine 1:5-Niederlage. Nur Jürgen Ackermann gelang unter dem Jubel der Gahmener Fans gegen Jussi Juvakowski mit 3:6, 6:2, 10:2 ein Sieg. Die Favoriten aus Eschborn siegten im anderen Semifinale gegen den TC Aschheim mit 6:0.

Die TG Gahmen versuchte am Sonntag im Spiel um Bronze alles, konnte in den sechs Einzelbegegnungen allerdings nur zweimal punkten. Bei Regen verichtete die TG dann bei den Doppeln auf ein Ausweichen in die Hallen. Jürgen Ackermann gewann sein Einzel erneut - blitzsauberes Wochenende für ihn. Sein Gegner wies zuvor eine Bilanz von 41:1 auf. Ackermann siegte nach dreistündigem Kampf auf allerhöchstem Niveau mit 7:5, 3:6, 10:8. Den zweiten Punkt für die TGG sicherte der Franzose Paul Torre, der den amtierenden Deutschen Meister 65, Alfred Böckel, mit 6:2, 6:0 entzauberte.

Schwer wog der verletzungsbedingte Ausfall des Gahmener Spitzenspielers Jorge Camina-Borda. "Das konnten wir sportlich leider nicht kompensieren", so Wilfried Kiwall. Mit dem Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters wurde es zwar nichts, dafür konnten die Lüner den Titel des "Feiermeisters" einheimsen. "Hier waren wir mit Abstand die Nummer eins im hohen Norden, deshalb wird diese historische Reise allen Spielern und Fans für immer in allerbester Erinnerung bleiben", so Kiwall.

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