Über 30 Saisontore: Ex-Lüner gehört zu Deutschlands besten Torschützen

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Nur wenige Spieler haben in dieser Saison in Deutschland mehr Tore erzielt als er. Seine ganze Jugend verbrachte er bei Lüner Klubs. Trotz höher Angebote wechselte er in eine unterklassige Liga.

Lünen

, 19.11.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seine Mannschaft hat in 8 Spielen in dieser Fußball-Saison schon 83 Tore erzielt. Sie liegt damit auf Platz 10 der torgefährlichsten Teams in ganz Deutschland. Er selbst ist der viertbeste Torschütze deutschlandweit.

31 Treffer hat Noureddien El Yahyaoui schon erzielt. Beim 21:0 seines MSV Dortmund gegen den FC BSG DSW21/DEW21 II erzielte er neun Tore. Sieben davon allein in einer Halbzeit. „Ich impfe meinen Spielern das ‚Bayern-Gen‘ ein. Sie sollen nicht nach drei, vier Toren nachlassen“, sagt der Spielertrainer.

El Yahyaoui ist mittlerweile 36 Jahre alt. In seiner Fußballkarriere kam er viel rum, aber sagt rückblickend: „Lünen ist meine zweite Heimat.“ Seine ganze Jugend verbrachte der Marokkaner bei Lüner Klubs.

Bis zur B-Jugend spielte El Yahyaoui beim Lüner SV. Danach wechselte er zu Preußen Lünen, kehrte aber nach zwei Jahren zum LSV zurück und ging dort in die zweite Mannschaft. „Uwe Höhn ist damals von Preußen zum Lüner SV gewechselt. Er holte mich in die erste Mannschaft. Das war mein Glück.“

Noureddine El Yahyaoui (l.) in Diensten von Viktoria Kirchderne, dort spielte er 2018, gegen den BV Brambauer.

Noureddine El Yahyaoui (l.) in Diensten von Viktoria Kirchderne, dort spielte er 2018, gegen den BV Brambauer. © Timo Janisch (A)

Nach kurzer Zeit war El Yahyaoui aber wieder in die Zweite zurück. „Dort waren meine ganzen Freunde.“ Später wechselte er aber dauerhaft in die erste Mannschaft und spielte in der Saison 2003/04 mit dem LSV sogar in der Oberliga. Nach dem Abstieg war er noch zwei Jahre unter Mark Bördeling in der Westfalenliga aktiv.

„Das erste Jahr in Lünen war gut. Ich hatte auch Anfragen von höheren Vereinen. Aber ich war immer auf mich alleine gestellt. Ich habe gearbeitet und musste immer mit dem Zug oder mit Mitspielern zum Training und zu Spielen fahren. Was wäre, wenn ich in die Regionalliga gewechselt wäre? Wie komme ich da hin? Das hat mich abgeschreckt.“

Mehrere Gründe führten zum Wechsel nach Dortmund

Aus diesem Grund, und weil er ein „Dortmunder Junge“ sei und ihn die Hallen-Stadtmeisterschaft gereizt habe, wechselte El Yahyaoui vom LSV zum TuS Eving in die Landesliga. „Ich musste zurück nach Dortmund.“ Fußballerisch denkt er aber gerne an seine Lüner Zeit zurück. „Die erfolgreichste Zeit hatte ich in Lünen.“

Über mehrere Stationen, zuletzt den TuS Hannibal, kam der 36-Jährige zum MSV Dortmund, dem Marokkanischen Sport-Verein. Mit dem wirbelt er als Spielertrainer die Kreisliga C in Dortmund durcheinander. „Ich möchte hier etwas aufbauen. Vor allem eine Jugend, damit neue Spieler nachkommen.“

Perspektivisch plant El Yahyaoui mit dem MSV, bei dem jeder willkommen sei, nicht nur Marokkaner, den Verein in höhere Ligen zu bringen. Dass er es als Spieler beim Lüner SV nicht länger auf einem höheren Niveau versucht hat, bereut er nicht. „Ich bin zufrieden so, wie es gelaufen ist.“

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