Uwe Höhn springt als Schiri ein und zückt Gelb gegen Neumann

Fußball-Bezirksliga 8

LÜNEN Ein kompetenter Trainer kann im Fußball auch ein guter Schiedsrichter sein. Uwe Höhn, Übungsleiter des Bezirksligisten SV Preußen 07, bewies das am Sonntag am Alten Postweg beim 0:0 gegen den SV Bönen. Und Höhn entpuppte sich als echter Unparteiischer, zeigte sogar einem seiner eigenen Spieler eine Gelbe Karte.

von Von Bernd Janning

, 05.05.2009, 17:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Uwe Höhn machte auch als Unparteiischer eine gute Figur.

Uwe Höhn machte auch als Unparteiischer eine gute Figur.

Der angesetzte Schiri hatte einen Verkehrsunfall und fiel dadurch aus. Ein Ersatzmann war nirgendwo zu bekommen. Also einigte sich Höhn mit seinem Bönener Kollegen Andre Klammroth: Er ließ das Coachen sein und pfiff um 15.04 Uhr mit wenigen Minuten Verspätung das Spiel an.

"Ich muss wohl gut geleitet haben", sagte Höhn hinterher. Dabei war er bisher nur bei seiner Trainer-Ausbildung und bei ein paar Jugendbegegnungen als Unparteiischer aktiv. Am Ende reichten ihm drei Gelbe Karten, um für Ordnung zu sorgen. Eine davon zeigte er Preuße Patrick Neumann, der übermotiviert in die Zweikämpfe gegangen war.Keeper Philipp Grenigloh musste nur einmal eingreifen

Gegen Bönen zeigten die Horstmarer derweil, warum sie die drittbeste Abwehr der Liga (38:22 Tore) haben. Die Verteidigung ließ nichts zu. Nur einmal musste Keeper Philipp Grenigloh bei einem Freistoß ran, ansonsten hatte er nichts zu tun. Amel Mesic fiel aus beruflichen Gründen aus, Christian Kwiatkowski musste schon nach 15 Minuten vom Platz - die besten Kreativspieler fehlten, darum lief nach vorne nicht viel. Darum fordert Höhn jetzt: "Vorne muss in der Zukunft was passieren." Ein erstes Gespräch mit einem neuen Torjäger soll es kurzfristig geben. Wegen des schlechteren Torverhältnisses wurden die Horstmarer von Körne vom vierten auf den fünften Platz verdrängt. Der Trainer: "Wenn das am Ende so ist, ist das auch nicht traurig. Wir haben eine gute Saison hingelegt."

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