Trotz mieser Saison: Dean Williamson ist stolz auf den TuS Niederaden

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A-Ligist TuS Niederaden steht vor dem letzten Spieltag mit dem Rücken zur Wand und muss auf eine Niederlage des PSV Bork hoffen und ihr Spiel gegen GS Cappenberg gewinnen.

von Niklas Dvorak

Niederaden, Lünen

, 20.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Sicher ist es nicht, ob aus der Kreisliga A2 Unna-Hamm zwei zusätzliche Teams zum TuS Hemmerde, der seine Mannschaft bereits zurückgezogen hat, absteigen, oder ob nur ein weiterer Verein mit in die Kreisliga B muss. Fest steht jedoch, dass es einen Zweikampf am letzten Spieltag gibt zwischen dem TuS Niederaden und dem PSV Bork, der mit 17 Punkten den 14. Tabellenplatz belegt, während Niederaden zwei Punkte weniger hat und auf dem 15. Rang steht.

Somit brauchen die Jungs von der Kreisstraße gegen Grün-Schwarz Cappenberg am Sonntag, 26. Mai, einen Sieg, müssen aber gleichzeitig hoffen, dass die Borker in Bausenhagen nicht punkten. Dann stünde Niederaden auf dem 14. Rang, der ein Entscheidungsspiel bedeutet. Aber auch wenn das gewonnen wird, ist der Ligaverbleib noch nicht in trockenen Tüchern. Denn der ist davon abhängig, ob die Meister der beiden Unna-Hamm-A-Ligen ihre Entscheidungsspiele gewinnen und den Aufstieg in die Bezirksliga schaffen.

„Fühlt sich wie Bundesliga an“

Doch was macht das eigentlich mit einer Mannschaft, die nicht klar weiß, ob die Liga gehalten werden kann? „Das fühlt sich momentan so an, wie es am Wochenende in der Bundesliga war, als es um die Deutsche Meisterschaft ging, nur halt mit anderen Vorzeichen. Es ist eine Scheißsituation, da ein großes ,Wenn’ hinter allem steht“, sagt TuS-Kapitän Dean Williamson.

Der 27-Jährige, der seit 1998 bei Niederaden kickt, ist aber trotzdem stolz auf seine Mannschaft, auch wenn der TuS in der laufenden Saison nur vier Spiele gewann. „Wir waren schon nach der Winterpause abgeschrieben und sind mit einigen guten Leistungen zurückgekommen. Klar ist die Stimmung momentan nicht die beste und wir sind traurig, dass wir den Klassenerhalt nicht schon eher geschafft haben. Aber wir werden auch die letzte Partie mit viel Spielfreude angehen“, so Williamson.

Niederaden blickt nach unten

Seit der Saison 2009/2010 spielt der TuS wieder in der A-Liga, doch in den vergangenen vier Jahren blickte Niederaden in der Tabelle des Öfteren nach unten. Den Abstieg verhinderte das Team jedoch immer, nur in diesem Jahr wird er sehr schwer zu vermeiden sein. Williamson glaubt jedoch nicht, dass ein Abstieg die Mannschaft in irgendeiner Art und Weise gefährdet: „Die Mannschaft bleibt zusammen - ligenunabhängig. Wir bekommen ja auch fünf Neuzugänge und arbeiten daran, so schnell wie möglich, soliden, guten Fußball zu spielen“, so Williamson.

Am letzten Spieltag gilt für die Niederadener nun: Voller Fokus und hoffen, dass die Borker ihre Partie gegen Bausenhagen verlieren. „Die Frage ist auch, ob Cappenberg lieber ein Derby gegen Bork hat oder lieber gegen uns spielen möchte. Es soll keine Wettbewerbsverzerrung geben. Wir wollen am Sonntag gegen eine starke Cappenberger Truppe spielen. Wir werden auf jeden Fall alles reinwerfen und am Ende schauen, wofür es gereicht hat“, schilderte der Kapitän.

Eine Abschlussfeier sei auch schon geplant - mit welchem Hintergrund, steht noch nicht fest.

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