Traumtor, nächster Verletzter, Trainer hinter der Bande: Lüner SV holt einen Punkt

rnFußball-Westfalenliga

Die Verletzungssorgen des Lüner SV vergrößerten sich am Sonntag. Ein Spieler nutzte die Chance und trat per Traumtor einen Torreigen los. Christian Hampel beobachtete das aus ungewohnter Position.

Lünen

, 04.10.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Lüner SV blieb auch in der dritten Woche in Serie ohne Sieg in der Fußball-Westfalenliga 1. Die Leistung und das Ergebnis beim SuS Neuenkirchen ärgern Trainer Christian Hampel allerdings trotzdem nicht - aus gutem Grund.

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Die Personalnot beim LSV hat am Sonntag einen neuen Höhepunkt erreicht. Die zahlreichen Ausfälle ließen Luxusprobleme für Trainer Christian Hampel in weite Ferne rücken.

Gian Luca Reis verletzt sich früh

Am Sonntag kam mit Gian Luca Reis, der nach 28 Minuten im Rasen hängen blieb und sich laut Hampel eine Adduktorenverletzung zugezogen hat, ein weiterer Ausfall im ohnehin so gebeutelten Defensivzentrum hinzu.

Dass für Reis Stürmer Martin Fuhsy in die Partie kam, war wohl die auffälligste Offensivaktion der Lüner im ersten Durchgang. Ansonsten neutralisierten sich beide Teams über weite Strecken gegenseitig.

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Nur fünf, sechs gute Umschaltmomente habe sich der LSV erarbeitet, dann aber jeweils das Tempo rausgenommen, so Hampel. „Da hätten wir mehr herausholen können“, so der Coach. Hampel musste die Partie nach seiner Roten Karte in der Vorwoche hinter der Bande verfolgen.

Christian Hampel durfte die Partie aufgrund seiner Roten Karte gegen Hiltrup nicht im Innenraum verfolgen.

Christian Hampel durfte die Partie aufgrund seiner Roten Karte gegen Hiltrup nicht im Innenraum verfolgen. © Timo Janisch

Ein ganz anderes Bild bot sich in der zweiten Halbzeit. Die Lüner kamen stark aus der Kabine zurück und Dzanan Mujkic erzielte mit einer sehenswerten Direktabnahme aus gut 20 Metern das 1:0 (47.).

Doch statt weiter die Kontrolle auszuüben, unterliefen dem LSV einfache Fehler. Während eines aussichtsreichen Umschaltmoments verloren Ricardo Ribeiro unnötig den Ball, die offene rechte Seite nutzte Neuenkirchen zum 1:1 (53.). Über die gleiche Seite gingen die Hausherren nur drei Minuten später sogar in Führung.

Lüner SV macht einfache Fehler gegen den SuS Neuenkirchen

Hampel reagierte, beorderte Ribeiro auf die linke Seite und Luca Frenzel nach rechts. Ohne vermeidbare Fehler wurden die Lüner wieder stärker. David Loheider erzielte prompt den Ausgleich (59.).

In der Schlussphase hatte der Lüner SV genügend Gelegenheiten, um sogar noch den Dreier entführen zu können. „Nach dem 2:2 sind wir immer besser geworden. Insbesondere die letzten zehn, zwölf Minuten war ein Powerplay“, so Hampel.

Doch seine Abschlusspositionen und aussichtsreichen Umschaltmomente lies der LSV erneut ungenutzt. „Ich bin zweigeteilt. Man sollte immer die Ausgangslage berücksichtigen“, sagte Hampel.

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Er werde sich trotz des Chancenplus wohl mit dem Punkt anfreunden können - und danach Gedanken darüber machen, wie er am kommenden Sonntag eine konkurrenzfähige Mannschaft auf den Rasen schickt.

Lüner SV: Josch - Bozlar, Reis, Göke, Albian Kokollari - Rudolf, Burg, Mujkic, Ribeiro, Frenzel - Loheider

Tore: 0:1 Mujkic (47.), 1:1 (53.), 2:1 (56.), 2:2 Loheider (59.)

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