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Thomas Jäger ist mit der SG Gahmen verheiratet

Sportlerporträt

GAHMEN "Fußball ist mein Leben. Ich habe keine anderen Hobbys. Die SG Gahmen ist meine Familie!" Der Mann, der so redet, ist 47 Jahre alt. Sein Name: Thomas Jäger. Ein Porträt.

von Von Bernd Janning

, 19.05.2009 / Lesedauer: 3 min

40 Jahre seines Lebens gehört er den Blau-Gelben von der Kaubrügge an - dem Traditionsverein im Lüner Süden, an der Nahtstelle zu Derne. "Am 30 April 1969 bin ich eingetreten", sagt Thomas Jäger, den alle nur "Tommy" nennen. Er hat alles fein säuberlich notiert.

Er ist ein Gahmener, ein Lüner durch und durch. Hier wurde er geboren. Als er groß wurde, machte er eine Ausbildung zum Maler und Lackierer. "Und verheiratet bin ich mit der SGG", sagt er - mit einer großen Portion Stolz in der Stimme. Er sitzt am Eingang zur Platzanlage an der Kaubrügge auf seinem Stuhl im Kassenraum.

Tommy ist beim SGG das Mädchen für alles Kassenraum? Nein, das ist bei der SG Gahmen schon etwas mehr. Dort steht der große Kühlschrank mit den kalten Getränken, dort gibt es den Kaffee. Dort werden Spielerpässe und Vereinsunterlagen aufbewahrt. Und wenn irgendwelche Idioten zum 20. oder 30. Mal versuchen, dort einzubrechen, Türen aufzuschlagen, die Eisengitter vor den Fenstern durchzusägen, dann wird "Tommy" sauer.

Er sieht von seinem Platz aus alles, jeden der kommt, jeden der geht, was auf dem Spielfeld läuft. Er fühlt sich stets verantwortlich für seine SGG. "Ich bin hier der Kabinenwart, der Platzkassierer, der Obmann der ersten Mannschaft, einfach das Mädchen für alles", sagt er.

Und wenn er gefragt wird, ob "seine" SGG über einen Erfolg in der Relegationsrunde die Rückkehr in die Kreisliga A schafft, dann hört man erst nur ein knappes "Ja". Dann ergänzt er aber schnell: "Immer, wenn ich Obmann war, sind wir aufgestiegen."

Jägers zweite große Liebe ist der BVB

Da werden Erinnerungen wach, als für Gahmen nur die Sonne schien. In der Saison 1993/94 zum Beispiel, als das Team von der Kaubrügge in die Bezirksliga aufstieg und sich erstmals den Titel des Lüner Hallenstadtmeisters sicherte. Bei der Hallenmeisterschaft des Fußball-Kreises Dortmund kam noch das Sahnehäubchen oben drauf: Platz zwei.

Man kommt aber auch an Momenten nicht vorbei, die Jäger schwer belasteten. Die Zeit, als die Gahmener von der Bezirksliga bis in die B-Klasse durchgereicht wurden zum Beispiel. Neben der SG Gahmen gibt es noch eine zweite große Liebe für ihn: die Dortmunder Borussen. "Michael Zorc ist immer noch mein Lieblingsspieler, obwohl er schon lange nicht mehr aufläuft", sagt Jäger. Die Woche hat sieben Tage. Sieben Tage sieht "Tommy" auf der Kaubrügge nach dem Rechten, sitzt in seinem Kassenhäuschen, ist aber auch bei jedem Auswärtsspiel als treuer Begleiter seiner Mannschaft dabei.

Wovon er gerade träumt? Von den ersten Juni-Wochen, in denen die SGG die Rückkehr in die Kreisliga A wahrmachen kann.

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