Tobias Eder ist nach „einer guten Abwechslung“ zurück in seiner Familie

rnVfL Brambauer

Seit 13 Jahren spielt Tobias Eder beim VfL Brambauer. Der Mann mit den zwei markanten Erkennungszeichen hat sich am Sonntag mit einer eiskalten Leistung vom Siebenmeterpunkt zurückgemeldet.

Brambauer

, 08.10.2019, 09:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der markante Bart unter der Unterlippe ist immer noch da. Soul Patch nennt das der Fachmann. Und auch den charakteristischen Unterarm-Wurf beherrscht er noch immer. Tobias Eder ist zurück bei den Landesliga-Handballern des VfL Brambauer.

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Wobei, richtig weg war Eder, den in Brambauer alle nur beim Nachnamen nennen, nie. Nach der Saison 2017/2018, die mit dem erstmaligen Landesliga-Aufstieg der VfL-Herren endete, entschied Eder sich, kürzerzutreten. Irgendwie steckte ihm der Handball dann doch in den Knochen, so Eder. Er ging freiwillig in die Reserve der Brambaueraner, griff mit ihr in der Kreisliga an - und stieg am Ende auf.

VfL Brambauer ist seit 13 Jahren Eders sportliche Heimat

„Eine gute Abwechslung“, nennt Eder das Gastspiel in der zweiten Mannschaft. Doch schnell zog es ihn wieder in Richtung erster Mannschaft. Eder vermisste seine ehemaligen Mitspieler. „Ich habe so viele Jahre mit denen durchgemacht und so viel erlebt. Wir sind eine Familie. Wir sind gute Freunde, das passt unheimlich gut zusammen“, sagt der 33-Jährige. Schon in der abgelaufenen Saison half er in der Hälfte der Spiele der Landesliga-Mannschaft aus. „Da habe ich gemerkt, dass mir die Erste mehr liegt als die Zweite“, so Eder, der zumeist auf Linksaußen und im linken Rückraum spielt.

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Es folgte ein Gespräch mit Sebastian Pohl, spielender Co-Trainer der Brambaueraner Ersten. Schnell wurde Eder klar: Für ihn geht es wieder in die Landesliga. „Da war die Überlegung gar nicht erst da“, sagt er. Seit 13 Jahren spielt er beim VfL, spielte schon in der Jugend ein Jahr in Brambauer.

Dass die Landesliga keine Nummer zu groß für den Selmer ist, zeigte Eder am Sonntag. Mit zwölf Toren trug er maßgeblich zum 30:28-Sieg gegen die HSG Rauxel-Schwerin bei. Sieben Mal trat er dabei zum Siebenmeter an - und verwandelte sieben Mal. „Der Torwart hat es immer wieder herausgefordert, dass ich rechts werfe. Da hat er alle sieben rechts reingekriegt, so wie er es wollte“, witzelt Eder.

„Zwölf Tore kann man nur werfen, wenn man eine starke Mannschaft im Rücken hat“

Er legt nach: „Zwölf Tore kann man nur werfen, wenn man eine starke Mannschaft im Rücken hat.“ Und genau diese Mannschaft findet aktuell immer besser zusammen, meint Eder. Schließlich ist der VfL personell nicht breit aufgestellt und hat in Björn Grüter einen neuen Trainer.

„Wir haben mal gezeigt, dass wir mental aber auch körperlich super zusammengehalten haben“, sagt Eder. In den ersten beiden Spielen unterlag der VfL noch jeweils, zeigte aber keine schlechten Leistungen. Nun spielte die Grüter-Sieben „überlegten Handball“, so Eder. „Die ersten beiden Spiele waren wir kopfmäßig nicht so fit“, sagt das Brambaueraner Urgestein, das im Jugendbereich eine Mannschaft trainiert.

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